Finkelstein: Massenmedien und Besetzung von Palästina, Bild und Wirklichkeit

English/Deutsch , 11-teilig

Zionistin weint weil Finkelstein die Wahrheit über Israel sagt

Zionist Student Crying Because American Professor telling the Truth About Israel

IOF töten 4 Palästinenser in der Westbank innerhalb 24 Std.

Nablus.Westbank

Israelische Soldaten töteten am Wochenende innerhalb von 24 Stunden 4 Palästinenser, 2 davon am gestrigen Sonntag in Nablus.

Die israelischen Soldaten behaupteten, der 18-jährige Salah Quarik und dem  19-jährige Muhammad Quarik hätten sie Hawwara Straßensperre angreifen wollen. Jedoch sagen Zeugenaussagen, dass die beiden ihre Ausrüstungen dabei gehabt, um im Feld arbeiten zu gehen. Wie lokale Quellen berichten, wurden die beiden zunächst verletzten von einen Krankenwagen transportiert, jedoch wurde dieser an der Strassensperre gestoppt und die beiden Brüder wurden von den israelischen Soldaten getötet.

Hier sind einige Bilder:

http://www.palestine-info.co.uk/En/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s74IjbW7hwCRAaHSwKPne0pe%2b5xTtdSdc5DlcNK4JWei4fsp8sALm6oIqkBz3IR91c3NbM51kev7X%2f0LQJSPzXCgyfEf%2fsueucbEiTuZP2j5k%3d

Idf tötet in Gaza und kriegt Kekse und Support-Briefe zur Ehrung ihrer Morde

IDF  mit GrüßenLiebe Leser, vor ein paar Tagen hatten einige von uns die große Ehre, Tausende Ihrer Support-Nachrichten und eine Lkw-Ladung voller frischem Gebäck von Gili’s Goodies in eine IDF-Militärbasis bei Gaza zu überbringen. Die Soldaten auf der Basis waren gerade bei letzten Vorbereitungen für den Kampfeinsatz. Sie waren überrascht und sehr dankbar, als unser Lastwagen auftauchte und wir Stapel um Stapel Grüße übergaben.

Als wir den Truppen mitteilten, dass wir gekommen wären, um ihnen Grußbotschaften zu bringen, glaubten sie, es handle sich um Grüße von Israelis. Als wir sie informierten, dass 15.000 der Botschaften aus den USA, Europa und so weit entfernten Orten wie Peru, Mexiko, Finnland und Australien stammten, sperrten sie die Augen auf und waren sprachlos. Dann lächelten sie überrascht und fragte: “Wirklich?”

Colonel Bentzi Gruber, der Vize-Kommandeur der bewaffneten Division, welche die Botschaften erhielt, möchte allen, die Grüße und Gebäck geschickt haben, Folgendes mitteilen:

“Ich möchte allen danken, die etwas geschickt haben. Das Wichtigste dabei ist das Gefühl unserer Soldaten dabei, die von überall her aus dem Land kommen, Menschen zwischen 21 und 50 Jahren… Es ist jetzt Krieg und wir müssen es tun. Die Leute spüren die Unterstützung von überallher auf der Welt. Es rührt uns, dass 6.000 Meilen von hier entfernt Leute heute Nacht an uns denken und mit uns fühlen.”

http://pi-news.net/2009/01/idf-dankt-fuer-gruesse-von-pi-lesern/

Ratiopharm geht an Teva aus Israel‏

Ratiopharm

Der Ausverkauf der deutschen Pharmabranche

(115)

Von Frank Seidlitz 18. März 2010, 12:29 Uhr

Nach dem Selbstmord des Ratiopharm-Gründers Adolf Merckle war die Zukunft des Medikamente-Herstellers lange unklar. Nach einem Jahr Verhandlungen ist klar: Ratiopharm geht an Teva aus Israel. Im Kampf um die Übernahme scheidet der letzte deutsche Bieter aus, der einst ruhmreiche deutsche Pharmamarkt ist fest in ausländischer Hand.

Ausverkauf der Branche: Mit Ratiopharm geht ein weiterer deutscher  Medikamente-Hersteller an einen ausländischen Konkurrenten

Foto: dpa

Ausverkauf der Branche: Mit Ratiopharm geht ein weiterer deutscher Medikamente-Hersteller an einen ausländischen Konkurrenten

Das Firmenimperium des Adolf Merckle

Gottesdienst in Blaubeuren

Der Ausverkauf in der deutschen Pharmabranche geht weiter. Nachdem in den letzten sechs Jahren mit Hexal, Schwarz-Pharma, Merck Dura und Altana-Pharma vier große Medikamentenhersteller an ausländische Investoren verkauft wurde, wechselt nun auch die Nummer zwei der deutschen Generika-Branche den Besitzer.

Der weltgrößte Generikahersteller Teva Pharmaceuticals aus Israel kauft den Ulmer Konkurrenten Ratiopharm, wie das Unternehmen mitteilte. Bis zuletzt waren noch Pfizer (USA) und als dritter Bieter ein Konsortium aus dem isländischen Generikahersteller Actavis und der Deutschen Bank im Rennen.

Unternehmenskreisen zufolge soll der Kaufpreis für den Ulmer Ratiopharm-Konzern bei mehr als drei Milliarden Euro liegen. Die Beteiligten selbst wollten sich zum Ergebnis der Verhandlungen nicht äußern oder waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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Ratiopharm gehört zum Firmenimperium der Industriellenfamilie Merckle. Durch riskante Börsengeschäfte hatte sich der Familienpatriarch Adolf Merckle verspekuliert und bei 60 Banken einen milliardenschweren Schuldenberg angehäuft. Nach wochenlangen Rettungsbemühungen nahm sich Merckle im Januar 2009 das Leben und vermachte den Großteil seines Firmenimperiums seinem ältesten Sohn, Ludwig Merckle.
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Zur Firmengruppe gehörten nicht nur mit HeidelbergCement der größte deutsche Baustoffkonzern, sondern mit Ratiopharm, Phoenix und Kässbohrer drei weitere namhafte Unternehmen. Zudem umfasst das Vermögen der Merckles noch Ländereien und Immobilien. Um den Schuldenberg zu reduzieren, musste sich Ludwig Merckle bereits von einem Großteil seiner HeidelbergCement-Aktien trennen.

Auch Ratiopharm musste auf Druck der Gläubigerbanken verkauft werden. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf soll der Schuldenberg weiter gesenkt werden. Der Verkaufspreis von mehr als drei Milliarden Euro hat viele Experten überrascht. Denn nach einem stetigen Anstieg der Bewertungen von Generikapreise nach dem Verkauf von Hexal an Novartis im Jahre 2004 gerieten die Übernahmepreise schon vor der Finanzkrise ins bröckeln.

Langsamere Wachstumsraten und immer mehr Restriktionen im Gesundheitswesen ließen die Preise für Generikafirmen sinken. Zusammen mit der Schwesterfirma Eon Labs zahlte Novartis für Hexal rund 5,5 Milliarden Euro. Danach setzte weltweit eine Übernahmewelle in der Branche ein. Teva etwa kaufte nur fünf Monate nach dem Hexal-Verkauf den US-Konkurrenten Ivax für 7,4 Milliarden Dollar.

Im Mai 2007 verkaufte der Darmstädter Merck-Konzern sein Geschäft mit Medikamentenkopien für 4,9 Milliarden Euro an den US-Pharmakonzern Mylan. In Deutschland kauften zuletzt indische Firmen kauften den Generikahersteller Betapharm und Heumann auf.

Mit dem nun beschlossenen Verkauf von Ratiopharm ist die deutsche Generika-Branche nun fest in ausländischer Hand. Acht der zehn größten Generika-Anbieter in Deutschland hätten dann einen ausländischen Eigentümer.

Die Bundesrepublik ist mit knapp fünf Milliarden Euro der zweitgrößte Generika-Markt weltweit, gilt aber als hart umkämpft und weitgehend gesättigt. „In dem deutschen Markt kann man nur noch durch eine Übernahme Fuß fassen“, sagte ein früherer Generika-Chef. Alles andere sei zu teuer und würde zu lange dauern.

Eine ähnliche Entwicklung gibt es auch bei den innovativen Pharmaunternehmen. Galt Deutschland noch in den 70er- und 80er-Jahren wegen der starken Pharmaunternehmen als „Apotheke der Welt“, verpassten die deutschen Arzneimittelhersteller in den Jahrzehnten danach den Anschluss an die Weltspitze. Zudem wurden immer mehr deutschen Traditionsfirmen ins Ausland verkauft und gleichzeitig die einstmals hoch angesehen Pharmaforschung verlagert.

Hoechst, Boehringer Mannheim und die BASF-Tochter Knoll verschwanden in den 90er-Jahren von der Bildfläche und gingen in ausländische Hände über. In den letzten fünf Jahren wurden dann auch viele Mitspieler der zweiten Reihe, wie etwa Altana und Schwarz-Pharma, die durch Finanzinvestoren aufgekauft.

Der Berliner Schering-Konzern ging 2006 in der Bayer AG auf. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern bildet heute zusammen mit dem Familienkonzern Boehringer die letzten Überbleibsel einer einstmals ruhmreichen Geschichte des Pharma-Standortes Deutschlands.

http://www.welt.de/wirtschaft/article6829122/Der-Ausverkauf-der-deutschen-Pharmabranche.html

Jerusalem- Israelis tarnen sich als arabische Zivilisten

http://paltimes.net/arabic/read.php?news_id=109647

Gaza- Systematische Tötung

Am 15. September 2009 veröffentlichte die »Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für den Gaza-Konflikt« einen umfangreichen Bericht über den Gaza-Krieg 2008/2009. Der unter Federführung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone verfaßte Report dokumentiert zahlreiche Kriegsverbrechen gegen Zivilisten, die die israelische Armee während der »Operation Gegossenes Blei« begangen hatte. Auch der palästinensischen Organisation Hamas werden in dem Bericht Angriffe gegen zivile Ziele angelastet. Angesichts der Kriegsrealität richtet sich die Kritik jedoch vor allem an die israelische Seite, die ihre Ablehnung dann auch in diversen regierungsoffiziellen Erklärungen kundtat. So diffamierte Israels Präsident Schimon Peres Gold­stone als »unbedeutenden und unwissenden Juristen«, Kommentatoren sprachen von »Antisemitismus«, und die große israelische Abendzeitung Maariv schrieb: »Gold­stone– ein Verbrecher«.

Der Goldstone-Bericht, über den in der UN so heftig gestritten wird, erscheint in diesen Tagen im Melzer Verlag in deutscher Übersetzung. Der Bericht wurde von 20 freiwilligen Volontären aus den verschiedensten Berufen übersetzt und von zwei professionellen Lektoren bearbeitet. Er erscheint weltweit zum ersten Mal als Buch – bisher konnte man die englische Originalfassung nur im Internet lesen.

Exklusiv für diese Ausgabe verfaßte der israelische Historiker Ilan Pappe ein Vorwort, das die Junge Welt, gekürzt um die Fußnoten, in zwei Teilen veröffentlicht hat. Wir danken dem Verlag und der Jungen Welt für die freundliche Genehmigung zum Vorabdruck.

