Die jüdische Republik Israel

von Gideon Levy

10.10.2010 — Ha’aretz

— abgelegt unter:

Behaltet diesen Tag im Gedächtnis! Es ist der Tag, an dem Israel seinen Charakter veränderte. Als Folge davon, kann es auch seinen Namen verändern und zwar in Jüdische Republik von Israel wie die islamischen Republik des Iran. Angenommen, das Gesetz zum Treueschwur, das Ministerpräsident Benyamin Netanyahu zu verabschieden versucht, befasse sich nur mit neuen Bürgern, die nicht-jüdisch sind, geht uns alle an.

Ab jetzt werden wir in einem neuen, offiziell genehmigten, ethnokratischen, Theokratischen, nationalistischen, rassistischen Land leben. Jeder, der denkt, das ginge ihn nichts an, irrt sich. Da gibt es eine schweigende Mehrheit, die das mit Besorgnis erregender Gleichgültigkeit annimmt, als ob sie sagen will: „Es ist mir egal, in welcher Art Land ich lebe“.

Auch jeder, der denkt, die Welt wird Israel auch nach diesem Gesetz weiter als eine Demokratie ansehen, der versteht nicht, was es damit auf sich hat.. Es ist ein weiterer Schritt, der ernsthaft Israels Image schädigt.

Ministerpräsident Netanyahu wird heute beweisen, dass er tatsächlich Yisrael Beiteinu-Führer Avigdor Lieberman ist, und Justizminister Yaakov Neemn wird beweisen, dass er wirklich ein loyales Mitglied von Yisrael Beitenu ist. Die Labor-Partei wird beweisen, dass sie nur ein Fußabtreter ist. Und das Israel von heute wird beweisen, dass es sich um gar nichts kümmert. Heute die Gesetzesvorlage über einen Treueschwur; bald ein Gesetz über einen Treueschwur. Der Damm wird heute überfließen und alle Reste einer Demokratie drohen zu ertrinken. Übrig bleibt ein jüdischer Staat mit einem Charakter, den keiner mehr versteht – aber er wird gewiss keine Demokratie mehr sein. Diejenigen, die den Treueschwur verlangen, sind diejenigen, die dem Staat die Treue nehmen.

Bei seiner nächsten Sitzung werden in der Knesset nahezu über 20 andere antidemokratische Gesetzesvorlagen debattiert werden. Über das Wochenende veröffentlichte die Association for Civil Rights in Israel eine schwarze Liste der Gesetzgebung: ein Loyalitätsgesetz für Knessetmitglieder, eines für Filmproduzenten, eines für Gemeinnützige, eines, das die palästinensische Katastrophe, die Nakba, jenseits des Gesetzes stellt, ein Verbot für Aufrufe zum Boykott und eine Gesetzesvorlage für den Entzug der Bürgerschaft. Es ist ein gefährlicher McCarthyischer Tanz auf Seiten ignoranter Gesetzgeber, die nicht begriffen haben, was Demokratie eigentlich ist. Es ist gefährlich, selbst wenn nur ein Teil der Gesetzesvorlagen Gesetze werden, weil unser Schicksal und Wesen sich verändern wird.

Es ist nicht schwer, das Netanyahu-Lieberman-Duo zu verstehen. Als eingeschworene Nationalisten kann man von ihnen nicht erwarten, dass sie verstehen, dass Demokratie nicht die Herrschaft der Mehrheit bedeutet, sondern dass vor allem die Minderheiten Rechte haben. Viel schwerer zu begreifen, ist die Selbstzufriedenheit der Massen. Die Plätze der Stadt sollten heute voller Bürger sein, die nicht in einem Land leben wollen, in dem die Minderheit von drakonischen Gesetzen unterdrückt wird wie z.B. demjenigen, das sie zwingt, einen falschen Eid gegenüber einem jüdischen Staat zu schwören – seltsamerweise, scheint sich fast niemand betroffen zu fühlen.

Seit Jahrzehnten haben wir uns vergeblich mit der Frage auseinander gesetzt, wer ist Jude.

Nun lässt uns die Frage nicht los, was jüdisch ist. Was ist der „Staat der jüdischen Nation“? Gehört er mehr den Juden in der Diaspora als den arabischen Bürgern? Werden sie sein Schicksal bestimmen, und wird dies eine Demokratie genannt werden? Wird die ultra-orthodoxe Neturei Karta-Sekte, die gegen die Existenz des Staates ist, mit Hundert Tausenden von Juden, die vermeiden hierher zu kommen, wer weiß was, mit ihm machen. Was heißt jüdisch? Jüdische Feiertage? Koschere Diät-Gesetze? Der zunehmende Einfluss des religiösen Establishments, als ob es davon nicht schon genug gibt, um jetzt die Demokratie zu verdrehen. Einen Eid auf den jüdischen Staat zu schwören, wird über sein Schicksal entscheiden. Wahrscheinlich wird er das Land in eine Theokratie wie Saudi Arabien verwandeln.

Im Augenblick ist es eine Sache eines leeren lächerlichen Slogan. Es gibt keine drei Juden, die darin übereinstimmen, wie ein jüdischer Staat aussieht, aber die Geschichte hat uns gelehrt, dass auch nichtssagende Slogans den Weg zur Hölle pflastern können. Inzwischen wird die neue vorgeschlagene Gesetzgebung nur die Entfremdung der israelischen Araber wachsen lassen und letztlich auch die eines größeren Teils der Öffentlichkeit.

Das geschieht, wenn das Feuer noch unter dem Teppich schwelt, das Feuer des fehlenden Glaubens an die Gerechtigkeit unseres Weges. Nur solch ein Mangel an Glauben kann solch eine verdrehte Gesetzgebung produzieren wie diese, die heute anerkannt werden wird …Kanada lässt seine Bürger keinen Eid auf den kanadischen Staat schwören; auch andere Länder fordern keinen solchen Akt. Nur Israel. Und dies wird getan, um die arabische Minderheit noch mehr zu provozieren und ihre Loyalität noch geringer wird und um sie eines Tages los zu werden. Oder es ist dafür bestimmt, um die Aussichten für ein Friedensabkommen mit den Palästinensern zu sprengen. So oder so: in Basel wurde beim 1. Zionistischen Kongress 1897 der jüdische Staat gegründet als Theodor Herzl sagte: heute wird die rückständige (?) jüdische Republik Israel gegründet werden.

Übersetzt von: Ellen Rohlfs

This is Keith Dayton’s Fatah’s fiefdom

By Khalid Amayreh

 

 

The United States and to a lesser extent Europe never stop praising the Ramallah-based Palestinian Authority (PA) regime. Indeed, upon hearing the never-ending commendations of the Ramallah Junta, one would think that „the police-state without a state“ is a paragon of good governance, democracy and all that is good.

One would also think that there is an active and exemplary justice system that respects human rights and civil liberties, a system that doesn’t discriminate against citizens on the basis of creed, sex and political orientation.

However, the shocking truth is that the Ramallah regime is none of that. It is rather a police state apparatus whose main function is mainly confined to   persecuting and tormenting Palestinian citizens deemed „non-conformist.“ And as we all understand, this repression is done on Israel’s behalf and in order to obtain a certificate of good conduct from the evil occupiers.

