Guarded Israeli settlers seize new house in Jerusalem neighborhood

OCCUPIED JERUSALEM, (PIC)– Palestinian sources said that Israeli settlers escorted by policemen took over a two-story house at an early hour Thursday in Sa’diya neighborhood in the old city of occupied Jerusalem.

The sources added that the house is owned by a Palestinian citizen called Suleiman Handal and is inhabited by the family of Kamal Qirsh.

One of the neighbors reported that the residents of the neighborhood rushed to confront the Israeli assailants when women inside the house screamed for help, but the policemen encircled the house to prevent them from approaching.

Fatah revolutionary council member Dmitry Dliani said the policemen tried to expel the women from the house, but the women locked themselves inside three rooms of 11 and refused to leave the house, while the settlers seized the other rooms.

Dliani expressed fears that the settlers would turn the house into a religious school because of its large area and its sensitive location near the Aqsa Mosque.

With this new takeover raid on the house, the number of buildings seized by Israeli settlers in this neighborhood rose to five.

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s794jBH8rr7mMi4T3MWEzP0vVc7Sp7J2l6vg4pnHa5qTk%2bcn751fYg1H7VAaOHL7V3leIIEAdwvDad1CF%2fAU3GrfIKnIt2bKKDUXDXxtP0iZM%3d

Israelische Polizei zerstört Dorf der Beduinen

Am Dienstag wurde das Dorf al-Arakib in der Negev-Wüste von israelischen Polizisten gestürmt und die Häuser von rund 300 Beduinen dem Erdboden gleich gemacht. Rund 1’500 Polizisten rückten im Morgengrauen in die offiziell „nicht anerkannte“ Siedlung ein und vertrieben die Menschen, bevor sie mit fünf Schaufelbaggern und Planierraupen die 30 bis 40 Häuser zerstörten. Auch hunderte Olivenbäume der Dorfbewohner sind einfach platt gemacht worden. Damit haben die Beduinen ihr Zuhause verloren und sind obdachlos.

Die Dorfbewohner und linke Aktivisten die ihnen halfen, versuchten sich gegen die massive Polizeipräsenz zu wehren. Dabei sind mehrere Menschen verletzt und einige verhaftet worden. Zeugen berichten, mit der Polizei kamen auch mehrere Busse mit rechtsradikalen Nationalisten, welche die Zerstörung beobachteten und dabei laut jubelten.

In der Negev-Wüste leben 155’000 Beduinen die israelische Staatsbürger sind. Mehr als die Hälfte in sogenannten „nicht anerkannten“ Dörfern. Sie werden wie Dreck behandelt, weil sie Araber sind und dem Islam folgen. Seit 1948 hat Israel sich geweigert die Dörfer zur Kenntnis zu nehmen und deshalb wird ihnen alle lebensnotwendigen Dienste, wie Wasser, Strom, Strassen, Schulen und Abfallbeseitung verweigert. Systematisch werden ihre Siedlungen von der israelischen Regierung zerstört, um die Politik der Judaisierung durchzusetzen.

Ganz klar eine ethnische Säuberung, brutaler Rassismus und staatlicher Terror.

Genau wie mit den Indianern in Amerika, hat man die seit Jahrtausenden nomadisierenden Beduinen ihre ursprüngliche Lebensweise genommen und in ein Reservat-ähnliches Gebiet im Nordosten des Negev umgesiedelt, welches lediglich 10% der Fläche des Negev ausmacht. Mit der Ausrede des Umweltschutzes hat man ihnen das Grasen von Vieherden verboten und dadurch ihre Lebensgrundlage zerstört.

Damit hat man Platz für jüdische Siedler geschaffen, die aus dem Ausland in den letzten 20 Jahren eingewandert sind.

Ausserdem wird die Negev als Mülllager verwendet, für die Entsorgung des Abfalls aus den israelischen Grossstädten und auch für den gefährlichen Sondermüll. Aber der grösste Teil des Negev wird von den israelischen Streitkräften als Übungsgelände für die Luftwaffe und für Raketen- und anderen Waffentests benutzt.

Hier Aufnahmen der Aktion:

http://www.youtube.com/watch?v=wQP43moWcXk&feature=player_embedded

Durch die brutale Polizeiaktion haben 300 Beduinen, davon 200 Kinder, kein Dach über dem Kopf.

http://www.youtube.com/watch?v=d2bCIspDbHs&feature=player_embedded

Die israelischen Behörden begründen die Zerstörung der Siedlung mit der Ausrede, die Beduinen wären nicht Eigentümer des Landes und hätten keine Baugenehmigung. Die Bewohner von al-Arakib sagen aber, sie haben Besitzurkunden aus dem Jahre 1929, als die Briten Palästina regierten, und noch weiter zurück, aus der Zeit des Osmanischen Reich, lange vor der Gründung des Staates Israel 1948, das durch die Vertreibung der Palästinenser erst entstanden ist.

Genau wie in anderen Teilen Palästinas, wird der Urbevölkerung des Negev, die seit Jahrtausenden dort lebt, durch das zionistische Regime einfach das Land geraubt und die Lebensmöglichkeit verweigert.