Der Gazastreifen nimmt kaum mehr als zwei Prozent des historischen Palästina ein. Dieses kleine Detail findet weder sonst in den Nachrichten Erwähnung, noch war dies der Fall während des israelischen Überfalls auf Gaza im Januar 2009. Er ist in der Tat ein so kleiner Teil des Landes, daß er nie als separate Region existierte. Gazas Geschichte vor der Zionisierung Palästinas war keine besondere, und sie war administrativ und politisch immer verbunden mit dem großen Rest Palästinas. Bis 1948 war der Streifen in jeder Hinsicht ein integraler und natürlicher Teil des Landes. Als eines der wichtigsten Tore Palästinas zur Welt – zum Land und zum Meer hin – entwickelte er eine eher flexible und weltoffene Lebensart, nicht unähnlich anderen kosmopolitischen Gesellschaften des östlichen Mittelmeerraums in der Neuzeit. Die Lage am Meer und an der antiken Via Maris nach Ägypten und Libanon brachte Wohlstand und Stabilität, bis dieses Leben 1948 durch die ethnische Säuberung Palästinas durch Israel jäh unterbrochen und fast zerstört wurde.

Zwischen 1948 und 1967 wurde Gaza ein riesiges Flüchtlingslager, dessen Bewohner durch die Politik Israels und Ägyptens starken Beschränkungen unterworfen waren: Beide Staaten unterbanden jede Ausreise aus dem Streifen. Die Lebensbedingungen waren schon damals sehr hart, als die Opfer der israelischen Politik der Vertreibung die Zahl der Einwohner, die seit Jahrhunderten dort gelebt hatten, verdoppelten. Am Vorabend der israelischen Besetzung von 1967 war die erzwungene demographische Transformation überall in Gaza unübersehbar. Der einst idyllische Küstenstreifen wurde innerhalb von zwei Jahrzehnten eine der dichtest besiedelten Gegenden der Welt, ohne eine entsprechende, sie tragende Wirtschaftsstruktur.

Zwischen 1948 und 1967 war der Streifen eine abgeriegelte Kriegszone. In den ersten zwanzig Jahren israelischer Besatzung nach 1967 war zumindest eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit aus dem Streifen hinaus möglich. Zehntausende Palästinenser bekamen als ungelernte und billige Arbeitskräfte Zugang zum israelischen Arbeitsmarkt. Der Preis, den Israel für diesen Sklavenmarkt verlangte, war der vollständige Verzicht auf nationale Bestrebungen oder Ambitionen. Als man sich nicht fügte, wurde das »Geschenk« der Arbeitskraftwanderung widerrufen und abgeschafft. All die Jahre bis zum Oslo-Abkommen von 1993 waren gekennzeichnet durch das israelische Bemühen, den Gazastreifen zu einer Enklave zu machen, von der das Friedenslager hoffte, daß sie autonom oder Teil Ägyptens sein würde, während das nationalistische Lager sie zum Teil des größeren Eretz Israel machen wollte, das es anstelle Palästinas zu errichten träumte.

Das Oslo-Abkommen ermöglichte es Israel, den Status des Gazastreifens als einer separaten geopolitischen Entität festzuschreiben – die sich nicht nur außerhalb Palästinas als Ganzem sondern auch abgeschnitten vom Westjordanland wiederfand. Gazastreifen wie Westjordanland befanden sich scheinbar unter der Hoheit der Palästinensischen Autonomiebehörde, aber jede Bewegungsmöglichkeit zwischen ihnen hing von Israels gutem Willen ab – den Israel selten an den Tag legte, der beinahe völlig verschwand, nachdem Benjamin Netanyahu 1996 an die Macht gekommen war. Darüber hinaus kontrollierte Israel, und tut dies bis zum heutigen Tage, die Wasser- und Elektrizitätsinfrastruktur. Seit 1993 nutzte Israel seine Machtposition – oder vielmehr mißbrauchte sie –, um auf der einen Seite das Wohlergehen der jüdischen Siedlergemeinschaft in Gaza sicherzustellen, und auf der anderen Seite, die palästinensische Bevölkerung zur Unterwerfung und zur Aufgabe zu erpressen. Die Menschen in Gaza waren so in den letzten 60 Jahren mal Internierte, mal Geiseln, mal Gefangene in einem unerträglichen Lebensraum.

Eskalation israelischer Politik

Es ist genau dieser historische Kontext, in den wir das Massaker vom Januar 2009 und die Gewalt, die in Gaza in den letzten fünf Jahren gewütet hat, stellen müssen. Die Gewalt ging nicht nur von den Israelis aus. Ein gehöriger Teil der Kämpfe fand kurzzeitig zwischen den Palästinensern selbst statt, obwohl man sagen muß, daß es – angesichts der israelischen Besatzung und Politik – weit weniger interne Gewalt gibt, als unter solchen Umständen zu erwarten wäre. Diese interne Entwicklung ist ein Nebenaspekt des sehr viel wichtigeren Problems der israelischen Gewaltanwendung gegenüber dem Gazastreifen.

Wenn wir vom Jahr 2009 aus zurückschauen, sehen wir klarer als je zuvor das Irreführende der Definition der israelischen Aktionen als »Krieg gegen den Terror«, der sich gegen einen lokalen Zweig von Al-Qaida richte und der das gefährliche Vorrücken des Iran in diesem Teil der Welt oder in der Arena des gefürchteten Kampfs der Kulturen abwehren solle.

Die Ursprünge der vor allem durch Gewalt bestimmten Geschichte Gazas liegen woanders. Die jüngste Geschichte des Streifens – 60 Jahre Vertreibung, Besatzung und Einkerkerung – produzierte unvermeidlich interne Gewalt, wie wir sie in den vergangenen vier Jahren erlebt haben, so wie sie unter solch entsetzlichen Bedingungen andere unerträgliche Lebensumstände produziert.

In der Tat, wenn wir einen näheren Blick auf die der »Operation Gegossenes Blei« vorangegangenen fünf Jahre werfen, läßt sich eine zuverlässige Analyse der Motivation erstellen, die 2009 zur Gewaltanwendung gegenüber den Palästinensern führte. Es gibt zwei historische Zusammenhänge für das, was im Januar dieses Jahres in Gaza geschah. Einer würde uns zurück zur Gründung des Staates Israel führen, dann über die Besetzung des Streifens durch Israel 1967 bis hin zum Oslo-Abkommen von 1993. Diese Langzeitperspektive wird hier nicht präsentiert. Ich möchte die Leser, was diesen Aspekt betrifft, auf mein Buch »Die ethnische Säuberung Palästinas« verweisen. Die zweite Perspektive ist diejenige, die hier vorgestellt wird: die Eskalation der israelischen Politik, die mit den Ereignissen von 2009 zu ihrem Höhepunkt kam.

Die Ideologie der ethnischen Säuberung, die 1948 als das entscheidende Mittel zur Realisierung des Traums von einem sicheren und demokratischen, jüdischen Staat umgesetzt wurde, führte 1967 zur Besetzung des Gazastreifens, die bis 2005 andauerte, als Israel sich angeblich zurückzog. Gaza wurde schon 1994 mit einem elektrischen Zaun umgeben, als Teil der Vorbereitung auf einen Friedensschluß mit den Palästinensern und wurde im Jahr 2000 zum Ghetto, als der Friedensprozeß für tot erklärt wurde. Die Entscheidung der Bevölkerung Gazas, dieser Einsperrung mit gewaltsamen und gewaltlosen Mitteln zu widerstehen, konfrontierte die militärische und politische Elite Israels mit einem neuen Dilemma. Sie ging davon aus, daß die Einkerkerung der Gaza-Bewohner in einem riesigen Gefängnis das Problem langfristig lösen würde. Diese Annahme erwies sich jedoch als falsch. Also hielt man Ausschau nach einer neuen Strategie.

Der Goldstone-Bericht macht deutlich, was die Israelis in Gaza anrichteten. Allerdings enthüllt selbst er nicht das ganze Ausmaß des schrecklichen Gemetzels, das dort geschah. In der folgenden Erörterung versuche ich zu erklären, warum die Israelis so handelten, wie sie es taten.

2004: Die Attrappenstadt

Im Jahr 2004 begann die israelische Armee, in der Negev-Wüste die Attrappe einer arabischen Stadt zu errichten. Sie hatte die Größe einer realen Stadt, mit Straßen (alle mit Namen versehen), Moscheen, öffentlichen Gebäuden und Autos. Errichtet für 45 Millionen Dollar, wurde diese Phantomstadt, nachdem die Hisbollah Israel zum Rückzug im Norden gezwungen hatte, im Winter 2006 zu einem Ersatz-Gaza, damit sich die IDF (Israeli Defense Forces), die israelischen »Verteidigungskräfte«, auf einen »erfolgreicheren Krieg« gegen die Hamas im Süden vorbereiten konnte.

Als der israelische Generalstabchef, Dan Halutz, den Ort nach dem Libanon-Krieg aufsuchte, sagte er der Presse, daß sich die Soldaten »auf das Szenario vorbereiten, das sie in der dichtbesiedelten Bevölkerungsstruktur von Gaza-Stadt vorfinden werden«. Eine Woche nach Beginn des Bombardements wohnte Verteidigungsminister Ehud Barak einer Übung für die Bodenoffensive bei. Ausländische Fernsehteams filmten ihn, während er die Bodentruppen beobachtete, wie sie die Kulissenstadt eroberten, die leeren Häuser stürmten und zweifelsohne die »Terroristen liquidierten«, die sich dort versteckten.

Die israelische Menschenrechtsorganisation »Breaking the Silence« (»Das Schweigen brechen«) veröffentlichte 2009 einen Bericht über die Erlebnisse ihrer Mitglieder, Reservisten und anderer Soldaten, während der »Operation Gegossenes Blei« – so wurde der Angriff von der Armee genannt. Der Kern der Zeugenaussagen war, daß die Soldaten den Befehl bekommen hatten, Gaza anzugreifen, als ob sie massive feindliche Linien angreifen würden: dies ergab sich aus der eingesetzten Feuerkraft, dem Fehlen jeglicher Befehle oder Vorkehrungen für das Verhalten innerhalb einer zivilen Umgebung und dem synchronisierten Vorgehen zu Lande, von der See und aus der Luft. Zum Schlimmsten gehörten die sinnlose Zerstörung von Häusern, das Beschießen von Zivilisten mit Phosphorgranaten, die Tötung von unschuldigen Zivilisten mit leichten Waffen und vor allem die Befehle von Kommandeuren, ohne moralische Skrupel vorzugehen. »Man kommt sich vor wie ein kleines Kind mit einem Brennglas, das Ameisen quält und sie verbrennt«, bezeugte ein Soldat. Kurzum: Sie vollzogen die totale Zerstörung der wirklichen Stadt, so wie sie es bei der Kulissenstadt geübt hatten.

2005: »Operation Erster Regen«

Die Militarisierung der israelischen Politik gegenüber dem Gazastreifen begann 2005. In jenem Jahr wurde Gaza in der offiziellen israelischen Sichtweise zum militärischen Zielobjekt, als wenn es eine riesige feindliche Basis wäre und nicht etwa ein ziviles Bevölkerungszentrum. Gaza ist eine Stadt wie andere Städte in der Welt auch, und dennoch wurde sie für die Israelis eine Attrappenstadt, an der Soldaten mit den neuesten und höchstentwickelten Waffen herumexperimentierten. Diese Politik wurde ermöglicht durch die Entscheidung der israelischen Regierung, die jüdischen Siedler, die den Gazastreifen seit 1967 kolonisierten, abzuziehen. Die Siedler wurden angeblich entfernt als Teil, so verlautbarte die Regierung, einer Politik des einseitigen Rückzugs. Das Argument lautete: Da es keinen Fortschritt bei den Friedensgesprächen mit den Palästinensern gab, war es jetzt an Israel zu entscheiden, wie seine endgültigen Grenzen zu den palästinensischen Gebieten aussehen sollten.