A few days ago, I received a message from Palestinian lawmaker Nasser Abdul Jawwad from the Salfit region, describing how the PA security agencies have been tormenting and punishing people for their ideological views.

In the message, Abdul Jawad, an honest man of unquestionable credentials, pointed out that a poor woman whose husband had been fired from the local Police apparatus because he looked too religious (for frequenting the mosques for prayer) applied for the petty job of selling falafel at the local girls‘ school. The school’s principal agreed, but demanded that the woman receive a „security clearance“ from three agencies: The police, the Preventive Security, and the Mukhabarat or General Intelligence. The unsuspecting woman applied for a „certificate of good conduct“ thinking that the matter was only routine and procedural in nature and that she had nothing to worry about anyway, given her clean record.

A few days later, however, she was summoned for an „interview‘ at the Mukhabarat’s regional headquarters in Salfit. There, she was told that she couldn’t obtain a certificate of good conduct since she had voted for an Islamic-oriented candidate in the 2006 elections. She argued that selling Falafel had nothing to do with her political preferences and that she had an absolute right to obtain a certificate of good conduct in order to find a job and be able to support her family. So after selling Falafel for a trial period for 21 days at the local school, she had to leave her short-lasting job which she did on 28 September.

It was not clear if the Mukhabarat apparatus asked the woman to „work“ with them as an informer. The various security agencies have consistently taken advantage of the Palestinian people’s severe economic condition to recruit thousands of people all over the West Bank to work as „mandoobeen“ or agents to inform on people who might criticize the PA or show signs of opposition to the Ramallah junta.

Hence, every conceivable institution in the West Bank, including schools, colleges, and hospitals, has been thoroughly implanted with informers. Just imagine a situation where a school teacher is made to spy on his colleagues, or an office clerk is made to inform on his or her fellow clerk. Imagine college professors and lecturers always worried that one of their students or even colleagues might inform on them to the security agencies in case they said something that might be interpreted „differently“ during their lectures.

Well, this is how the Keith Dayton’s republic is trying to foster freedom of thought and expression in occupied Palestine. This must be a promising preview of the Palestinian state that Abbas and cohorts are trying to create. !!!! May God help the Palestinians.

Going back to that poor woman, Abdul Jawwad reminded us that her husband, a policeman for ten years, was unceremoniously fired from his job and jailed for four months, during which he reportedly was subjected to cruel torture, for no reason other than being a religious man.

Like his wife, the former policeman reportedly was accused of having voted for  a candidate affiliated with the „wrong“ political party in 2006. Eventually, he was fired from his job because, according to the police, „he didn’t enjoy good reputation.“ To add insult to injury, the now unemployed and impoverished former policeman is yet to receive his benefits from the police where he worked for ten years.

Now, one is prompted to ask what kind of a state or quasi-state or political entity would treat its citizens this way? Are Palestinian citizens supposed to work as collaborators and informers for Israel in order to please the Dayton republic? Must they work in Jewish settlements in order to be good citizens? Surely, the answer is the responsibility of Mahmoud Abbas and Salam Fayyadh.

Needless to say, this poor and modest family is only a random epitome caricaturing the general situation facing thousands if not tens of thousands of Palestinian families. Moreover, one exaggerates very little by suggesting that this case represents more or less the modus operandi at most if not all the private and public institutions operating under the Dayton regime in Ramalalh.

More to the point, if selling falafel sandwiches at a girls‘ school in the heart of the Palestinian countryside requires all these KGB-style calculations, including summoning dignified housewives to the offices of the security agencies, just imagine how the „procedure“ of appointing high-ranking civil servants would look like.

In short, the problem under this hateful regime goes far beyond the dismissal of thousands of civil servants, including teachers, doctors, and engineers from their jobs because of their political views or association with the „wrong people“, but also include the sullen hostility shown toward hundreds of thousands of Palestinians who are suspected of supporting Hamas and other Islamic organizations.

This is a message of paramount significance to the Hamas and Fatah officials who are going to meet in Damascus in a few days to iron out a possible national reconciliation agreement.

A successful national reconciliation can’t be achieved without putting all these despicable acts, done by an entity that has shown no respect for its own citizens, in the dustbin of history.  Otherwise, the goal of true national reconciliation would remain as elusive and as distant as ever.

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7JCNU9NN6NGXz0FMJbpQbxoLOapWkTHW%2bCggqGliELDSq4%2fVq%2bnq05i3xqygygZNgTfdpFCwMD2S4gDhwRfXnpdx%2f0ZgqIPsO7%2fYPE507C%2bA%3d

Abbas bereit Forderungen der Palästinenser aufzugeben

RAMALLAH, (PIC)–

Mahmud Abbas, Führer der Fatah, erklärte in einem gestrigen Interview mit dem israelischen Kanal One TV letzte Nacht, dass er bereit ist, die palästinensischen Forderungen an Israel aufzugeben dazu gehört auch der größte Teil vom historischen Palästina. Dies wenn es zu einem erfolgreichen Austausch von Siedlungen kommen würde. Er erklärte, dass er Israel anerkennt und daher auch Israel sich nennen kann wie es möchte, egal ob jüdisch oder etwas anderes.

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s736NzQ1Yd7%2bzwq8DbBvv%2bhu%2fF3xEAePw9o4RW1wxGdcu14MCTgKrLbqSjeStV%2f5dHdC59jd06jKJ4GDHFfK9G4yPUMdd0RF%2f0iBjafSt%2bUzQ%3d

Israels Sicherheitskräfte trainieren für Transfer-Szenario

Liebermans und Netanjahus Visionen

von Jonathan Cook

15.10.2010 — ZCommunications

 

Nazareth. In der vergangenen Woche führte Israel ein geheimes Manöver durch, um zu testen, wie gut man gerüstet ist, um gegebenenfalls zivile Unruhen niederzuschlagen. Israelische Medien berichteten über folgendes (spekulative) Szenario: Es kommt zu einem Friedensabkommen mit der Palästinenserbehörde (PA). Darin ist ein gewaltsamer Transfer einer großen Zahl der arabischen Staatsbürger/innen Israels vorgesehen..

 

Das Manöver sollte die Fähigkeit der ziviler Verteidigungs-Einheiten, der Polizei, der Armee und der Gefängnisse testen, mit ausgedehnten Unruhen umzugehen – sollte die arabische Minderheit Israels eines Tages tatsächlich in oben beschriebener Weise auf ein entsprechendes Abkommen reagieren.

 

Mit dem Transfer-Szenario wurde ein Vorschlag des extrem rechtsgerichteten israelischen Außenministers Avigdor Lieberman aufgegriffen. Darin ist von einem „Bevölkerungsaustausch“ die Rede.

 

Lieberman schlägt den Tausch von Gebieten vor. Das würde bedeuten, dass 1,3 Millionen arabisch-israelische Staatsbürger/innen einem künftigen Staat Palästina zugeschlagen würden. Im Gegenzug würde Israel die meisten der jüdischen Westbank-Siedlungen annektieren. Der Plan wird von vielen Seiten kritisiert. Er verstoße gegen internationales Recht, heißt es.

 

Lieberman hatte seinen Plan im September vor der UNO-Generalversammlung umrissen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu behauptet, (Lieberman) habe sich nicht mit ihm abgesprochen. Dennoch rügte Netanjahu Lieberman nicht.

