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Soldiers shot and killed man and his son in their home, Jan. ’09
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israeli soldiers shot children while eating chocalate and chips

Israel Soldier Shoots arrested Palestinian


( Ton bitte ausschalten-da läuft nur Musik als Hintergrund)

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Bitte ab der Stelle mit Musik einfach lautlos machen.

Israel beherrscht die Medien

Was ist ein „objektives Interview“?

Blog-Eintrag von Armin Wolf  dazu

Mein heutiges Studio-Gespräch mit Dan Ashbel, dem israelischen Botschafter in Österreich, zur Militäroffensive in Gaza lässt seit zwei Stunden die ZiB 2-Mailbox vibrieren. Es sind Dutzende E-Mails eingetroffen – und fast durchgehend beschweren sich Zuseher über meine Fragen.

Nicht alle sind dabei so direkt wie das Ehepaar, das klagt: „Es grenzt an Psychoterror gezwungen zu werden, Herrn Wolfs (in jeder Hinsicht!!!) unsägliche Interviews mitansehen/hören zu müssen, wenn man ZIB2 ‚Konsument‘ ist. Eine Bitte, nein, ein flehentlicher APPELL an die ZIB2-Leitung: Befreien Sie uns (wenigstens zeitweilig…) von dieser PLAGE!“ Andere begründen ihren Unmut auch: „Ich habe mich noch nie über einen ZiB2 Moderator so geärgert wie während des heutigen Interviews mit dem israelischen Botschafter. Es war unhöflich und überheblich – ein exzellentes Beispiel von nicht zuhören können … ein freches Interview mit brachialem Abbruch.“ Oder: „So eine einseitige und unbeherrschte Befragung eines Botschafters eines freien und rechtmäßigen Staates habe ich seit den Tagen diktatorischer Regime mit gesteuertem Staatsrundfunk nicht mehr erleben müssen.“

Unter dem Betreff „hr. wolf antisemit?“ meint ein Seher: „das ist ja wohl die größte frechheit diese einseitige berichterstattung unter leitung des herrn wolf der auf seiten von terroristen zu stehen scheint! herr wolf soll nicht von völkermord reden wenn er keine ahnung hat von der geschichte! oder solle die juden sich noch einmal abschlachten lassen?“ Auch andere Zuschauer halten mich wegen meiner Fragen für einen Hamas-Sympathisanten: „Das was sich Herr Wolf herausnimmt ist ungeheurlich, wir sind ein neutrales Land, seine Sympatien für Terroristen kann er privat verkünden, aber nicht im TV, dieser Mann gehört sofort abgelöst.“ Und immer wieder kommt der Vorwurf, meine Fragen seien nicht „neutral“ und „objektiv“ gewesen: „Armin Wolf war mit seinen Fragen an den israelischen Botschafter sehr anmaßend und unterbrach ihn ständig. Was bezweckte er damit? Er sollte sich an seinen Kollegen vom ARD ein Beispiel nehmen. Die sind objektiv und nicht voreingenommen. Diesen Eindruck konnte ich bei Wolf heute nicht feststellen.“ Oder: „Das Interview mit dem Botschafter aus Israel durch A. Wolf war unobjektiv … man kann als staatlicher Rundfunk nicht so einfach Stellung gegen einen Staat beziehen.“ Und: „Was Ihr Redakteur Wolf gerade in der ZIB aufgeführt hat, ist beschämend, angefangen von seiner Gesprächskultur bis zur äußerst einseitigen Fragestellung. Entweder er ist so blöd oder er tut so! Pfui Teufel !!!“

Ich habe zu diesem Thema hier im ZiB 2-Tagebuch schon mehrfach meine Position erklärt (und sehr ausführlich auch in einem Beitrag für ein Buch über Medien in Österreich, auf den ich bereits einmal verwiesen habe. Hier steht er online): Es kann nicht die Aufgabe eines Interviews mit einem Interessensvertreter sein, „objektive“ oder „neutrale“ Fragen zu stellen. Weder mit österreichischen Politikern noch mit dem israelischen Botschafter führe ich im Studio ein Recherche-Gespräch, bei dem ich versuche, „objektive“ Fakten zu eruieren. Sondern wir laden politische Akteure (oder ihre Lobbyisten) ein, um ihr Handeln und ihre Aussagen zu hinterfragen und sie mit Kritik zu konfrontieren. Die Gäste haben die Gelegenheit, ihre Position darzulegen – und zwar wesentlich ausführlicher als normalerweise im Fernsehen üblich, live und ungeschnitten. Selbstverständlich werden ihre Aussagen hinterfragt, andere Positionen gegenüber gestellt und ihnen auch widersprochen. Sonst müssten wir unsere Gäste ja nicht interviewen sondern könnten ihnen einfach ein paar Minuten Sendezeit für eine Rede zur Verfügung stellen oder ihnen einen Fragebogen vorlegen.