Aber die Dinge entwickelten sich nicht so wie erwartet. Dem Abzug der Siedler folgte die Machtübernahme durch die Hamas, zunächst in demokratischen Wahlen (2006), dann durch einen Präventivschlag, um die von Amerikanern und Israelis unterstützte Machtübernahme durch die Fatah zu verhindern (2007). Die unmittelbare israelische Antwort war die ökonomische Blockade des Streifens, die von der Hamas durch den Raketenbeschuß der nächstgelegenen israelischen Stadt, Sderot, vergolten wurde. Dies gab Israel den Vorwand, seine Luftwaffe, Artillerie und Kanonenboote einzusetzen. Israel behauptete, die Raketenabschußorte zu beschießen, aber in der Praxis schloß dies keinen Ort im Gaza­streifen aus.

Die Menschen in ein Gefängnis sperren und die Schlüssel ins Meer werfen – so bezeichnete der UN-Sonderberichterstatter John Dugard dies–, war eine Option, auf die die Palästinenser in Gaza schon im September 2005 mit Gewalt reagierten. Sie waren entschlossen, zumindest darauf hinzuweisen, daß sie immer noch Teil des Westjordanlandes und Palästinas sind. In diesem Monat schossen sie zum ersten Mal eine – von der Quantität, nicht der Qualität her – signifikante Zahl von Raketen in die Negev-Wüste, was zumeist Gebäudeschäden, aber sehr selten Todesfälle verursacht. Die Ereignisse in diesem Monat verdienen eine genauere Darstellung, denn die Reaktion der Hamas hatte zuvor in einem sehr sporadischen Raketenbeschuß bestanden. Der Beschuß im September 2005 war die Antwort auf eine israelische Verhaftungswelle, die Aktivisten der Hamas und des Islamischen Dschihads betraf. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Armee eine Hamas-Reaktion provozieren wollte, die es Israel wiederum erlauben würde, seine Angriffe zu eskalieren. Und in der Tat, das, was folgte, war eine Politik der massiven Tötungen, die erste dieser Art, genannt »Erster Regen«. Es lohnt sich, einen Moment bei der Art dieser Operation zu verbleiben. Der Diskurs, der mit ihr einherging, war der einer Bestrafung, und diese ähnelte Strafmaßnahmen, die in einer entfernteren Vergangenheit von den Kolonialmächten und in einer jüngeren von Diktaturen gegen eingeschlossene, rebellische oder unter Bann gelegte Bevölkerungsgruppen durchgeführt wurden. Eine erschreckende Demonstration repressiver Gewalt endete mit einer hohen Zahl von Toten und Verwundeten unter den Opfern. Während der »Operation Erster Regen« wurde die gesamte Bevölkerung durch Überschallflüge terrorisiert, gefolgt von schwerem Bombardement weiter Gebiete von Land, See und aus der Luft. Die dahinterstehende Logik, so erklärte die Armee, war es, Druck zu erzeugen, um die Unterstützung der Bevölkerung für diejenigen zu schwächen, die Raketen abfeuerten. Wie zu erwarten war, auch von den Israelis, erhöhte die Operation nur die Unterstützung für den Raketenbeschuß und befeuerte diejenigen, die sie abschossen.

Rückblickend und angesichts der Erklärung der Kommandeure, daß die Armee sich lange auf die »Operation Gegossenes Blei« vorbereitet habe, scheint es durchaus möglich, daß es die eigentliche Absicht dieser besonderen Aktion (»Erster Regen«) war, ein Experiment durchzuführen. Falls die israelischen Generäle dabei herausfinden wollten, wie solche Operationen im eigenen Land, in der Region und in der Welt ankommen, scheint die unmittelbare Antwort »sehr gut« zu sein. Niemand nämlich interessierte sich für die Dutzenden von Toten und Hunderten von Verwundeten, die zurückblieben, nachdem der »Erste Regen« vorbeigezogen war.

Und vom »Ersten Regen« bis zum Juli 2006 liefen alle folgenden Operationen nach demselben Strickmuster ab. Der Unterschied war allein einer der Intensität: mehr Feuerkraft, mehr Opfer, größere »Kollateralschäden« und – erwartungsgemäß – mehr Qassam-Raketen als Antwort. All dies Begleitmaßnahmen zur Absicherung der totalen Einkerkerung der Bevölkerung im Jahr 2006 durch Boykott und Blockade, während die Welt schwieg.

2006: Gaza-Kompensation

Panzergranaten, Bombardierung aus der Luft und von der See und brutale Einfälle waren 2006 an der Tagesordnung. Aber als Israel an einer anderen Front eine Niederlage erlitt, im Süden Libanons im Sommer 2006, intensivierte die Armee ihre Strafmaßnahmen gegen anderthalb Millionen Menschen, die auf den dichtest bevölkerten 40 Quadratkilometern der Welt leben, noch einmal. Die Politik Israels unmittelbar nach der Niederlage in Süd-Libanon wurde noch gewalttätiger und erbarmungsloser. Die Art der Waffen, die Israel einsetzte – 1000-Kilo-Bomben, Panzerfahrzeuge, Raketen aus der Luft, Granaten vom Meer her gegen zivile Gebiete –, war nicht gedacht um abzuschrecken, zu verwunden oder zu warnen. Sie sollte töten.

Es konnte nicht überraschen, daß die Reak­tion der Hamas immer verzweifelter wurde. Einige Beobachter, innerhalb wie außerhalb Israels, schrieben die Eskalation dem Wunsch zu, deutlich zu machen, daß die israelische Armee sich nach der Demütigung, die ihr durch die Hisbollah im Libanon zugefügt wurde, sofort wieder erholt hatte. Die Armee mußte ihre Überlegenheit und ihre Abschreckungskraft beweisen, die allein – so glaubt sie – die Garantie für das Überleben des jüdischen Staats in einer feindlichen Welt bietet. Die islamische Natur von Hamas wie Hisbollah und eine angebliche, frei erfundene Verbindung beider mit Al-Qaida, ermöglichte es der Armee, Israel als Speerspitze eines globalen Kriegs gegen den islamischen Dschihad in Gaza zu porträtieren. Während der Amtszeit von ­George W. Bush akzeptierte sogar die amerikanische Regierung das Töten von Frauen und Kindern als Teil dieses heiligen Krieges gegen den Islam.

Der schlimmste Monat jenes Jahres war der September, als dieses neue Muster in der israelischen Politik offensichtlich wurde. Fast täglich wurden Zivilisten von der Armee getötet. Der 2. September war dafür typisch. Drei Zivilisten wurden getötet und eine ganze Familie verwundet. Das war die morgendliche Ausbeute. Am Ende des Tages waren sehr viele mehr getötet. Im Schnitt starben in jenem Monat acht Palästinenser pro Tag durch israelische Angriffe auf den Gazastreifen. Viele von ihnen waren Kinder. Hunderte wurden verstümmelt, verwundet, gelähmt.

Das systematische Töten hatte mehr als alles andere den Anschein des Gewohnheitsmäßigen und zwar aufgrund des Fehlens einer klaren Politik. Die israelische Führung schien im September 2006 nicht zu wissen, was sie mit Gaza anfangen sollte. Wenn man ihre Verlautbarungen zu der Zeit liest, drängt sich einem die Vermutung auf, daß die Regierung jenes Jahres sich ihrer Politik gegenüber dem Westjordanland ziemlich sicher war; aber dies galt nicht für den Gazastreifen. Die Regierung nahm das Westjordanland, anders als Gaza, als einen offenen Raum wahr, zumindest auf seiner östlichen Seite. Von daher glaubte sich Israel berechtigt – im Namen einer Strategie, die der damalige Premierminister Ehud Olmert als »Ernteeinbringung« bezeichnete –, einseitige Aktionen zu unternehmen, da es im Friedensprozeß keinen Fortschritt gab. In der Praxis bedeutete dies, daß die israelische Regierung sich offensichtlich vorstellte, die Teile des Westjordanlandes, die sie begehrte – mehr oder weniger die Hälfte –, zu annektieren und den Versuch zu unternehmen, die indigene Bevölkerung zu vertreiben oder sie zumindest in Enklaven einzusperren, während sie der anderen Hälfte des Westjordanlandes zu erlauben gedachte, sich in einer Weise zu entwickeln, die israelische Interessen nicht gefährden würde (entweder durch die Herrschaft einer gefügigen palästinensischen Regierung oder durch eine direkte Vereinigung mit Jordanien). Dies erwies sich als Trugschluß, der aber dennoch die begeisterte Zustimmung der meisten Juden im Lande gewann, als Olmert ihn zum entscheidenden Teil seines Wahlkampfs machte.

Diese Strategie war jedoch nicht auf den Gaza­streifen übertragbar. Ägypten gelang es – im Gegensatz zu Jordanien –, die Israelis schon 1967 davon zu überzeugen, daß der Gazastreifen für das Land eine Belastung wäre und niemals Teil Ägyptens sein würde. Also blieben die anderthalb Millionen Palästinenser ein Problem unter israelischer Verantwortung. Obwohl der Streifen geographisch am Rande Israels liegt, befand er sich noch 2006 – psychologisch gesehen – genau in dessen Zentrum.

Die unmenschlichen Lebensbedingungen in Gaza machten es der Bevölkerung unmöglich, sich mit der Einsperrung, die Israel ihr seit 1967 zugemutet hatte, abzufinden. Es gab durchaus bessere Perioden, als der Zugang zum Westjordanland und nach Israel zwecks Arbeit erlaubt war, aber diese besseren Zeiten waren 2006 vorbei. Der Zugang zur Außenwelt war erlaubt, solange jüdische Siedler im Gazastreifen lebten, aber kaum waren sie abgezogen, wurde Gaza hermetisch abgeriegelt. Ironischerweise hielten die meisten Israelis, so Meinungsumfragen, Gaza für einen unabhängigen palästinensischen Staat, dessen Entstehung Israel großzügigerweise gestattet hatte. Die Führung und insbesondere die Armee sahen Gaza als ein Gefängnis mit höchst gefährlichen Insassen an, mit denen man auf die ein oder andere Weise fertig werden mußte.

Die herkömmliche israelische Politik der ethnischen Säuberung, der 1948 die Hälfte der Bevölkerung Palästinas und 1967 Hunderttausende Palästinenser des Westjordanlandes erfolgreich unterworfen wurden, war in bezug auf Gaza nicht durchsetzbar.

Anmerkungen

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Junge Welt.

Abraham Melzer (Hg.): »Goldstone-Bericht« – Bericht der Untersuchungskommission der Vereinten Nationen über den Gaza-Konflik. Melzer Verlag, Neu-Isenburg 2010, 816 Seiten, 25 Euro* Semit edition, ISBN 978-3-9813189-4-4, auch im jW-Shop erhältlich

Übersetzt von: Jürgen Jung

Prisoner Abu Jalala from Jabalia Camp Gaza & Wasfi Qabaha, former minister of prisoners

GAZA, (PIC)– The prisoners‘ center for studies has appealed to human rights groups and institutions concerned with prisoners‘ affairs to accord more attention to the issue of Mohammed Abu Jalala, who is suffering waning health conditions in Israeli captivity.