 

Das Manöver schürt die Angst der israelisch-arabischen Minderheit. Sie befürchtet, ihre Regierung könnte versuchen, Druck auf Mahmoud Abbas (Präsident der Palästinenserbehörde (PA)) auszuüben, damit dieser dem Tausch von Menschen und Land zustimmt – im Rahmen der von den USA unterstützten Friedensverhandlungen, die derzeit in einer Sackgasse stecken.

 

Dov Chenin, Abgeordneter der Knesset und Mitglied der ‚Kommunistischen Partei‘, die sowohl aus arabischen als auch jüdischen Mitgliedern besteht, forderte in seiner Rede vor der Knesset am Dienstag von der Regierung, sie solle detaillierte Informationen über das Manöver herausgeben. Von offizieller Seite kam jedoch keine Antwort.

 

Chenin sagt, die Übung sei ein Signal, dass Israel sich in eine „extrem gefährliche Richtung“ bewege.

 

„Noch vor wenigen Jahren hätten nur die rechtsextremen Parteien über einen Transfer der arabischen Staatsbürger (Israels) gesprochen, doch heute sehen wir, dass selbst die Sicherheitskräfte konkrete Pläne zur Durchführung eines solchen Szenarios vorbereiten“.

 

In dieser Woche forderte Netanjahu, die Palästinenser müssten Israel als ‚jüdischen Staat‘ anerkennen. Vorher sei kein Fortschritt möglich. Doch ein solcher Schritt würde von der arabischen Minderheit als Bedrohung ihres Status innerhalb Israels empfunden. Ein Sprecher des US-Außenministeriums bezeichnete die Anerkennung (Israels als ‚jüdischen Staat‘ durch die in Israel lebenden Palästinenser – Anmerkung d. Übersetzerin) als eine „Kernforderung“ und fügte hinzu, dass Washington diese unterstütze.

 

Haneen Zoubi, eine arabische Knesset-Abgeordnete, meint, Sinn der Übung sei, „eine sehr deutliche Botschaft“ an die arabische Minderheit und an das Verhandlungsteam von Mahmoud Abbas zu senden.

 

„Netanjahu lässt uns wissen, dass wir in seiner Vision eines künftigen Israel, als jüdischer Staat, nicht vorkommen und dass unser Protest – falls wir uns seinen Plänen widersetzen -,

mit Repression beantwortet werden wird“.

 

„Zudem“, so fügt sie hinzu, „will er den palästinensischen Verhandlungsführern zu verstehen geben, was für ihn der Mindeststandard für ein Abkommen ist. Gerechtigkeit für die Palästinenser – das interessiert ihn nicht, ebenso wenig wie die Schaffung eines lebensfähigen Palästinenserstaates“.

 

Details über die fünftägigen Manöver wurden am vergangenen Wochenende von Carmela Menashe im israelischen Radiosender ‚Voice of Israel‘ bekanntgegeben. Menashe gilt als eine der renommiertesten israelischen Militärkorrespondentinnen.

 

Die Übung sei von dem Szenario ausgegangen, so Menashe, dass es zu ausgedehnten Unruhen innerhalb der arabisch-israelischen Bevölkerung komme. Diese Bevölkerungsgruppe stellt ja ein Fünftel der israelischen Bevölkerung. Die Unruhen brechen aus, so das Szenario, als (israelische) Sicherheitskräfte Vorbereitungen für eine zwangsweise Grenzverschiebung treffen. Durch diese Verschiebung des Grenzverlaufs würden sich viele israelische Araber gezwungenermaßen in einem künftigen Palästinenserstaat wiederfinden, so der Report weiter.

 

Codename der Operation sei ‚verbiegen und verflechten‘ (‚Warp and Weft‘). Das Szenario sehe die Einrichtung eines großen Internierungszentrums in Galiläa – zwischen Nazareth und Tiberias – vor. Man wolle vorbereitet sein, falls es zu einer Verhaftungswelle arabischer Israelis in „nie dagewesenem“ Ausmaß komme.

 

Das Szenario ginge davon aus, dass es nach Unterzeichnung eines entsprechenden Friedensabkommens mit der PA sehr rasch zu einer Übernahme der Westbank durch die Hamas kommen werde. Laut Szenario müssten die Sicherheitskräfte damit rechnen, dass Hunderte von Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert würden, mit Gefängnisaufständen und -ausbrüchen sowie mit Terroranschlägen.

 

Als der Abgeordnete Chenin seine Besorgnis äußerte, feuerte Lieberman gerade eine neue Salve von Angriffen gegen die arabisch-jüdischen Staatsbürger/innen Israels ab – nachdem er zuvor immer wieder deren Loyalität gegenüber dem Staate Israel angezweifelt hatte. Anlässlich des Besuchs des finnischen Außenministers bei Lieberman, am vergangenen Dienstag, erhob Lieberman die Beschuldigung, eine Gruppe arabischer Bürger Israels plane dim Geheimen die Abspaltung von Israel. Dies geschehe auf Befehl von Palästinensern in den besetzten Gebieten.

 

„Die Palästinenser werden, mit Hilfe verschiedener Gruppen innerhalb der israelisch-arabischen (Gemeinde), die Legitimität Israels, als ‚jüdischen Staat‘, anzweifeln und darauf hinarbeiten, verschiedene autonome Gebiete innerhalb dieses Staates zu schaffen“, so Lieberman.

 

Aluf  Benn, ein erfahrener Kolumnist der israelischen Tageszeitung Haaretz, schrieb gestern, Netanjahu „verstecke sich hinter“ Lieberman. Der „wahre Anstifter“ heiße Netanjahu. Damit spielt Benn auf die Welle antiarabischer Gesetze und antiarabischer Politik an, die von der israelischen Regierung unterstützt wird.

 

Am vergangenen Sonntag stimmte das Kabinett einem neuen Gesetz zu, das von jedem Nichtjuden / jeder Nichtjüdin, der/die Israeli(in) werden will, einen Loyalitätsschwur verlangt.

 

In der israelischen Tageszeitung ‚Ahronoth‘ beschuldigte das arabische Knesset-Mitglied Ahmed Tibi Premier Netanjahu, dieser stecke hinter „einem Plan, der eine allmähliche ethnische Vertreibung vorsieht – (man will) so viele Araber wie möglich wegschaffen und dabei gleichzeitig einen homogenen, jüdischen Staat schaffen“.

 

Meinungsumfragen in der israelisch-arabischen Bevölkerung belegen immer wieder, wie sehr diese Minderheit gegen alle Pläne ist, ihnen die Staatsbürgerschaft zu entziehen oder sie zu zwingen, in einen (künftigen) Palästinenserstaat zu übersiedeln.

 

Die ‚Association for Civil Rights in Israel‘ ist die größte Menschenrechtsorganisation im Land. Diese Woche schrieb sie an Netanjahu. In ihrem Schreiben bezeichnet sie die Berichte in den Medien als „alarmierend“ und fordert eine Bestätigung, dass es keine Pläne für einen „Bevölkerungstransfer“ gibt.

 

Es werde der Eindruck erweckt, so die Menschenrechtsgruppe, dass „ein völlig illegitimer Akt  – nämlich die gewaltsame Entziehung der Staatsbürgerschaft, der einen Teil der arabischen Bürger/innen Israels betreffen würde -, von der (israelischen) Regierung als vernünftig und sogar wahrscheinlich angesehen wird“.