Niemand kommt auf die Idee, von einem Politiker – oder vom israelischen Botschafter – „neutrale“ oder „objektive“ Antworten einzufordern. Zu Recht. Hier sitzt jemand im Studio, der für seine Position (seine Partei, seine Regierung etc.) werben will. Dem Botschafter geht es nicht um eine „objektive“ Darstellung der Situation in Gaza. Das ist auch nicht seine Aufgabe. Deshalb wäre es aber auch absurd, ihn „neutral“ danach zu fragen, wie er denn die Situation einschätzt.

Und: Ja, ich weiß, dass es die meisten Zuseher hassen, wenn ich Gäste unterbreche. (Regelmäßige Tagebuch-Leser wissen, was jetzt kommt). Ich mache das auch sehr ungern, ich bin nämlich – Sie mögen das nicht glauben – ein grundsätzlich höflicher Mensch. Aber ein Live-Interview ist kein „normales Gespräch“, indem man seinen Partner ausreden läßt, egal wie lange es dauert. In der heutigen Sendeliste der ZiB 2 waren fünf Minuten für das Interview vorgesehen. Angenommen, Herr Ashbel hätte lauter Antworten von einer Minute gegeben – ich hätte genau vier Fragen untergebracht, ohnehin nicht sehr viel. Deshalb kann ich es nicht zulassen, dass Antworten allzu lange dauern. Das weiß Herr Ashbel natürlich. Er ist ein Profi, war jahrzehntelang Pressesprecher an verschiedenen Botschaften und hat schon hunderte TV-Interviews gegeben. Wenn er länger antwortet, macht er das mit Absicht – um weitere Fragen zu verhindern. Das kann ich als Interviewer aber nicht zulassen. Interessanterweise nehmen mir das viele Zuseher sehr viel übler als die Studiogäste. Die kennen ja die Regeln und wissen genau, dass ich sie unterbreche, wenn sie entweder zu lange antworten oder wenn sie ganz bewusst auf eine Frage gar nicht eingehen. Die Studiogäste versuchen es, ich versuche es zu verhindern, sie versuchen es wieder …

Verärgert hat einige Seher auch das Ende des heutigen Interviews: „Die ‚Notbremse‘ um ein Gespräch abzuwürgen‚ ‚wir sind schon weit über die Zeit, ich muß sie unterbrechen,‘ sind schon eine journalistisches Armutszeugnis.“ – Oder auch eine schlichte Notwendigkeit, weil das Gespräch bereits acht statt der geplanten fünf Minuten gedauert hat und Herr Ashbel auf die ausdrückliche Bitte nach einer kurzen Antwort zu einem General-Statement über die Hamas (und ihre Verbindungen zum Iran etc.) ausholte.

Also, gibt es ein „objektives“ Interview? Ja, prinzipiell schon: ein Gast wird kritisch befragt, legt seine Position dar, wird mit Einwänden konfrontiert, argumentiert und antwortet auf Kritik. Das kann kontroversiell sein, hart und vielleicht sogar stellenweise polemisch. Im Idealfall haben die Zuseher anschließend das Gefühl, dass sie über über die wichtigsten Argumente zu einem Thema – pro UND contra – etwas gelernt haben. Aber ob ein Interview gelungen ist, können letztlich immer nur die Seher beurteilen.

Von Samuel Beckett gibt es ein sehr hübsches Zitat: „Try. Fail. Try again. Fail again. Fail better.“ Am Mittwoch werde ich es wieder versuchen. Inzwischen einen schönen Feiertag!

Quelle: http://zib.orf.at/zib2/wolf/stories/333230/

„Occupation 101“ Über Kolonisation und Besatzung auf der ganzen Welt, mit Schwerpunkt auf Palästina (11 Teile, englisch)

Staatsgewalt in Israel

Dr. Aboul Aish ist ein Arzt der in Tel Hashomer lebt. Sein Haus wurde von israelischen Panzergranaten getroffen, und seine Familie wurde getötet. Er wird in einer israelischen Nachrichtensendung live eingebunden, und das herzzerreißende Telefonat beginnt…Die Pressekonferenz auf englisch: Man achte beim Schluss des Videos, auf die typisch egoistisch und ignoranten Kommentare der Zionisten. Letztere haben nämlich nichts besseres zu tun als einem Vater der seine Familie soeben bei einem Granateneinschlag verloren hat, mit lächerlichen und weit hergeholten haltlosen Behauptungen noch weiter das Herz aufzureißen…

http://www.drk.de/mp3/k-wirsching_inforadio.mp3

Ein Film aus dem Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt wo das Rote Kreuz die Verwundeten versorgt

„Wir behandeln sie wie Tiere“ – Ex-Flugkapitän der israelischen Luftwaffe klagt das Regime an

TV Tipp: ARD Sendung, „hart aber fair“ Heute abend, 20.01.09, um 21:45 Uhr, Thema: Blutige Trümmer in Gaza – wie weit geht unsere Solidarität mit Israel?

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2009/20090121.php5?akt=1]

Ein Reporter wird trotz blauem Helm von den Israelis unter Beschuss genommen, bis er vor laufender Kamera zusammenbricht.

Gaza-Krieg – Ein schöner Ausflug für die ganze Familie!

Und das ist der Spaß, den die andere Seite hat…

Prof. Udo Steinbach – Uni Marburg – Nahost Experte

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