Ra’fat Hamdona, the center’s director, said in a statement on Saturday that Abu Jalala was serving four life sentences and was suffering form anemia.

He noted that Abu Jalala had written a book and many poems while in detention, recalling that he was detained in 1983 while studying in the university for inciting against occupation in Jabalia refugee camp in Gaza Strip and was subjected to cruel torture.

Abu Jalala was captured again in 1991 after attacking an Israeli target and his home was razed to the ground soon after his arrest.

Hamdona noted that Abu Jalala underwent several surgeries while in detention and spent a long time in Ramle prison hospital and many years in solitary confinement.

Meanwhile, Dr. Salah Al-Bardawil, the spokesman of Hamas’s parliamentary bloc, denounced the Israeli occupation authority for its continued detention of former minister of prisoners Wasfi Qabaha despite his bad health condition.

He said that the detention of Qabaha, who was carried to hospital on Thursday, constituted a violation of international norms and rules and his continued detention posed as an insult to all contemporary democracies.

http://www.palestine-info.co.uk/En/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7ulocYksk4npunL0Uaprlrl7YB9lLPJLcK%2boWOqW%2fhMfaPBTP43wCfBeaHfsXsZ9fj9QYmiaZLq1XAa1SpRbPjgcezY1lpL9Gv%2bsU4OvOEVM%3d

Palestine-Jenin. Massacre-Jenin

ragazzo palestinese viene sparato

PALESTINE – IRON WALL- IL MURO DI FERRO P.1/ 6

Free Palestine: the last time Netanyahu killed me (l’ultima volta che mi hanno ucciso)

israeli tank vs palestinian donkey

Print Email Israeli occupation bar worshipers from reaching the Aqsa Mosque

OCCUPIED JERUSALEM, (PIC)– IOF troops closed on Friday the gates leading to the Aqsa Mosque in the occupied city of Jerusalem, allowing through only men over 50 years of age.

Only a few hundred out of around 30,000 worshipers managed to reach the Aqsa Mosque for the Friday noon prayers, this is not taking account of worshipers from the rest of the West Bank who could not enter Jerusalem.

At Bab al-Amoud, a young man was beaten by IOF troops because he argued with them when they stopped him from entering the gate on his way to the Mosque. The beating resulted in head injuries and he was taken to hospital, according to local sources.

Eyewitnesses said that IOF troops confiscated ID cards at the gates of the Aqsa Mosque compound causing worshipers to scuffle with the IOF troops. The scuffles developed into confrontations between the worshipers who were not allowed in and the IOF troops, especially at the gates of Asbat, Hitta and Saherah. The clashes resulted in a number of casualties amongst the worshipers.

Locals also said that a number of worshipers sustained injuries at Hitta gate when IOF troops physically assaulted them with truncheons.

Meanwhile, the Israeli occupation police declared that an operations room was setup at the Buraq wall police station under the direct supervision of the commander of the Jerusalem brigade Major-General Aharon Franco.

The Israeli occupation police also used a surveillance balloon as well as helicopters over the old city.

Israeli radio had announced that the Israeli police will only allow those who are over fifty with blue ID cards (Jerusalem residents) to enter the Mosque.

http://www.palestine-info.co.uk/En/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s76k%2byxHM9Uolt9cba5uXt3NlPlL9LfguTi9julHgauBt2t51PerYJRerqv5hkH3KhSwe%2bmbg5UbLZqAE0szu8nhhtICgAqGalZP0X3be5EhA%3d

Israels Massenvernichtungswaffen

von Neil Sammonds

11.10.2002 — ZNet

Der zehnte Jahrestag des Absturzes eines El-Al-Flugzeugs (Flugnummer LY 1862) in den Niederlanden – in den internationalen Medien findet er kaum Erwähnung Am 4. Oktober 1992 war eine Boeing-747-Linienmaschine der israelischen Fluggesellschaft El Al in die Hochhaussiedlung Bijlmermeer gestürzt, nahe Flughafen Schiphol, südöstlich von Amsterdam. Die Boeing war auf dem Flug zwischen New York u. Tel Aviv (siehe MEI* 585, 598). Mindestens 47 Menschen starben – über tausend Anwohner klagten in der Folge über Erkrankungen der Atemwege, über neurologische Erkrankungen bzw. Erkrankungen des Bewegungsapparats. Zudem war ein Anstieg der Krebsrate zu verzeichnen sowie eine Zunahme in der Rate kindlicher Missbildungen. Offizielle Stellen, sowohl in Holland als auch Israel, mauerten massivst. Eine (unabhängige) niederländische nukleare Forschungsgruppe konnte jedoch herausfinden, dass das Flugzeug angereichertes Uran als Ballast benutzt hatte. 1998 förderte die holländische Tageszeitung ‘Handelsblad’ bzgl. des Frachtraums der Boeing noch wesentlich Brisanteres zutage: im Cargo-Raum waren bei Flug LY 1862 nämlich 10 Tonnen Chemikalien transportiert worden, einschließlich Hydrofluoridsäure, Isopropanol u. Dimethyl-methylphosphonat (DMMP) – was 3 der 4 Ausgangsstoffe zur Produktion von Sarin (Nervengas) sind. Mit Verspätung wurde eine Untersuchungskommission des niederländischen Parlaments eingesetzt. Diese stellte fest, dass es wöchentliche nicht-offizielle Flüge zwischen New York u. Tel Aviv gegeben hatte – jedesmal mit Zwischenlandung in Schiphol, wo keine Ladungsinspektion vorgenommen wurde bzw. wo das El-Al-Sicherheitspersonal – laut Aussage des niederländischen Generalstaatsanwalts – auf der Lohnliste des Mossad (israelischer Geheimdienst) stand. Einer derjenigen, die Nachforschungen für die Bijlmermeer-Überlebenden betrieben, behauptet wörtlich, dass Schiphol damals eine “Drehscheibe für Geheimwaffen-Transfers” gewesen sei, u. daran habe sich bis zum heutigen Tag nichts geändert.

“Unsichtbare” Anlagen

Das DMMP (siehe oben) stammte von der amerikanischen Chemiefirma ‘Solkatronic Chemicals Inc.’, Morrisville/Pennsylvania u. war bestimmt für ein israelisches Forschungszentrum – das ‘Israelische Institut für biologische Forschung’ (IIBR) in Nes Ziona bei Tel Aviv. Wie MEI 1998 schrieb, ist das IIBR “für die israelischen Geheimdienste u. das israelische Militär sozusagen die Frontorganisation zur Entwicklung, Testung u. Produktion chemischer u. biologischer Waffen”. Und eine “hochrangige Quelle des israelischen Geheimdiensts” gegenüber der ‘Sunday Times’: “Es gibt wohl kaum eine bekannte oder unbekannte Art von chemischen oder biologischen Kampfstoffen, die nicht in Nes Ziona produziert würde”. Auf Karten darf das IIBR nicht eingezeichnet werden. Und selbst Mitgliedern der Knesset-Kommissionen zur ‘Außen- u. Verteidigungspolitik’ (sie hatten sich Sorgen um die Gesundheit der Anwohner von Nes Ziona gemacht) blieb der Zutritt zur Einrichtung verwehrt. Der Bericht des ‘US Office of Technology Assessment for Congress’ (US-Kongress-Behörde zur Technologie-Einschätzung) kommt im Jahr 1993 zu dem Schluss, Israel habe “ein nicht-offengelegtes, offensives, chemisches Kampfstoff-Potential”, zudem werde “allgemein angenommen, es verfüge daneben über ein nicht-offengelegtes, offensives Programm zur biologischen Kriegsführung”. Wie ‘The Sussex-Harvard Information Bank on Chemical and Biological Warfare Armament’ (Sussex-Harvard-Informationsbank für chemische u. biologische Kampfstoffe) berichtet, existieren darüber hinaus Vorwürfe, Israel habe in den 60gern u. frühen 80gern Giftgas eingesetzt bzw. im Jahr 1948 ägyptische Truppen mit chemischen Kampfstoffen angegriffen; chemische Kampfstoffe wurden angeblich auch gegen Palästinenser eingesetzt – 1969 bzw. später während der ersten Intifada. Und ‘The Sunday Times’ berichtete 1998 von einer angeblichen Umrüstung der israelischen F-16-Kampfjets, so dass diese jetzt auch chemische u. biologische Waffen aus Nes-Ziona-Produktion an Bord nehmen könnten. Zudem hätte man Besatzungen ausgebildet, chemische u. biologische Angriffswaffen binnen Minuten nach Befehlserhalt einsatzfähig zu machen. Was die ‘Sunday Times’ zudem behauptet: in Nes Ziona wurden Forschungen zur Herstellung der sogenannten “Ethno-Bombe” betrieben. Die Tatsache, dass das frühere Apartheids-Regime Südafrikas u. die israelische Regierung (sein damaliger Verbündeter) in einem derartigen Projekt kooperierten, gehört wohl zu den schockierendsten Enthüllungen der Anhörungen der sogenannten ‘Wahrheits- u. Versöhnungskommission’ Südafrikas. Dabei kam nämlich zutage, dass Wissenschaftler im Erbgut bestimmter arabischer Gemeinschaften, speziell im Irak, ein spezifisches Gen-Charakteristikum determiniert hatten – woraufhin sie versucht haben sollen, tödliche Mikro-Organismen künstlich zu erzeugen, die ausschließlich die Träger dieser besonderen Erbinformation angreifen. Diese Krankheiten hätten dann mittels Luftspray oder auch über die Wasserversorgung in Umlauf gebracht werden können.
Weit besser belegt als die biologischen u. chemischen Waffenprogramme Israels, ist sein Atomwaffenprogramm – letztendlich jedoch nicht weniger “unsichtbar” als die Nes-Ziona-Anlage. Fest steht, das israelische Atomzeitalter nahm seinen Ausgang in den 50gern – in der Atomanlage Dimona in der Negev-Wüste – u. dort wurde das Potential auch weiterentwickelt, zunächst mit französischer, später mit amerikanischer u. südafrikanischer Unterstützung. 1986 hatte der aus Marokko stammende israelische Wissenschaftler Mordechai Vanunu** die Öffentlichkeit bzgl. der Aktivitäten in Dimona alarmiert. Laut Vanunu hatte man (zu diesem Zeitpunkt) bereits “über 200″ Nuklearsprengköpfe hergestellt. Fünf Jahre später kommt ein Report des ‘US Strategic Air Command’ (Strategisches Luftwaffenoberkommando der USA: USSTRATCOM)zum Schluss, Israel besitze zwischen 75 u. 200 Atomwaffen. ‘Das Atomwissenschaftler-Bulletin’ (BAS) schätzt Israels Potential auf “über 185″ Atomwaffen, die ‘Föderation amerikanischer Wissenschaftler’ (FAS) auf “über 100, aber nicht wesentlich über 200″. Auch das ‘Internationale Friedensforschungsinstitut Stockholm’ schätzt die Zahl auf 200 ein. Im Jahr 2000 brach der israelische Parlamentsabgeordnete Issam Mahoul das Knesset-Tabu, demgemäß es verboten ist, Israels offizielles ‘Atomwaffengeheimnis’ zu thematisieren. Mahoul behauptete, Israel besitze zwischen 2 u. 300 atomare Sprengköpfe. ‘Jane’s Intelligence Review’ (britisches Info-Magazin) ging im Jahr 1997 von einer geschätzten Zahl von über 400 israelischen thermonuklearen Waffen respektive Nuklearwaffen aus. Und die ‘Kampagne zur Befreiung Vanunus’** schätzt die Zahl sogar auf 500 Nuklearsprengköpfe ein.