 

Einige Beobachter spekulieren über die Rolle des Ministers für Öffentliche Sicherheit, Yitzhak Aharonovitch, der Liebermans Partei ‚Yisraeli Beieinu‘ angehört. Sie halten ihn für die treibende Kraft hinter dem Manöver.

 

Wie auch immer. Nach Meinung von Chenin ist ein Manöver dieser Größenordnung, in das so viele Sparten der Sicherheitskräfte einbezogen waren, nicht ohne Beteiligung weiterer Kabinettsminister denkbar – einschließlich Verteidigungsminister Ehud Barak.

 

Barak ist der Vorsitzende der israelischen Arbeitspartei. Er präsentierte sich in Washington als moderate Kraft – gegenüber den Rechten in der israelischen Regierung.

 

 

Eine Version dieses Artikels wurde im Original in ‚The National‘ (www.thenational.ae ), in Abu Dhabi, veröffentlicht.

 

 

Übersetzt von: Andrea Noll

Beirawi: Lifeline 5 to set sail Saturday

LATAKIA, (PIC)– The Lifeline 5 aid convoy to the Gaza Strip is set to sail for Egyptian port of Al-Arish on Saturday evening en route to Gaza, its media spokesman Zaher Al-Beirawi said on Thursday. He told the PIC that the delay from the previously announced date of sail on Friday morning was due to contacts to find two ships to carry the passengers and the aid. He did not rule out chartering a plane to help in ferrying the accompanying activists and maybe the relief material. Beirawi said that the Egyptian authorities only mentioned the name of former British MP George Galloway as the one banned from entering Egypt, adding, „We have not received any official word on any new banned names“. He renewed call on Cairo to allow Galloway to accompany the convoy, warning that the step would raise tension in relations between the Egyptian authorities and human rights groups. Earlier reports indicated that Cairo had reservations over the entry of other names.

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7UJB2QaQjQJPpHbkc%2fnRQERfywclSaSYtgGn4C6z8%2br36RIDtatjvH9RvP0eZaPny0jcvimcebuYlhvcQQUovj8oUNSjmVYIGdX439QvhJ%2b4%3d

Getarnt als Umweltschützer: Öffentliche Unterstützung für europäische Organisationen, die Geld für Israels aggressive Politik sammeln

Von David Cronin, Brüssel (IPS)
Private Organisationen, die Geld für die israelische Armee und den illegalen jüdischen Siedlungsbau im Westjordanland sammeln, genießen in Europa weitreichende Steuervorteile. Das stellte IPS bei Untersuchungen in den Niederlanden und in Großbritannien fest. Ein Beispiel ist die Sar-El-Stiftung, die von Amsterdam aus das israelische Militär unterstützt. Freiwillige Helfer besuchen regelmäßig Israel, wo sie dreiwöchige Ausbildungsphasen bei den Streitkräften absolvieren. Er ermutige Freiwillige dazu, in israelischen Krankenhäusern zu arbeiten, sagte der Stiftungsvorsitzende Max Arpels Lezer. »Wenn dies nicht möglich ist, können sie auch zivile Tätigkeiten auf Militärbasen verrichten.« Die Mitarbeiter seien zwar keine Soldaten, leisteten jedoch »Hilfe im Kampf gegen die Palästinenser«, so Arpels Lezer. Seine Gründe für die Unterstützung der israelischen Armee wollte er allerdings nicht nennen. »Wir reden hier nicht über Politik«, erklärte er. »Unsere Organisation ist unpolitisch.«

Nach niederländischem Recht müssen Stiftungen wie Sar-El keine Steuern abführen. Spender haben die Möglichkeit, den Betrag von der Einkommensteuer abzusetzen. Eine ähnliche Gruppe namens »Collectieve Israel Actie« (Sammelaktion Israel) bringt nach Informationen auf ihrer Website jedes Jahr rund acht Millionen Euro zusammen.

Unter anderem fördert die Organisation die Ausbildung israelischer Soldaten und die Anwendung von HighTech-Kriegsgerät. Unter den Beratern von »Collectieve Israel Actie« ist Doron Livnat, der Chef einer Firma, die Kräne für den Bau des israelischen Sperrwalls im Westjordanland lieferte. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte die Mauer 2004 für illegal erklärt.

Die Nachamoe-Stiftung wiederum sammelt nach eigenen Angaben Geld für jüdische Familien in Israel. Sie räumt ein, daß einige Hilfsempfänger in Siedlungen zwischen Jerusalem und Bethlehem leben. Diese Siedlungen verstoßen jedoch gegen das Völkerrecht. Laut der 1949 verabschiedeten vierten Genfer Konvention ist es Besatzungsmächten untersagt, die Zivilbevölkerung ihres Landes auf dem besetzten Territorium anzusiedeln.

Mehrere Hilfsorganisationen in den Niederlanden deklarieren ihre Unterstützung für die israelische Armee als »humanitäre Hilfe«. »Visie voor Israël« (Vision für Israel) informiert potentielle Spender darüber, daß ihr Geld unter anderem dazu verwendet werde, den Truppen Rucksäcke bereitzustellen. Seit der Offensive im Gazastreifen seien deutlich mehr Geschenke gemacht worden als vorher, heiß es in einem Newsletter.

Die zionistische Organisation »Shuva«, die ebenfalls in den Niederlanden tätig ist, sieht die Gründung des Staates Israels und die Besetzung von Westjordanland und Gazastreifen als Erfüllung einer biblischen Prophezeiung. Die Gruppe finanzierte unter anderem eine Schule in Nofei Nechemia, einer Verlängerung der Siedlung Ariel im Westjordanland. Nach eigenen Angaben hilft »Shuva« jedes Jahr Hunderten Siedlern, sich in vier Gemeinden in der Region niederzulassen.

Ein Sprecher der niederländischen Steuerbehörde erklärte gegenüber IPS, er gebe in dem Land keine Steuerregelungen, die sich auf mögliche Verstöße gegen internationales Recht bezögen. Ob Non-Profit-Organisationen von der Steuer befreit würden, werde von ihren Zielen abhängig gemacht.

Gegner des »Jewish National Fund« (JNF) in Großbritannien wollten in diesem Jahr mit einer Kampagne erreichen, daß der Organisation ihre Gemeinnützigkeit aberkannt werde. Nach außen hin stellt sich JNF als Umweltvereinigung dar, die Bäume in Israel pflanzen läßt. In Wirklichkeit unterstützt die Organisation seit Jahrzehnten aktiv Gewaltaktionen gegen Palästinenser. Eines der führenden Mitglieder von JNF, Yosef Weitz, hatte 1940 – acht Jahre vor der Gründung Israels – erklärt, daß alle Palästinenser aus Palästina vertrieben werden sollten. In jüngerer Zeit hat sich JNF darauf konzentriert, die Ansiedlung von Juden in der Negev-Wüste voranzutreiben. Zahlreiche einheimische Beduinen mußten das Gebiet verlassen.