Tote Winkel

Es gibt Berichte, wonach Israel sowohl (im ‘Sechstagekrieg’) 1967 als auch (im Jom-Kippur-Krieg) 1973 eine gewisse Anzahl seiner Raketen mit Nuklearsprengköpfen bestückt hatte. Im August diesen Jahres sagte Anthony Cordesman vom ‘Zentrum für Internationale Strategische Studien’ vor dem ‘Komitee für Auslandsbeziehungen’ des US-Senats aus. Seiner Einschätzung nach könnte Israel vorhaben, Nuklearwaffen gegen große irakische Städte zum Einsatz zu bringen, sollte es sich durch einen drohenden Angriff des Irak in die Ecke gedrängt fühlen. Dabei würde es, so Cordesman, Städte auswählen, in die noch keine US-Truppen einmarschiert sind. Aber trotz der überwältigenden Beweislage bzgl. Israels Nuklearwaffen- programmen bzw. für Israels Bereitschaft, diese Waffen gegebenenfalls auch zum Einsatz zu bringen, weigern sich Washington u. London beharrlich, dies zur Kenntnis zu nehmen. So eine Sprecherin des britischen Außenministeriums gegenüber MEI: “Großbritannien wird weiter bemüht sein, Israel – als Nicht-Atomwaffen-Staat – zur Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags zu bewegen”. Und die gleichen Scheuklappen bzw. der gleiche tote Winkel sind auch in den USA zu beobachten, wo etwa der Pentagon-Bericht 2001 darauf verzichtet, Israel auf die Liste der Staaten mit Atomwaffenpotential zu setzen. Zu den Beweisen für Israels Nuklearwaffen, die vom britischen Außenministerium, dem Pentagon aber auch von andern Stellen hartnäckig ignoriert werden, zählt zudem gutunterlegte Information bzgl. entsprechender (Nuklearwaffen-)Trägersysteme. In der neuesten Ausgabe von ‘Nuclear Notebook’ beispielsweise ist nachzulesen, dass das israelische F-16-Kampfjet-Geschwader, stationiert in Nevatim bzw. Ramon, am wahrscheinlichsten (von allen israelischen Kampfflugzeugen) Nuklearsprengköpfe an Bord hat. Eine kleine Gruppe Piloten sei zudem ausgebildet, Nuklearangriffe zu fliegen. Nuklearwaffentauglich seien auch die israelischen F-4s, F-15s u. Jaguars. Hingewiesen wird zudem auf Israels Boden-Luft-Raketen – Jericho I, Jericho II u. Shavit – die man auch mit Nuklearsprengköpfen ausrüsten könne. Die Jericho-I-Rakete besitzt eine Reichweite von 500 km u. kann sowohl stationär als auch von mobilen Abschussrampen aus abgefeuert werden. Die Jericho IIs haben eine Reichweite von 1500 km u. sind, laut BAS, in der Militärbasis Zechariya, 45 km südöstlich von Tel Aviv, aufgestellt. Die Shavit-Interkontinentalraketen, normalerweise dazu genutzt, den israelischen Spionage-Satelliten Ofek ins Weltall zu schießen (von der Luftwaffenbasis Palmahim südlich von Tel Aviv aus), wären in der Lage, eine atomare Nutzlast bis zu 8000 km weit zu befördern. Zwischen Juli 1999 u. Oktober 2000 orderte die Israelische Marine Berichten zufolge 3 Unterseeboote der sogenannten ‘Delphin-Klasse’ – Dolphin, Leviathan u. Tekuma. Auch diese wurden, so Vermutungen, für mit Nuklearsprengköpfen besetzte Cruise-Missiles umgerüstet. Darüber hinaus existiert umfangreiches Material, das darauf hinweist, Israel könnte zudem im Besitz taktischer Nuklearwaffen sein – kleiner Atombomben also, wie etwa nukleare Landminen, bzw. strategischer Atom- sprengköpfe, die man bei Bedarf auch aus Kanonen abfeuern kann.


Natürlich gab es 1961 diese ‘Persilschein’-Inspektion im israelischen Dimona, durchgeführt von einem wohlgesonnenen norwegischen Team, das “bestätigte”, das nach Israel importierte ‘schwere Wasser’*** werde dort nicht missbräuchlich verwendet. Und 1969 führte ein amerikanisches Inspektoren-Team dieselbe Farce durch – man hatte es einfach durch einen ‘gefakten’ Kontrollraum (in Dimona) geführt. Davon abgesehen hat nie ein Versuch zur Kontrolle der nichtkonventionellen israelischen Waffenprogramme stattgefunden – jedenfalls kein bekanntgewordener. Israel hat zudem nie die ‘UN-Konvention gegen biologische u. toxische Waffen’ unterzeichnet. Die ‘Chemiewaffen-Konvention’ der UN hatte es 1993 zwar unterschrieben aber nie ratifiziert. Die UN-Sicherheisratsresolution 487 vom Juni 1981 “fordert Israel dringlichst dazu auf, seine Nuklearanlagen unter Aufsicht der ‘Internationalen Atomenergie- behörde’ zu stellen”, u. Resolution 687 vom April 1991 weist auf “die Bedrohung, die sämtliche Massenvernichtungswaffen für Frieden und Sicherheit in der Region darstellen” hin sowie auf “die Notwendigkeit der Hinarbeitung auf eine atomwaffenfreie Zone im Mittleren/Nahen Osten”. Und gleichzeitig steht Washington einer internationalen Kampagne zur Inspektion bzw. Demontage der vergleichsweise bescheidenen (so überhaupt vorhandenen) Massenvernichtungswaffenprogramme des Irak vor. Das zweite Ziel der Kampagne wird vermutlich sein, die Bagdader ‘Herren über diese Programme’ zu stürzen. Mordechai Vanunu wird vermutlich im Jahr 2004 aus der Haft entlassen. Aber völlig offen bleibt, wann es endlich zur internationalen Kontrolle von Dimona u. Nes Ziona kommt bzw. zur Untersuchung jener inoffiziellen wöchentlichen El-Al-Flüge zwischen New York u. Tel Aviv.

Anmerkung d. Übersetzerin

* MEI: ’Middle East International’; in London ansässige Informationsschrift. http://meionline.com/
**Vanunu wurde 1986 für seine Enthüllungen zu 18 Jahren Haft wegen Spionage verurteilt. Teilweise muss er seine Haftstrafe in Isolationshaft verbüßen.
***siehe ‘Schwerwasserreaktoren’ (im Gegensatz zu ‘Leichtwasserreaktoren’); aus sogenanntem ‘schwerem Wasser’ kann das atomwaffenfähige Tritium gewonnen werden.

Orginalartikel: Israeli WMD

Promoting the Dome of the Rock as Jewish heritage

MOSCOW, (PIC)– A Russian website published a long report entitled „Israelisation of Islamic heritage, but this time in Russia“ in which the author linked between a tourism advertisement in Moscow and the announcement by the Israeli government to include the two mosques on the list of Jewish heritage.

The website Islam.ru reported that a tourist agency has placed a huge billboard poster bearing the picture of the Dome of the Rock and the words: „Israel – a rest for the soul“ to promote holiday travel to „Israel“.

This billboard is located at the Volgograd Avenue, near the Third Ring Road which is one of the busiest highways of the Russian capital.

The author of the article says that it would be difficult to believe that the tourist agency did not know that the Dome of the Rock was and Islamic symbol and that Jerusalem is an occupied city because it was one of the five largest tour companies in Russia and has worked in this field for many years.

The author links between what is happening in Palestine on the ground and this advert which he thinks is an attempt to leave the impression on Russian minds that all the historic heritage that exists in occupied Palestine is the property and pride of Israel.

http://www.palestine-info.co.uk/En/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7HTI%2b%2bZKwK4SOJ9PDdUnzbRBto0%2b6vgHdw0ydoGHZ3qXk6Q0USMQY11Ilku5FJhcK89j271LKEQLJ3rKwQjaLI94jtm7%2f7F7bz76gyadnOyA%3d

Fifty worshipers injured in the Aqsa Mosque

OCCUPIED JERUSALEM, (PIC)– Najeh Bkeirat, head of the department of manuscripts at the Aqsa Mosque, said that 700 occupation soldiers stormed the Mosque after the Friday prayers and injured 50 worshipers, 3 of them seriously.

He added that during the Friday prayers Israeli soldiers shut down the Mosque’s sound system from the control room and worshippers could not hear the Imam. After that the worshippers protested within the walls of Mosque’s plazas, at which point occupation police stormed the stormed the Mosque from the Magharba gate and clashed with the worshipers.

Some worshipers threw stones at the invading police to stop them entering the Mosque, then more worshipers joined to repel the attack, this was followed by occupation special forces storming the Mosque, the number of occupation police and soldiers reaching 700, according to Bkeirat.

He said that the soldiers used tear gas grenades and stun grenades and that worshippers trapped inside the mosque suffered suffocation and that if it were not for the worshipers being able to open the doors of the mosque there could have been more serious cases of suffocation.

http://www.palestine-info.co.uk/En/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7NSTJd7nvERLhi4whvbwGr4AksHkAylqoh0WlKJCirF8Az9vTaCk1ocrd1oU8OURa3W19XFwVnuZu100ZbencHBbi7%2fmvH9E7sntReuLV5z4%3d

IOF violent quelling of Aqsa protests wounded 20 Jerusalemites

OCCUPIED JERUSALEM, (PIC)– The violent quelling by the Israeli occupation forces (IOF) of the protest demonstrations in occupied Jerusalem left 20 Palestinians wounded and 11 detained.

The Quds center for social and economic rights said that the 11 Jerusalemites were kidnapped in the vicinity of the Aqsa Mosque during the clashes between the unarmed protestors and the IOF soldiers.

The center said that six of the wounded were hit with rubber bullets, including two young girls, while 12 suffered breathing difficulties and two suffered fractures, including a 40-year-old woman.

It pointed out that the events started after the IOF soldiers closed all gates of the Old City since the dawn hours and prevented citizens less than 50 years old form entering but allowed Jewish fanatic groups to stroll inside the Aqsa under the guise of tourists.

http://www.palestine-info.co.uk/En/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7tJTLwwWl76JZAUy8Z7j%2fAeII5dJ01YdbfHX%2b44IBSNNzuyWFx37MHdYP%2fFX4jkks3dq%2beqxRWO9PmAJF58lpz0ir4denJrFp1bz0dSYS81g%3d

Mord an Mabhuh- Interview mit Paul McGeough (Autor des Buchs: Kill Khalid)

von Amy Goodman

19.02.2010 — Democracy Now!

— abgelegt unter:

Israel wird vorgeworfen, für das Attentat auf einen Hamas-Kommandeur in Dubai gefälschte Pässe eingesetzt zu haben.

Democracy Now! vom 19. Februar 2010

Israel gerät unter wachsenden internationalen Druck. Es geht um den Mord an einem Top-Kommandeur der Hamas im Januar in Dubai. Am Donnerstag setzte die internationale Polizeiagentur Interpol 11 Mitglieder eines angeblichen Todeskommandos auf die Liste der Meistgesuchtesten. Die Gruppe der 11 Verdächtigen soll 6 gefälschte britische und 3 gefälschte irische Pässe mit den Namen israelischer Bürger/innen verwendet haben. Mindestens 7 der Namen in den Pässen gehören Israelis, deren Identität geraubt wurde.

Unser Gast ist Paul McGeough. Er ist Chefkorrespondent der australischen Tageszeitung Sydney Morning Herald und Autor des Buches ‚Kill Khalid: The Failed Mossad Assasination of Khalid Mishal and the Rise of Hamas‘, das in den USA soeben auch als Taschenbuch erschienen ist.  Er ist uns aus Washington zugeschaltet.

Juan Gonzalez:

Israel gerät zunehmend unter internationalen Druck. Es geht um die Ermordung eines hochrangigen Kommandeurs der Hamas im vergangenen Monat in Dubai. Kommandeur Mahmoud al-Mabhouh wurde am 20. Januar in seinem Hotel in Dubai tot aufgefunden. Am Donnerstag setzte die internationale Polizeiagentur Interpol 11 Mitglieder (eines angeblichen Todeskommandos auf die Liste der Meistgesuchtesten. Interpol gab so genannte ‚Red Notices‘ heraus – Alarmstufe 1 -, und reagierte damit auf einen Antrag der Dubaier Behörden. In einem im Fernsehen gesendeten Interview) sagte der Polizeichef von Dubai, Dhahi Khalfan Tamim, er denke, dass israelische Agenten in den Mord verwickelt seien.

(Einblendung)

Dhahi Khalfan Tamim (übersetzt):

Nun, wenn gesagt wird, dass 7 der Verdächtigen, die möglicherweise britische Pässe haben, nach Israel gegangen sind und sich jetzt in Israel befinden, dann glaube ich nicht, dass eine Friedensgruppe diese Operation durchgeführt hat. Gewiss wurde sie durch einen Flügel innerhalb der israelischen Regierung durchgeführt, der Attentat-Teams leitet. (Ende Einblendung)

Juan Gonzalez:

Die Polizei von Dubai veröffentlichte CCTV-Aufnahmen*. Sie sollen das angebliche Todeskommando zeigen, wie es den Hamas-Kommandeur in sein Hotel verfolgte, bevor er getötet wurde. Am Donnerstag forderte der Polizeichef von Dubai zudem die Verhaftung des Chefs des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, falls dessen Verantwortung bewiesen würde.

(Einblendung)

Dhahi Khalfan Tamim (übersetzt):

Die Anordnung, sie zu verhaften, wird bestehen bleiben – wohin sie auch gehen. Und falls bewiesen wird, dass sie diesen Job durchgeführt haben – und inzwischen ist das wahrscheinlich -, bitte ich Interpol, einen Haftbefehl gegen den Chef des Mossad auszustellen. Er wird danach nicht mehr in der Lage sein, in ein arabisches Land zu reisen. (Ende Einblendung)

Amy Goodman:

Am Mittwoch weigerten sich israelische Offizielle, eine Beteiligung an dem Mord zu bestätigen oder zu bestreiten. Sie beriefen sich (Zitat) auf „eine Politik der Ausgewogenheit“ (policy of ambiguity).

Zu der Gruppe der 11 Verdächtigen zählen 6 Personen mit gefälschten britische Pässen, in denen die Namen von israelischen Bürgern eingetragen sind. 3 hatten irische Pässe bei sich. Mindestens 7 der Namen in den (11) Pässen sind israelischen Bürgern zuzuordnen, die in Israel leben und deren Identität gestohlen wurde.

Sowohl Großbritannien als auch Irland sollen den jeweiligen israelischen Botschafter (in London bzw. Dublin) zu einer Befragung einbestellt haben. Hier die Aussage des irischen Außenministers Michael Martin:

(Einblendung)

Michael Martin:

Nun, ich bin darüber sehr erbost und sehr besorgt. Dies ist ein äußerst ernstes Thema. Es gefährdet die Sicherheit irischer Bürger. Wir wissen, dass Zwei der Drei, mit denen wir Kontakt aufgenommen haben, regelmäßig auf Reisen gehen. Einer wollte eigentlich an diesem Wochenende verreisen. Es hätte sehr gut passieren können, dass diese Person verhaftet worden wäre – aufgrund der Informationen aus Dubai, in Zusammenhang mit dem Mordanschlag, dem Mord, in Dubai. (Ende)

Amy Goodman:

Der britische Premierminister Gordon Brown sagte, er werde darauf drängen, dass seine Regierung Ermittlungen einleite:

(Einblendung)

Premierminister Gordon Brown:

Ich denke, das ist eine Sache für Ermittlungen, (und) wir müssen die Fakten erfahren, wir müssen erfahren, was vorgefallen ist, wir müssen erfahren, was mit einigen britischen Pässen passiert ist. So einfach ist das. Die Ermittlungen müssen erfolgen, noch bevor irgendwelche Schlüsse gezogen werden. (Ende)

Amy Goodman: Die britische Regierung bestreitet, schon zuvor gewusst zu haben, dass gefälschte britische Pässe eingesetzt wurden. Doch Schattenaußenminister William Hague sagt, es sei durchaus denkbar, dass die Regierung gewarnt worden sei.

Um mehr zu erfahren, sind wir jetzt mit Paul McGeough verbunden (…)

Paul McGeough:

Es war eine ausgeklügelte Operation, um ein sehr wichtiges Glied in der Hamas-Hierarchie zu töten. Die Operation weist alle Markenzeichen eines Mossad-Jobs auf: Cleverness und -traurig für den Mossad – gelegentliche Tricksereien.

Erklären Sie uns einfach, was passiert ist. Erklären Sie es Leuten, die diese Sache nicht über alle Sender verfolgt haben – vor allem das mit den umfassenden Kameraaufzeichnungen (CCTV*).

Was ist im vergangenen Monat vorgefallen?

Nun, das mit der lückenlosen Kameraüberwachung (CCTV*) ist der Schlüssel zum Verständnis der Geschichte. Es ist erstaunlich, dass der Mossad den in Dubai überall vorhandenen Kamera-Netzwerken anscheinend keine weitere Beachtung geschenkt hat. Das Team wurde gefilmt, wie es im Dubai International Airport eintraf – einzeln. Auch die Ankunft des Hamas-Waffenhändlers wurde aufgezeichnet. Sie folgten ihm in sein Hotel. Man sieht, wie sie sich bewegen – wie die Killer in den Hotelaufzügen auf und ab fahren und seinen Weg bis ins Hotelzimmer verfolgen. Er wird auf sein Hotelzimmer gebracht. So finden sie seine Zimmernummer heraus. Man sieht, wie ein Teil des Teams in Dubai shoppen geht, wie sie zurückkehren ins Hotel. Ab und zu sieht man sie in einem Klo verschwinden und Minuten später mit einer anderen Perücke oder einem anderen ans Kinn geklebten Bart wieder auftauchen. Wissen Sie, es war ein wenig wie Monty Python.

Doch es war auch Gänsehaut erregend: al-Mabhouh wohnte in Zimmer 230, und die Kameras auf seinem Hotelflur zeigen, wie die Killer sein Zimmer betreten. Sie verbringen ganze 45 Minuten in diesem Zimmer. Man fragt sich, wofür brauchen 4 vorsätzliche Killer 45 Minuten, um mit einer Person fertig zu werden? Dann sieht man, wie sie aus dem Zimmer herauskommen und auf den Lift warten. Zwei von ihnen tragen einen Sack – einen anscheinend sehr schweren Sack, der alles enthalten könnte.

Es gibt Berge von CCTV-Filmmaterial – das die Dubaier Behörden auf wirklich spannende 27 Minuten zusammengeschnitten haben.Wir leben ja im Medienzeitalter, und sie haben es wirklich nett redaktionell bearbeitet. In den vergangenen drei Tagen war es auf YouTube und allen Webseiten sowie in sämtlichen TV-Kurznachrichten der Welt zu sehen.

Juan Gonzalez: Nun, diese 45 Minuten, die sie in dem Zimmer verbrachten… könnte dies möglicherweise zu dem Verdacht führen, dass sie versuchten, ihn zu foltern oder Informationen zu erzwingen, bevor sie ihn töteten?

Bis heute gibt es keine klare Aussage, was die Todesursache betrifft. Die Dubaier Behörden, die Hamas und einige Familienmitglieder des Getöteten bieten verschiedene Varianten an: Strangulation, Ersticken, Tod durch Stromstöße. Das klingt… es wäre plausibel, dass mehrere Versuche unternommen wurden, um den Mann zu töten. Angesichts der Zeitspanne scheint es zudem plausibel, dass versucht wurde, Informationen von ihm zu erlangen, bevor er eliminiert wurde.

Die Geschichte, die von den Israelis herausgegeben wurde, lautet: Der Mann sei in Dubai gewesen, um für die Hamas einen Waffen-Deal abzuschließen. Es ist vorstellbar, dass sie herausfinden wollten, mit wem er sich treffen wollte und an welchem Ort man sich treffen wollte, um den Deal abzuschließen – bevor sie ihn töteten.

Amy Goodman: Nun, wer immer es koordiniert hat, war sich wohl im Unklaren über die umfassende Kameraüberwachung – CCTV* (closed-circuit TV) genannt, oder?

Sie scheinen sich darüber nicht klar gewesen zu sein. Das ist erstaunlich. Schließlich fand in Dubai 2008 ein berühmter Mordprozess statt, in dem es um einen ägyptischen Milliardär ging, der seine libanesische Geliebte in Dubai ermorden ließ. Die lokalen Medien – überall in der Region – brachten damals sehr viel über die Arbeit der Polizei von Dubai, die ihre multiplen CCTV-Kameras einsetzte, um Beweise zu sammeln, die den Fall knacken sollten.

Die zweite große Blamage ist, dass die Killer ausländische Pässe verwendeten – wie damals bei der versuchten Ermordung von Khalid Mishal (1997). Für die Regierungen der Länder, aus denen diese Pässe stammen, ist es sehr, sehr peinlich. Im vorliegenden Fall sind jetzt London, Dublin, Paris und Berlin** unter Erklärungsdruck: Sie sollen öffentlich erklären, inwiefern Pässe ihres Landes bei einer solchen Operation verwendet wurden.

Juan Gonzalez: Sie haben ein spannendes Buch über die Geschehnisse von 1997 verfasst. Damals versuchte der Mossad, (den Hamas-Führer) Khalid Mishal zu töten (‚Kill Khalid: The Failed Mossad Assasination of Khalid Mishal…‘). Könnten Sie uns etwas über die Gemeinsamkeiten zwischen der damals gescheiterten und der jetzigen Operation sagen?

Nun, es ist schon komisch, dass Benjamin Netanjahu auch damals israelischer Premierminister war (und der Premier muss eine solche Mission ja genehmigen). Die Vergleichbarkeit liegt darin, dass der Mossad die Sache (beides Mal) im Ausland inszenierte. Damals wählte er die jordanische Hauptstadt Amman – obwohl König Hussein von Jordanien der beste Freund Israels in der Arabischen Welt war und sich ein Bein ausgerissen hatte, um ein Friedensabkommen mit Israel zustande zu bekommen.