Rassistischer Gesetzentwurf-Israels Bürger sollen künftig einen Loyalitätseid auf den »jüdischen Staat« leisten

Israels Bürger sollen künftig einen Loyalitätseid auf den »jüdischen Staat« leisten

Von Karin Leukefeld
Ein Gesetzentwurf des israelischen Justizministers Yaakov Ne’eman über die Änderung des Gesetzes zur Staatsangehörigkeit, wurde am Sonntag vom israelischen Kabinett gebilligt. Demnach sollen Menschen nichtjüdischer Herkunft künftig einen »Loyalitätseid« auf »Israel als jüdischen und demokratischen Staat« ablegen, wenn sie die israelische Staatsangehörigkeit beantragen. Auch Juden sollen einen solchen Eid leisten. Bisher mußten neue Staatsangehörige lediglich erklären, den Staat Israel und seine Gesetze zu achten. Ne’eman gehört der reaktionären Partei »Unser Haus Israel« von Außenminister Avigdor Liebermann an.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte schon frühzeitig seine Zustimmung zu dem Gesetzentwurf signalisiert. Der Zionismus habe (mit Israel) »einen vorbildlichen Nationalstaat« geschaffen, der »die nationalen Bedürfnisse und die individuellen Rechte jedes Bürgers« gut ausbalanciere, erklärte Netanjahu bei der Kabinettssitzung. Netanjahu will die Anerkennung von Israel als »jüdischem Staat«, um seine Forderung nach Jerusalem als »jüdischer Hauptstadt« international durchzusetzen und das Recht der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr in ihre Heimat auszuhebeln.

Lediglich die Minister der Arbeitspartei äußerten Kritik an dem Gesetzentwurf. Sozialminister Isaac Herzog sprach (im Interview mit dem Armeerundfunk) von einem »Hauch von Faschismus«, der sich »an den Rändern der israelischen Gesellschaft« entwickle. Es gebe einen »Tsunami von Maßnahmen«, so Herzog, die die Rechte in Israel einschränkten, »der demokratische Charakter des Staates Israel ist bedroht«. »Von jetzt an werden wir in einem neuen Land leben«, kommentierte Gideon Levy in der israelischen Tageszeitung Haaretz das neue Gesetz, von dem allgemein angenommen wird, daß die Regierung es unterschreibt. »Wir werden offiziell bestätigt in einem völkischen, theokratischen, nationalistischen und rassistischen Land leben«. Zu den wenigen israelischen Kritikern gehörte die Gesellschaft für Bürgerrechte (ACRI). In einem offenen Brief sagte Rechtsanwalt Oded Feller (ACRI), das neue Gesetz mißachte das Recht auf freie Meinungsäußerung. »Ein Staat, der eine Ideologie kontrolliert, eine Loyalitätserklärung fordert, der den Glauben, die Ansichten und Meinungen seiner Bürger überwacht, ist keine Demokratie«, sagte Feller. In der Knesset stehen im Herbst eine Fülle ähnlicher Gesetzesvorschläge zur Debatte. Weitere Loyalitätsgesetze sollen Filmproduktionen und die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen maßregeln.

Über die Nakba zu sprechen, die Katastrophe der palästinensischen Vertreibung (1948), soll zukünftig illegal sein, ebenso Aufrufe, Israel zu boykottieren. Wer solcher »Verstöße« für »schuldig« befunden wird, dem soll leichter die Staatsangehörigkeit aberkannt werden. Unter Anspielung auf die antikommunistische Hetzjagd in der McCarthy-Ära in den USA der 1950er Jahre sprach Gideon Levy von einem »gefährlichen McCarthy-Tanz ignoranter Abgeordneter, die von Demokratie nichts verstanden haben«.

Der arabische Knesset-Abgeordnete Ahmad Tibi sagte dem arabischen Nachrichtensender Al Dschasira (Englisch), das neue Gesetz richte sich gegen die Palästinenser in Israel. »Palästinenser sollen erklären, daß dieses Land den Juden gehört und die Palästinenser nur Gäste sind«, meinte Tibi. Als »vollkommen rassistisch« bezeichnete auch der Knessetabgeordnete Mohammed Barak das neue Gesetz.