Auch damals war es ein sehr cleverer Plan. Sie wollten ein geheimes, mysteriöses Sekret in Khalid Mishals Ohr injizieren, während er die Straße entlangging. Sie glaubten, er würde es nicht bemerken. Sie hofften, er würde heimgehen, sich hinlegen, sich müde fühlen und sterben. Es würde eine Autopsie geben, aber man würde keine Spur des geheimen Giftes in seinem Körper finden.

Was geschah wirklich? Das Brillante an dem Plan entpuppte sich als dessen Achillesferse. Das Gift sollte lange brauchen, bevor sich die Wirkung entfaltete, so dass Mishal den Ort der Injektion bereits verlassen haben würde und keiner seiner Leute auf die Idee käme, dass der versehentliche Rempler auf der Straße etwas mit seinem späteren Tod zu tun haben könnte. Aber die lange Zeit, die das Gift brauchte, um zu wirken, nutzten jordanische Ärzte, um Mishals Leben zu retten.

Währenddessen schnappten Mishals Leibwächter zwei der Mossad-Agenten und lieferten sie als Verhandlungs-Joker bei König Hussein ab. Dieser war somit in der Lage, von Israels Premier Benjamin Netanjahu die Freilassung von Hamas-Gefangenen aus israelischer Haft zu verlangen – und Netanjahu dadurch bewusst zu demütigen. Außerdem konnte Hussein den damaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton dazu bewegen, Netanjahu zu zwingen, den Jordaniern das geheime Gift und ein Gegenmittel zu übergeben.

Amy Goodman: Was hat es damit auf sich, dass Israel jetzt von (Zitat) „einer Politik der Ausgewogenheit“ spricht? Warum reagieren sie nicht? Und was hat die aktuelle internationale Empörung – vor allem in Großbritannien – zu bedeuten?

Dazu müssen Sie zurückgehen auf den 20. Januar, dem Tag des Attentats und die Tage danach. Wir erlebten damals die typische israelische Reaktion auf einen typischen israelischen Geheimdiensterfolg. So etwas wird weder bestätigt noch bestritten. Doch maßgebliche Kommentatoren und Sprecher des israelischen Establishments sagten so Dinge wie: „War es nicht ein guter Job? War es nicht clever? Habt ihr gemerkt, wie brillant es war? Und die Welt ist ein besserer Ort, weil das Opfer der Attacke nicht mehr da ist“, aber kein Wort darüber, dass es der Mossad war.

Nun, dieser kleine Vorgang ereignete sich noch im Januar – bevor der Schuss allmählich nach hinten losging. Seit er nach hinten losgeht, heißt es: „Oh, wir verfolgen eine ausgewogene Politik“. Die Tatsache, dass sie angesichts dieser Blamage eine Politik der Ausgewogenheit anbieten, ist fast so gut wie ein Eingeständnis – sollte man eigentlich meinen. Hinzu kommt die Linie des israelischen Außenministers, der – auf dieses Thema angesprochen – nicht direkt bestreitet, sondern sagt: „Es gibt keine Beweise, dass es der Mossad war“. Auch das ist fast so gut wie ein Eingeständnis. Sieht man die These von der Beteiligung des Mossad vor dem Hintergrund der anderen Konspirationstheorien, so würde ich die Mossad-Theorie auf Platz 1 sezten.

Juan Gonzalez: Und was ist mit der Reaktion der britischen Regierung auf die Verwendung britischer Pässe bei diesem Mordanschlag im Ausland?

Das ist ein sehr ernstes Thema. Ich meine, ein Pass ist etwas Heiliges. Ein Pass ist ein von der  Regierung ausgestelltes Dokument, das einen Bürger oder eine Bürgerin auf einer Auslandsreise schützen und das Reisen erleichtern soll. Viele Briten, Iren und andere Europäer reisen regelmäßig in den Nahen/Mittleren Osten – geschäftlich oder als Touristen. Die Vorstellung, dass man zu einem Mordverdächtigen wird, nur, weil man einen Pass seiner Regierung bei sich trägt, ist schon ziemlich beängstigend.

Als die Israelis damals versuchten, Khalid Mishal zu töten, verwendeten sie kanadische Pässe. Zu der Zeit interviewte ich einen kanadischen Diplomaten. Er sagte zu mir: „Schauen Sie, das ist so übel, so gefährlich, denn es kann passieren, dass ein kanadischer Pass, der auf den Namen Fred Nerk ausgestellt ist, bei einer Operation wie der in Jordanien eingesetzt wird. Sagen wir, Fred Nerk lebt in Winnipeg. Plötzlich klopft es an der Tür, und wenn er öffnet, steht da ein Bewaffneter, um ihn zu töten“. Das ist folglich eine sehr ernste Angelegenheit.

Amy Goodman: Und dieses Mal waren es Israelis – die benutzten Namen gehörten israelischen Staatsbürgern, deren Identität gestohlen wurde.

Ja. Ja, als ich damals für mein Buch ‚Killing Khalid…‘ recherchierte, erklärten sie es mir folgendermaßen: Die israelischen Behörden borgen sich öfter mal einen Pass für kurze Zeit aus – während jemand gerade aus- oder einreist oder während der Immigrationsprozess läuft. Dabei würden sie die Details (des Passes) erfassen. Aber da ist noch eine zweite Sache. Viele Juden immigrieren ja aus anderen Erdteilen, aus anderen Ländern, nach Israel. Sie verfügen über eine doppelte Staatsbürgerschaft. Sie haben einen amerikanischen, britischen oder kanadischen Pass – was auch immer. Was passiert? Etliche dieser Leute werden, wenn man so will, einem informellen Loyalitätstest gegenüber dem Staat Israel unterzogen: Man bittet sie, ihren Pass für eine gewisse Zeit auszuborgen.

In den Nachwehen des Vorfalles um Khalid Mishal (1997) gab es einen erstaunlichen Fall. Ein Kanadier meldete sich bei den kanadischen Behörden und beichtete, er habe 1996 seinen Pass an die israelischen Behörden ausgeliehen. Nach der Sache mit Mishal entschuldigten sich die Israelis aus tiefster Seele bei Kanada und versprachen, keine kanadischen Pässe mehr zu verwenden. Aber einige Wochen später klopfte es an der Tür des oben genannten Kanadiers. Er beschrieb die Besucher als Front für den Mossad. Sie fragten ihn, ob sie seinen neuen Pass ausleihen könnten und ob sie mit seiner Tochter (die in Israel lebte) nach Ottawa fliegen könnten, wo diese einen neuen (kanadischen) Pass beantragen sollte. Sie wollten sie anschließend wieder zurück nach Israel fliegen und ihren (kanadischen) Pass ausborgen.

Amy Goodman: In der Jerusalem Post wird Melvyn Mildiner zitiert, der vor neun Jahren nach Israel umgezogen ist. Er sagte gegenüber der Post: „Ich weiß nicht, wie ich meinen Namen reinwaschen kann“. Sein Name ist unter denen, die (im Fall Mabhough) verwendet wurden. Er sagte: „Ich werde von Interpol per Haftbefehl gesucht. Ich weiß nicht, wie ich künftig reisen soll. Ich hatte mich mit einer Lungenentzündung zu Bett gelegt, (und) als ich aufwachte, war ich ein Mörder“.

Noch schnell eine Frage zum Schluss, Paul McGeough: Was bedeutet das alles für die israelisch-palästinensische Politik, und welche Bedeutung hatte Mahmoud al-Mabhough?

Nun, wichtiger als der Tote sind womöglich zwei noch lebende Palästinenser. Sie wurden in Jordanien verhaftet und an die Behörden von Dubai überstellt. Die Einzigen, die bislang im Zusammenhang mit dem Mord (an al-Mabhough) von den Dubaier Behörden festgehalten werden und denen der Mord angelastet wird, sind diese beiden Palästinenser. Berichten zufolge sollen sie aus Gaza kommen. Davor sollen sie für Mahmoud Abbas gearbeitet haben und zwar für die von der Fatah und der PA kontrollierten Sicherheitsdienste, die gegen die Hamas sind. Das bedeutet, dass in der Politik der Palästinensergemeinde gerade ein sehr ernster, hässlicher Verdacht am Entstehen ist: Mahmoud Abbas – oder Leute aus seinem Umfeld – könnten Kollaborateure sein beziehungsweise bis zu einem bestimmten Punkt den Israelis geholfen haben, das Kadermitglied der Hamas zu eliminieren.

Amy Goodman: Paul McGeough, vielen Dank, dass Sie uns aus Washington zugeschaltet waren.

McGeough ist Chefkorrespondent der australischen Sydney Morning Herald. Sein Buch heißt: ‚Killing Khalid: The Failed Mossad Assasination of Khalid Mishal and the Rise of Hamas‘.

Anmerkung d. Übersetzerin

*CCTV (closed-ciruit TV) bezeichnet ein Netzwerk aus Kameras, das ein Gebäude (Flughafen, Hotel, Bahnhof usw.) oder einen Platz praktisch lückenlos und kontinuierlich überwacht und die Aufnahmen aufzeichnet. Dadurch entstehen (zeitlich nachvollziehbare) Bewegungsbilder von Personen, die sich innerhalb dieser Zone aufgehalten haben. Im vorliegenden Fall wurden der später getötete Hamas-Kommandeur und seine mutmaßlichen Mörder von ihrer Ankunft im Internationalen Flughafen von Dubai an durch verschiedene geschlossene Kamera-Überwachungszonen überwacht. Auch Orte, die im Zusammenhang mit dem Mord von Bedeutung sind, wie die Zone vor al-Mabhoughs Hotelzimmer, wurden kontinuierlich durch Kameras überwacht.

** Inzwischen wurde bekannt, dass auch ein deutscher Pass bei dem Mordanschlag an al-Mabhough in Dubai eingesetzt wurde.

Die Staatsanwaltschaft in Köln ermittelt.

http://zmag.de/artikel/israel-gestohlene-identitaeten-fuer-einen-mord

Israel bombardiert Gazas landwirtschaftlichen Sektor

von Eva Bartlett

16.02.2010 — Ingaza Blog

— abgelegt unter:

“Wenn wir den Weizen heute nicht säen können, dann haben wir in diesem Jahr keine Ernte,“ sagt Abu Saleh Abu Taima, während sie die beiden israelischen Militärjeeps am Grenzzaun östlich von Khan Yunis sehen. Obwohl sein Land mehr als 300 m entfernt ist, also außerhalb der von Israel bestimmten ‚Pufferzone’ hat Abu Taima Grund, misstrauisch zu sein. „Gestern schossen sie auf uns, als ich mit meiner Frau und meinen Neffen hier war.

Wie viele Bauern an Gazas Ost- und Nordgrenze hatte Abu Taina das Pflanzen und Säen wegen Wassermangels und wegen der Bedrohung durch isr. Soldaten entlang der Grenze verzögert. Nachdem die meisten Brunnen/Quellen und Zisternen im Grenzgebiet des Gazastreifens durch das israelische Militär bei den Angriffen im letzten Winter zerstört worden waren, blieb den Bauern keine andere Möglichkeit, als auf größeren Regen zu warten.