Avigdor Lieberman spricht für ganz Israel

Avigdor Lieberman spricht für ganz Israel

Was Lieberman mit Netanjahu und vielen anderen in Israel verbindet

von Jonathan Cook

07.10.2010 — ZNet

Der israelische Premierminister hatte vor den aktuellen Friedensgesprächen darauf beharrt, die Palästinenser dürften keine Vorbedingungen stellen. Dagegen sollen die eigenen Vorbedingungen im Zentrum der Verhandlungen stehen. Netanjahu sagt, solange die Palästinenser und deren Führer Mahmoud Abbas Israel nicht als Staat der Juden anerkennen, seien Gespräche sinnlos. „Ich akzeptiere das Recht der Palästinenser, sich selbst zu definieren, also müssen sie dem jüdischen Volk das Gleiche zugestehen“, so Netanjahu vor kurzem gegenüber führenden amerikanisch-jüdischen Persönlichkeiten. Netanjahu gehört der rechtsgerichteten Likud-Partei an. Doch er ist keineswegs der einzige israelische Politiker, der solche Forderungen an die Palästinenser richtet. Auch seine Vorgängerin im Amt und heutige Oppositionsführerin der Mitte, Tzipi Livni, verlangt es (die Anerkennung Israels als ‚jüdischer Staat‘ durch die Palästinenser – Anmerkung d. Übersetzerin), und auch der Chef der angeblich ‚linken‘ Arbeitspartei, Verteidigungsminister Ehud Barak, unterstützt diese Haltung. Der Konsens in dieser Frage verstellt den Blick darauf, dass israelische Politiker/innen sich darum drücken, genau zu definieren, was sie von den Palästinensern eigentlich erwarten und warum ihnen die ‚Anerkennung‘ angeblich so wichtig ist. Sicherlich geht es Netanjahu nicht um die schlichte Akzeptanz der Tatsache, dass Israel existiert. Diese Tatsache steht außer Zweifel. Hinzu kommt, dass der Staat Israel von der Palästinenserführung bereits seit Ende der 80ger Jahre anerkannt wird. Es geht um die Anerkennung des ‚jüdischen Charakters‘ und nicht um die Anerkennung der Existenz Israels. Die Debatte dreht sich vor allem um Folgendes: Israel will das Rückkehrrecht von Millionen palästinensischer Flüchtlinge – in dem Israel ein Bedrohung sieht -, im Keim ersticken. Dieser Gesichtspunkt spielt zweifellos eine wichtige Rolle, reicht aber als Erklärung nicht aus. Allen ist klar, dass das Thema ‚Flüchtlinge‘ eines der Hauptthemen ist, das es in den Verhandlungen zu klären gilt. Nehmen wir den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass alle anderen Hindernisse, die einem Palästinenserstaat im Wege stehen, aus dem Weg geräumt würden. In diesem Fall könnte davon ausgegangen werden, dass die internationale Gemeinschaft darauf hinarbeiten würde, das Riesenproblem (Flüchtlinge) auf ein kleines Problem zu reduzieren. Nein, die Forderung nach ‚Anerkennung‘ richtet sich vornehmlich an eine andere Adresse, nämlich an ein Fünftel der israelischen Gesellschaft – an die israelischen Palästinenser. Sie waren/sind die Letzten ihres Volkes, die während der Nakba (1948), der Zeit der großen Enteignung, auf ihrem Land geblieben sind. Im Laufe der Jahre wurden sie israelische Staatsbürger. Dieser Teil der israelischen Gesellschaft wird in den Verhandlungen, die ihr Staat gerade führt, lediglich formal repräsentiert. Stattdessen ist es Netanjahus Hoffnung, Abbas dazu zu bewegen – mit dem Versprechen eines Staates -, die Interessen der palästinensischen Bürger/innen Israelis zu opfern. Die Führung der palästinensischen Minderheit in Israel, die Abbas im Vorfeld der Gespräche sehr unterstützt hatte, weiß genau, was Netanjahu mit seiner Forderung nach ‚Anerkennung‘ bezweckt. In den ersten Jahren der Friedensgespräche in Oslo (Friedensprozess), als es so aussah, als rücke die Bereitschaft, einem Palästinenserstaat zuzustimmen näher, polarisierte sich die Haltung der israelischen Palästinenser und der jüdischen Führung. Israelische Politiker/innen gingen davon aus, dass die palästinensischen Bürger/innen Israels sich entweder sofort loyal zu Israel bekennen würden – sich im Grunde in Zionisten verwandeln – oder andernfalls in den künftigen Palästinenserstaat „transferiert“ würden. Angesichts dieser Bedrohungslage engagierte sich die Führung der palästinensischen Israelis für den Aufbau einer Bürgerrechtsbewegung. Ihre Forderungen lauteten: Gleichheit sowie die Abschaffung des „jüdischen Privilegs“. Ihre Kampagne hatte den Slogan: ‚Ein Staat für alle seine Bürger‘. Damit war implizit die Umwandlung des ‚jüdischen Staates‘ Israel in eine liberale Demokratie gemeint. Im vergangenen Jahrzehnt – in den Jahren der Zweiten Intifada – verschlechterte sich das Verhältnis zwischen der jüdischen und der arabischen Bevölkerung Israels weiter. Die palästinensische Minderheit wurde routinemäßig als ‚Verräter‘ bezeichnet. Daher sollte man Netanjahus neueste Forderung auch als zynischen Schachzug bewerten, mit dem er seine eigene palästinensische Bevölkerung „umgehen“ will und Abbas davon überzeugen, dass es in seinem (Abbas) Interesse läge, die Rechte der palästinensischen Bürger/innen Israels bei den Verhandlungen unter den Tisch fallen zu lassen. Sollte Palästinenserpräsident Abbas Israel tatsächlich als ‚Staat der Juden‘ anerkennen, wäre dies das Ende der Kampagne der palästinensischen Bürger/innen Israels, mit der sie ihr Land reformieren wollen und in eine echte Demokratie verwandeln – denn in diesem Fall könnte Netanjahu, mit Rückendeckung der Palästinenser, die Reformer als ‚Fünfte Kolonne‘ bezeichnen und sie in die Westbank abschieben. (Die Westbank ist das Gebiet, das Netanjahu – sollte es ihm denn eines Tages belieben -, als Palästinenserstaat benennen wird.) Netanjahu wird von der Palästinenserführung wohl auch das Recht erhalten, so genannte „Loyalitätstests“ einzuführen. Gesetze dieser Art haben zum Teil bereits das israelische Parlament passiert. Die ersten Maßnahmen werden Loyalitätstests sein, denen die palästinensischen Bürger/innen einzeln unterworfen werden; zum anderen gilt es, die palästinensischen Parteien, die in der Knesset vertreten sind, zu vernichten (falls sie nicht bereit sind, Zionisten zu werden). Später ist wohl mit Wellen von Massenausweisungen zu rechnen. Kommt Ihnen das alles irgendwie bekannt vor? In der vergangenen Woche stellte der israelische Außenminister, Avigdor Lieberman, nahezu das gleiche Programm vor und zwar in seiner umstrittenen Rede vor der UNO-Generalversammlung. Avigdor Liebermans Plan sieht einen „Bevölkerungsaustausch“ vor, für den zunächst Veränderungen am Grenzverlauf nötig wären – um Hunderttausende Palästinenser in einen „Interimsstaat“ Palästina pferchen zu können. Gleichzeitig, so Lieberman sollen jüdische Westbank-Siedlungen – die teilweise tief in palästinensischem Gebiet liegen -, einem neuen, vergrößerten jüdischen Staat Israel angegliedert werden. Liebermans Plan hat nur einen Fehler. Viele Palästinenser – zum Beispiel diejenigen in Galiläa -, leben weit weg von der Westbank entfernt und könnten nicht einfach durch einen Gebietstausch auf die andere Seite ‚getauscht‘ werden. Liebermans Wahlslogan hieß: ‚Ohne Loyalität keine Staatsbürgerschaft‘. Dies macht deutlich, wie das Ende seines Planes aussieht. Darüber spricht er in israelischen Kreisen, jedoch nicht vor der internationalen Gemeinschaft. Führende amerikanisch-jüdische Führungspersönlichkeiten haben Lieberman kritisiert, weil er die UNO als Plattform zur Veröffentlichung seiner Vorschläge genutzt hat – zumal seine Vorschläge im Widerspruch zur offiziellen Politik seiner eigenen Regierung stehen. Netanjahu jedoch schwieg – was viele Beobachter verwundert hat. Über seine (Netanjahus) Offiziellen distanzierte er sich öffentlich von Liebermans Plan, privat jedoch äußerte er sich gegenüber israelischen Medien folgendermaßen: Er – der Premierminister – halte den Plan nicht für illegitim und werde Lieberman auch nicht „zurechtweisen“. Netanjahus Schweigen sollte uns nicht überraschen. Die Sprache seines Außenministers Lieberman mag plumper sein als die anderer israelischer Politiker/innen, doch Lieberman spricht nichtsdestotrotz auch in deren Namen.

Eine Version dieses Artikels erschien im Original in der Zeitung ‚The National‘ / Abu Dhabi (www.thenational.ae ).

Jonathan Cook Jonathan Cook ist der einzige westliche Journalist, der in Nazareth lebt, der Hauptstadt der palästinensischen Minderheit in Israel. Er war zuvor Mitarbeiter bei den Zeitungen The Guardian und Observer und hat über den israelisch-palästinensischen Konflikt auch für die Times, Le Monde diplomatique, die International Herald Tribune, Al-Ahram Weekly, Counterpunch und Aljazeera.net geschrieben.

Orginalartikel: Lieberman Speaks For All Of Israel

Übersetzt von: Andrea Noll

http://zmag.de/artikel/avigdor-lieberman-spricht-fuer-ganz-israel

UNO – Die Mavi Marmara Passagiere wurden hingerichtet

Der Bericht des Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHVHR) über den Angriff des Schiffskonvoi mit Hilfsgütern für Gaza durch israelische Soldaten, der vergangene Woche veröffentlicht wurde, kommt zum Ergebnis, sechs der neun Getöteten wurden aus nächster Nähe hingerichtet, obwohl sie keine Gefahr darstellten. Sie wurden mit mehreren Schüssen in den Oberkörper, Hals und in den Kopf getötet. Der 19-jährige US-Staatsbürger Furkan Doğan (Bild links) türkischer Herkunft, der mit seiner Videokamera den Überfall filmte, wurde sogar aus kürzester Distanz ins Gesicht geschossen, als er am Boden lag.

Hier Auszüge des Berichts die ich übersetzt habe:

Ab Seite 30, Bericht des Pathologen:

Furkan Doğan, ein Neunzehntjähriger mit doppelter türkischer und amerikanischer Staatsbürgerschaft, war in der Mitte des Oberdecks und filmte mit einer kleinen Videokamera, als er zum ersten Mal durch Kugeln getroffen wurde. Es sieht aus wie wenn er bei Bewusstsein oder halb Bewusstlos für einige Zeit an Deck lag. Insgesamt wurde Furkan durch fünf Schüsse getroffen, im Gesicht, Kopf, Rücken, Hals, linkem Bein und Fuss. Alle Eintrittswunden waren auf der Hinterseite seines Körpers, bis auf die Gesichtswunde, wo die Kugel rechts neben der Nase eindrang. Laut forensischer Analyse zeigen Tätowierungen rund um die Wunde im Gesicht, der Schuss wurde aus unmittelbarer Nähe abgefeuert. Weiter zeigt die Geschossbahn, von oben nach unten, zusammen mit lebensbedrohender Verletzung an der linken Schulter, was einem Schussaustritt entspricht, dass der Schuss abgefeuert wurde als er am Boden auf dem Rücken lag.

İbrahim Bilgen (60) wurde am Oberkörper getroffen, dann auf der rechten Seite des Rückens, rechten Oberschenkel, beide von hinten. Dann wurde er von einer „baton round“ am Kopf aus nächster Nähe getroffen und die ganze Ladung durchschlug den Schädel und blieb im Gehirn stecken, was bedeutet, er wurde am Boden liegend erschossen.

Fahri Yaldiz (42) wurde von fünf Kugeln getroffen, im Oberkörper, linkes Bein und drei im rechten Bein. Die tödliche Kugel drang neben der linken Brustwarze ein, traf das Herz und die Lunge und kam an der Schulter heraus. Er war sofort tot.

Ali Heyder Bengi (38) wurde von sechs Kugeln getroffen, eine im Oberkörper, im Bauch, im rechten Arm, im rechten Oberschenkel und zwei in die linke Hand. Seine Leber wurde verletzt und er verblutete. Laut Zeugen lag er verwundet an Deck und wurde in den Rücken geschossen.

Cevdet Kiliçlar (38) war Journalist und fotografierte die israelischen Soldaten als er durch einen Schuss genau zwischen den Augen getötet wurde.

Cengiz Akyüz (41) und Cengiz Songür (46) wurden durch mehrere Schüsse verwundet und als sie Schutz suchten wurde Akyüz in den Kopf geschossen. Bei Songür traf eine Kugel den Thorax, die dann ins Herz und in die Aorta drang. Beide waren sofort tot.

Çetin Topçuoğlu (54) half verwundeten Passagieren als er von drei Kugeln getroffen wurde. Eine drang in die Schädelbasis und kam vorne am Hals raus. Die zweite ging in den linken Oberschenkel und blieb im Becken stecken. Die dritte traf die rechte Bauchseite und kam am Rücken heraus. Die Schusswinkel deuten an, er lag kniend am Boden als ihn die Schüsse trafen.

Necdet Yildirim (31) wurde einmal in den Thorax von vorne und einmal von hinten erschossen.

Das sind die neun Ermordeten.

Uğur Suleyman Söylemez (46) liegt im Koma in der Intensivstation in einem Spital in Ankara mit einer schweren Schusswunde am Kopf.

Dazu wurden mehr 30 Passagiere verwundet, davon sind 20 in kritischen Zustand. Die 15 Ärzte, Schwestern und andere medizinisch ausgebildete Personen an Bord taten ihr Bestes, waren aber durch die Art der Wunden und Anzahl der Opfer überwältigt, denn die Betroffenen hätten eine sofortige Operation benötigt.

Ab Seite 38:

Die Kommission schreibt, die gut ausgebildeten israelischen Soldaten hätten in der Lage sein sollen, die kleine Gruppe an Passagieren, die nur mit Stöcken und Messern sich gegen den Überfall wehrten, unter Kontrolle zu halten, ohne jemanden zu töten oder zu verletzen.

Es ist offensichtlich, es gab keinen Versuch die Verletzungen zu minimieren. Und die Anwendung von Schusswaffen wurde in exzessiver und willkürlicher Weise vollzogen. Die Umstände der Tötung von mindestens sechs der Passagiere zeigen eine illegale, übertriebenen Weise, wie bei einer summarischen Hinrichtung.

Eine grosse Anzahl verletzter Passagiere wurde an Deck liegend misshandelt. Sie wurden für zwei bis drei Stunden nicht medizinisch versorgt, nach Beendigung der Operation. Die israelischen Soldaten haben keine klare Warnung vor Beginn der Schiesserei abgegeben, spätestens an Bord hätten sie es tun müssen.

Die Kommission kommt zu Ergebnis, die Gewalt welche die israelischen Soldaten an Bord der Mavi Marmara und aus den Helikoptern angewendet haben war unnötig, unverhältnismässig, überrissen und nicht der Situation angepasst und resultierte in die völlig vermeidbarer Tötung und Verletzung einer grossen Zahl an zivilen Passagieren.

An Hand der forensischen und ballistischen Beweise, können mindestens sechs der Tötungen als rechtlich unhaltbar, willkürlich und als summarische Exekutionen charakterisiert werden. Somit ist das Verhalten der israelischen Streitkräfte eine Verletzung des Rechts auf Leben und das Recht auf physische Unversehrtheit, so wie in Artikel 7 der internationalen Vereinbarung über zivile und politische Rechte festgeschrieben.

Ich empfehle jeden den ganzen Bericht zu lesen, er ist schockierend. Hier der Link zur PDF.

Da die Kommission die israelische Aufbringung des Schiffskonvoi als illegal betrachtet, war die Verhaftung der Passagiere an Bord auch illegal. Die Massenverhaftung von 700 Passagiere und Mannschaft an Bord der sechs Schiffe hat keine Rechtsgrundlage, war willkürlich und ist eine Verletzung des Artikel 9 der internationalen Vereinbarung über zivile und politische Rechte. Weiter wurde niemand an Bord informiert warum sie verhaftet wurden, was eine weitere Rechtsverletzung darstellt. Dann wurden die Passagiere stundenlang gequält, mussten mit Handschellen gefesselt und in kniender Position verharren, durften ihre Notdurft nicht verrichten. Es gibt keine Rechtfertigung für Folter und grausamer, menschenunwürdiger und erniedrigender Behandlung oder Bestrafung.

Dann wurden die Passagiere an Land gezwungen „Schuldgeständnisse“ zu unterschreiben, sie wären illegal nach Israel eingereist. Dies wurde aber von den meisten verweigert, denn die Passagiere sagten, sie wären ja unter Zwang nach Israel gebracht worden und nicht aus freien Willen. Sie bekamen kein rechtstaatliches Verfahren, mit Anhörung vor einem Richter und der Möglichkeit sich zu verteidigen. Während ihres Aufenthalt in Israel wurden sie Gewalt und Zwang ausgesetzt. Es wurden ihnen Ausweise, Geräte, Wertsachen und Bargeld gestohlen. 60 Journalisten haben deswegen vor der Europäischen Kommission um Intervention gebeten.