Die israelischen Soldaten begannen 2003 das Land intensiv mit Bulldozern zu bearbeiten und beendeten diesen Job im letzten Krieg, sagt Hamdan Abu Taina, Besitzer von 30 Dunum, die gefährlich nahe an der Pufferzone liegen. Nasser Abu Taina hat 15 Dunum nahebei. Weitere 15 Dunum liegen direkt an der Grenze und dürfen lt Militär nicht betreten werden. Mein Brunnen wurde im letzten isr. Krieg zerstört. Vor fünf Jahren hatte ich hier Gewächshäuser für Tomaten, ein Haus und viele Bäume. Alles ist weg. Jetzt säe ich Weizen, wenn ich kann. Es ist das einfachste. Nasser zeigt auf die Trümmer seines Hauses, erntet ein paar Kaktusfeigen und schüttelt seinen Kopf. Solch eine Schande. Solche Verschwendung. Ich kenne hier jeden Quadratmeter. Jetzt fühle ich mich die meiste Zeit krank, weil ich mein Land nicht erreichen kann. Und ich muss mich um 23 Familienmitglieder kümmern und sie ernähren.

Vor etwa 10 Jahren richtete Israel die Pufferzone entlang der international anerkannten grünen Linie ein. Israelische Bulldozer entfernten alte Oliven- und Fruchtbäume und zerstörten landwirtschaftlich genütztes Land mit Bewässerungsschläuchen, zerstörten Häuser und Gewächshäuser, Brunnen und Zisternen, Maschinen und Tierställe.

Die Pufferzone von Gazas äußerstem Nordwesten bis zum südöstlichsten Punkt, undeutlich markiert, annektiert mehr als die 300 m an der Grenze entlang. Die israelischen Behörden sagen, dass jeder sein Leben riskiert und von isr. Soldaten erschossen wird, der sich innerhalb dieser 300m aufhält. Mindestens 13 pal. Zivilisten sind so seit dem 18. Januar 2009 schon getötet und 39 verletzt worden – unter ihnen Kinder und Frauen.

Ein ganzer Sektor zerstört

Die UN-Agentur OCHA berichtet, dass grob ein Drittel von Gazas landwirtschaftlich genütztem Land innerhalb der Pufferzone liegt, deren Breite zwischen einem halben bis 2 km breit ist.

Ahmed Sourani vom Palästinensisch-landwirtschaftlichen Hilfskomitee (PARC) sagte zur Guardian-Zeitung: „Es ist indirekte Konfiszierung aus Angst. Meine Befürchtung ist, dass wenn dies so bleibt, es eine vollendete Tatsache bleibt. Nach PARC ist das fruchtbare Farmland in und in der Nähe der Pufferzone bis vor kurzem Gazas Futterkorb und die Hälfte von Gazas Lebensmittel wurden in diesem Gebiet produziert.

2008 beschäftigte der landwirtschaftliche Sektor nahezu 70 000 Bauern, sagt PARC, einschließlich 30 000 landwirtschaftliche Arbeiter, die hier etwa 5 $ pro Tag verdienten.

Bis vor ein paar Jahren war die Landwirtschaft eine der produktivsten Arbeitszweige und ist nun einer von denen, die am wenigsten hervorbringen und am gefährlichsten ist – auf Grund des israelischen Schießens und der Aggressionen gegen die Menschen in der Grenzregion. Von den 175 000 Dunum kultivierbaren Landes – so berichtet PARC – sind 75 000 Dunum während der israelischen Invasion und Operation zerstört worden … 35-60% der landwirtschaftlichen Industrie wurden nach der UN und dem World Health Organisation zerstört. Gazas einzige Landwirtschaftsschule in Beit Hanoun war auch zerstört worden. Oxfam stellt fest, dass der israelische Krieg gegen den Gazastreifen und die Pufferzone etwa 46 % des landwirtschaftlichen Landes nutzlos und unerreichbar liegen lässt.

Meer als 35 000 Rinder, Schafe und Ziegen wurden während des israelischen Angriffes getötet, außerdem eine Million an Hühnern und Kücken – nach dem UN-Umwelt-Programm (UNEP)-September 2009-Bericht.

Sogar vor dem letzten Angriff hätte es wegen der Blockade schon ernsthaften Mangel an landwirtschaftlich benötigten Dingen gegeben: Baumsetzlinge, Pestizide, Dünger, Plastikplanen für Gewächshäuser und Schläuche für die Bewässerung hat es schon länger nicht mehr gegeben, heißt es in dem Bericht von 2008.

Im März 2009 listet der OCHA-Bericht auf: Nylonplanen, Samen, Oliven und andere Fruchtbaumsetzlinge, Plastikschläuche, Dünger, Tierfutter, Kleinvieh und vieles andere sind kaum vorhanden, und vieles davon ist dringend nötig.

Der Mangel an landwirtschaftlichen Waren, verbunden mit Israels Politik der Zerstörung und Aggression in der Pufferzone bedeutet ,dass die Bauern ihren Anbau völlig verändert haben: sie säen niedrigen Weizen und Roggen, wo vorher Gemüse und Obstgärten wuchsen und blühten oder pflanzen gar nichts mehr. Die Wasserquellen sind besonders hart während Israels Angriffen im letzten Winter 08/09 getroffen worden.

Eine UNDP- Untersuchung nach den Angriffen fand heraus, dass fast 14 000 Dunum des Bewässerungsnetzwerks und Röhren zerstört worden sind, zusammen mit 250 Brunnen und 327 Wasserpumpen, die völlig beschädigt wurden. Weitere 53 Brunnen wurden teilweise durch Bombardements und durch Bulldozer beschädigt worden. Dies schließt die vielen zerstörten Zisternen und Bewässerungsteiche aus.

Die Bauern bringen jetzt das Wasser in Plastikgefäßen oder warten auf den nächsten tüchtigen Regen, um etwas von ihrer Ernte zu retten. Viele andere haben aufgegeben, ihr Land zu bearbeiten,

Landwirtschaftliche Arbeit unter Beschuss

Mohamed Al-Ibrim, 20, von Benesuhela, einem Dorf bei Khan Yunis wurde in der Grenzregion durch israelischen Beschuss verletzt. Am 18.Februar arbeitete ich mit anderen Landarbeitern 500 m von der Grenze entfernt. Wir arbeiteten ein paar Stunden ohne Probleme und die Israelis beobachteten uns. Die israelischen Soldaten begannen mit dem Schießen, als wir unsern kleinen Transportkarren schoben, weil etwas an ihm gebrochen war. Ich wurde in den Knöchel geschossen. Seine Verletzung kam gerade ein paar Wochen, nachdem sein Cousin Anwr Al-Ibrim von der Kugel eines israelischen Soldaten Kugel tödlich ins Genick getroffen wurde. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Im Norden des Gazastreifens hat Ali Hamad, 52, ein 18 Dunum großes Stück Land, grob 500 m von der Grenze bei Beit Hanoun entfernt. „Die Israelis zerstörten im letzten Krieg mit Bulldozern meine Zitronenbäume, Wasserpumpen, Brunnen und Bewässerungsschläuche. Keiner kann hierher kommen, um den Schutt von meinem Brunnen zu entfernen – jeder hat Angst vor den israelischen Soldaten an der Grenze. Jetzt warten wir auf den Winterregen. Alle bis auf einen Brunnen und eine Pumpe sind in dieser Region zerstört worden. Ich habe meine restlichen paar Bäume seit dem Krieg nicht mehr gewässert. Ich pflegte sie sonst einmal in der Woche zu wässern, drei bis vier Stunden lang. Jetzt sind sie vertrocknet und die Früchte, Zitronen und Orangen sind winzig.

Mohamed Musleh,70, lebt östlich von Beit Hanoun, etwas 1,5 km von der Grenze entfernt und besitzt die einzige noch funktionierende Pumpe in seiner Region.

In diesem Gebiet gab es sonst viele Vögel, weil es hier fruchtbar war, bis die Israelis anfingen, alle Bäume – auch die meinigen – mit Bulldozern zu zerstören. Als die Leute wieder Bäume anpflanzten, begannen die Israels, die Wasserquellen zu zerstören.

Ahmed Al-Basiouni, 53, besaß den ersten Brunnen, der 1961 östlich von Beit Hanoun gebaut worden war. Meine Brüder und ich haben 60 Dunum Land. Viele Leute holten Wasser aus unserem Brunnen. Er wurde 2003 zerstört und noch einmal im letzten israelischen Krieg. Wenn ich jetzt meine restlichen Bäume wässere, mach ich es mit der Hand – einen Baum nach dem anderen.

UNEO warnte in seinem Septemberbericht, dass das Aquifer des Gazastreifens in Gefahr sei, zu kippen. Die Ursache des Problems liegt darin, dass immer mehr Salzwasser vom Meer her einsickert, weil zu viel Grundwasser entzogen wird. Nach dem Bericht ist der Salz- und Nitratgehalt des Wassers weit über dem vom WHO erlaubten Standard. Etwa 90 und 95% des für die Palästinenser erreichbaren Wassers im Gazastreifen ist kontaminiert und für menschlichen Gebrauch ungeeignet – nach WHO-Standard.

Das Wasser ist weiter von anderen chemischen Bestandteilen kontaminiert, die die israelische Armee während des Krieges im Gazastreifen zurückließ. Dazu weitere Kontaminationen von den zerstörten Asbestdächern und dem Gift, das von den Tausenden von Tierleichen ausgeht und von den Müllplätzen, die unzugänglich und während des Krieges beschädigt wurden. All dies verschlimmert und verschärft die Situation.

(( weitere Beispiele, wie Israel die Landwirtschaft des Gazastreifens zerstört, das Land, die Brunnen, die Bäume; es gibt kein Material, um die Brunnen wieder herzustellen. Ein Landbesitzer verliert 0,25 Mill. Dollar auf Grund der Zerstörung ER…))

Trotzdem versuchen einige durchzuhalten.

„Nun bauen wir Okra an und haben 40 Olivenbäume neu angepflanzt. Aber es wird Jahre dauern, bevor wir Oliven ernten können. Wir müssten die Bäume alle drei Tage gießen, aber unser Brunnen war zerstört worden. Also müssen wir das Wasser mit Containern bringen. Wir sind 13 in unserer Familie, vier davon an der Universität. Außer der Landwirtschaft haben wir keine Arbeit. …“

‚Meine Hühnerfarm – etwa 500m von der Grenze entfernt – als auch 500 Frucht- und Olivenbäume und 100 Dunum Land mit Weizen und Erbsen auf meinem und meines Nachbarn Land wurden im Mai 2008 von israelischen Bulldozern zerstört, auch meine Zisterne, die Pumpe und der Motor und einer meiner Traktoren wurden zerstört ….Die Seite unseres Hauses, die auf der Grenzseite lag, ist von Kugeln israelischer Waffen durchlöchert ..

Wir haben ein anderes Haus mieten müssen; aber wie sollen wir die Miete zahlen? …’

Seit den ersten Beschränkungen durch die Belagerung des Gazastreifens vor fast vier Jahren hat sich die Situation der Landwirtschaft des Gazastreifens und die Möglichkeit, etwas zu produzieren …durch Zerstörung … sich dramatisch verschlechtert, die Menschen sind inzwischen stark unterernährt.

Der traurige Zustand der Landwirte macht sich in der ganzen Bevölkerung bemerkbar, und die Palästinenser sind nun weitgehend von den teuren israelischen Waren abhängig, die in geringen Mengen ab und zu nach Gaza hineingelassen werden.

Orginalartikel: Dieser Artikel ist NICHT bei http://www.zmag.org erschienen!
Übersetzt von: Ellen Rohlfs