Und was haben sie verbrochen? Sie wollten drigend benötigte Hilfsgüter nach Gaza bringen, an 1,3 Millionen Menschen, die im grössten open-air Gefängnis der Welt sitzen. Wer das verhindert und verursacht ist der wirkliche Verbrecher. Wer das duldet, verharmlost oder schönredet ist ein menschenverachtendes Subjekt.

Die Kommission ist nicht alleine in ihrer Beurteilung, die Situation in Gaza ist erbärmlich. Sie ist unhaltbar. Sie ist nicht tolerierbar und nicht zu akzeptieren im 21. Jahrhundert. Es ist verwunderlich wie überhaupt jemand die Bedingungen unter denen die Menschen dort leben als akzeptabel bezeichnen kann und die grundlegendsten Bedürfnisse erfüllt. Die Parteien und die internationale Gemeinschaft sind aufgefordert eine Lösung zu finden, schreibt die Kommission.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: UNO – Die Mavi Marmara Passagiere wurden hingerichtet http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/09/uno-die-mavi-marmara-passagiere-wurden.html#ixzz11rtEVyJO

Lieberman präsentiert Plan zur Umsiedlung der Palästinenser

Mittwoch, 29. September 2010 , von Freeman um 00:05

Am Dienstag präsentierte der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman vor der UN-Vollversammlung in New York seinen Plan für einen Austausch der Bevölkerung und Territorium als Weg für einen Friedensvertrag zwischen Israel und den Palästinensern. Der Plan beinhaltet die Umsiedlung der arabischen Bevölkerung in Israel ins Westjordanland im Gegenzug für die Aufgabe der jüdischen Siedlungen dort, mit gleichzeitigem Austausch von Territorium.

Ein endgültiges Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern muss auf einem Programm des Austausch von Territorium und der Bevölkerung basieren,“ sagte er.

Als Beispiel zählte Lieberman Osttimor auf, sowie das ehemalige Jugoslawien und die Tschechoslowakei und er sagte, „dort wurden effektive Trennungen erreicht, Konflikte wurden entweder vermieden oder sind dramatisch reduziert oder gelöst worden.

Das heisst, die 1,3 Millionen Araber, die 20 Prozent der israelischen Bevölkerung ausmachen, also die Palästinenser die in Israel blieben nachdem die anderen durch die Gründung Israels 1948 aus dem Land gejagt wurden, sollen ins Westjordanland umgesiedelt werden und dafür gibt Israel die 400 illegalen Siedlungen im Westjordanland auf und 400’000 Israels kehren zurück nach Israel.

Mit Klick Bild vergrössern. Die schwarzen Dreiecke zeigen die illegalen Siedlungen auf palästinensichen Gebiet.

Damit schlägt der rechtsradikale Lieberman genau die gleiche rassistische Politik des Apartheid-Regimes vor, wo auch Schwarze in Südafrika in eigene Gebiete umgesiedelt wurden, getrennt von den Weissen.

Ein übler Trick den er da vorschlägt. Zuerst baut man illegale Siedlungen auf palästinensischen Territorium, stielt ihr Land und dann bietet man die Aufgabe dieser Siedlungen im Gegenzug für den Rausschmiss der Palästinenser aus ihrer angestammten Heimat an. Unglaublich.

Das Wort Apartheid kommt von „apart“ für getrennt, einzeln, besonders und ist das Synonym für „Rassentrennung“ und genau das will Lieberman, die Ausschaffung aller Palästinenser aus Israel.

Vor der UNO-Vollversammlung versuchte er dann die Tragweite seines Plans abzuschwächen in dem er sagte, “wir reden hier nicht von einem Bevölkerungstransfer, sondern von einer Grenzziehung, um die demografische Realität zu reflektieren.“ Aber genau auf eine Umsiedlung der Bevölkerung und Transfer aus ihren Wohngebieten läuft es hinaus, was sonst?

Dann sagte er, „genau diese Auffassung – dass eine Diskrepanz zwischen Grenzen und Nationalitäten ein Rezept für Konflikte ist – ist lange als Binsenwahrheit in der akademischen Welt akzeptiert worden.

Staaten und Nationen müssen in Balance sein, um den Frieden sicherzustellen. Das ist keine kontroverse politische Agenda. Es ist eine imperische Wahrheit.

Israel ist nicht nur wo wir sind,“ sagte Lieberman, „es ist wer wir sind.

Damit stellte er fest, Israel muss von allem „fremden“ bereinigt werden.

Er selber ist Bewohner einer illegalen Siedlung im Westjordanland und er sagte, er wäre bereit sein Haus für so eine „Friedenslösung“ aufzugeben.

Lieberman hat als Anführer der ultra-nationalistischen Yisrael Beiteinu Partei mehrmals schon die Ausschaffung aller Palästinenser aus Israel gefordert. Der Slogan der Partei lautet: „Keine Loyalität, keine Staatsbürgerschaft“ und damit wird der arabischen Bevölkerung in Israel die Aberkennung der Staatsbürgerschaft und Ausweisung angedroht.

Nach seiner Rede gab es Spekulationen, ob er den Plan als israelischer Aussenminister oder als Privatmann vorgetragen hat, denn bei vielen Delegierten war das Erstaunen über so einen Vorschlag schon gross. Um die Wogen zu glätten distanzierte sich die israelische Regierung sofort von der Rede. Der Inhalt sei nicht mit dem Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu abgesprochen worden, hiess es in einer Erklärung.

Was ist da los? Lieberman ist ein Teil der Regierung und man muss annehmen er spricht für sie vor der UNO oder kann da jeder kommen und seine Privatmeinung äussern? Und wenn es seine eigene Meinung ist, dann ist sie schlimm genug, denn seine Partei ist die drittstärkste Kraft in der Knesset.

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/09/lieberman-prasentiert-plan-zur.html#ixzz11rn3zwmT

Jewish settler runs over three Palestinian children in Jerusalem

OCCUPIED JERUSALEM, (PIC)–

 

Three Palestinian children were wounded Friday in the Silwan suburb of Jerusalem when a Jewish settler deliberately ran then over. Local sources in Jerusalem told PIC that the so called leader of settlers in the Silwan suburb ran the children over as they came out of the mosque after performing their Friday prayers, adding that three of them were suffered medium injuries as a result. The incident took place after news that an old Palestinian elderly lady from the same suburb succumbed to wounds she sustained two weeks ago during an extensive operation by the IOF in the suburb which lies to the south of the Aqsa Mosque. Member of the committee to defend the Silwan suburb, Fakhri Abu Diab told Safa news agency that the old lady who died Friday was Haneyeh Odeh, 70 and the mother in law of Samer Serhan who was killed by the IOF during their operation two weeks ago. He added that Odeh was hit by a stun grenade at the time and the IOF hampered ambulances from reaching the injured on that day. Odeh was taken at the time to Hadasa (Ain Karem) hospital where she stayed since then until she succumbed to her injury on Friday.

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7Er8YUssnPiyiOpayA7IgOSVF1RB756sb6BNBRR9UOhRwIEqLns5r41nAKRMMIpPUA4v9noiJyBLTc1Jq6Wz8wjFLy6UlvWIfDK2ltqNDuqA%3d