Wir haben hier wieder eine völlige Perversion und Doppemoral. Die israelische Regierung und auch die Weltgemeinschaft dulden und fördern die Errichtung von illegalen jüdischen Siedlungen für Neueinwanderer auf palästinensischen Gebiet, wie im Westjordanland. Aber die berechtigten Siedlungen der Palästinenser, oder in diesem Fall der Beduinen, die immer schon dort gelebt haben, werden ohne Skrupel plattgewalzt und keine westliche Regierung sagt was oder protestiert.

Und dann wundert man sich, wenn diese geschundenen und entrechteten Menschen sich wehren? Kenner der Situation sagen, die nächste Intifada wird eine der Beduinen sein.

Geposted von Freeman um 00:05 21 Kommentare

Thema: ,

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch http://alles-schallundrauch.blogspot.com/#ixzz0v6Zsjnxb

Britischer Premierminister – Gaza ist ein Gefangenenlager

Bei seinem Staatsbesuch der Türkei hat der britische Premierminister David Cameron die Situation in Gaza mit einem Gefangenenlager verglichen. Es war nicht das erste Mal, dass er die totale Blockade des Gaza-Streifen durch Israels so beschreibt. Die Aussage erfolgte während einer Ansprache vor führenden Geschäftsleuten in Ankara.

Bereits am 28. Juni hat Cameron im Parlament gesagt: “Jeder weiss, dass wir die Probleme mit dem Friedensprozess im Nahen Osten nicht lösen können, während Gaza effektiv ein Gefängnis ist.

Jetzt gab es einen „kleinen“ Unterschied in der Wortwahl. Im Juni benutzte er das Wort „Gefängnis“ und jetzt in Ankara „Gefangenenlager“, was noch deutlicher die Situation beschreibt.

Cameron sagte, Grossbritannien opponiert weiter die Blockade von Gaza.

Die Tatsache ist, wir haben schon lange die Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens verlangt, wir haben schon lange einen richtigen humanitären Zugang unterstützt. Obwohl es einigen Fortschritt gegeben hat, sind wir immer noch in der Situation, wo es sehr schwer ist rein zu kommen, es ist sehr schwer raus zu kommen. Deshalb denke ich, ist die Beschreibung (als Gefangenenlager) berechtigt.

An der gemeinsamen Pressekonferenz kritisierte der türkische Ministerpräsident Erdogan die Vorgehensweise Israels gegen den Schiffkonvoi mit humanitärer Hilfe für Gaza, der am 31. Mai überfallen wurde, wobei 9 türkische Staatsangehörige ermordet wurden.

Was wir in internationalen Gewässern gesehen haben, kann man nur als Piraterie bezeichnen. Es gibt keine andere Beschreibung dafür. Die Piraten sind in Somalia und wir greifen zu Massnahmen. Wenn eine ähnliche Situation hier passiert … bleiben die politischen Führer stumm, die für ein faires Leben für jedermann da sind … sie sollten nicht stumm bleiben.

Bei seiner Ansprache kritisierte Cameron auch die Opposition von Frankreich und Deutschland gegen den EU-Beitritt der Türkei. In einer emotionalen Verteidigung der Türkei beschuldigte der Premierminister Paris und Berlin der Doppelmoral, weil sie von der Türkei verlangen, die europäischen Grenzen als NATO-Mitglied zu verteidigen, während sie die Tür zur EU zuhalten.

Wenn ich daran denke, was die Türkei für die Verteidigung Europas als NATO-Alliierter getan hat … glaube ich ist es einfach falsch zu sagen, die Türkei kann das Lager bewachen, darf aber nicht ins Lager kommen.

Cameron sagte auch, die Türkei sollte seine Verbindungen mit dem Iran dazu benutzen, um Teheran von der Aufgabe ihres nuklearen Waffenprogramms zu überzeugen.

Erdogan sagte, die Türkei wird die UNO-Sanktionen einhalten, welche das iranische Nuklear- und Raketenprogramm treffen sollen. Aber sie werden nicht die zusätzlichen Restriktionen der USA und EU gegen Banken und der Ölindustrie implementieren, denn sie wollen die Verbindungen mit Iran vertiefen.

Cameron befindet sich auf einer Staatsvisite der Türkei, die ihn dann nach Indien weiterführt.

Es ist erstaunlich, was die neue britische Koalitionsregierung bisher von sich gegeben hat:

– Am 20. Mai sagte Cameron bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags, es wird keine weitere Übertragung von Kompetenzen an die EU geben und ein Betritt zur Eurozone ist vom Tisch.

– Am 12. Juni sagte Cameron bei einem Truppenbesuch in Afghanistan, die Zwillingstürme wurden am 11. September 2001 gesprengt.

– Am 22. Juli sagte der Vizepremierminister Nick Clegg, der Irakkrieg sei illegal.

– Am 24. Juli sagte der Verteidigungsminister Liam Fox, im Irak wurde Uranmunition verwendet.

– Und jetzt die Aussage von Cameron, Gaza sei ein Gefangenenlager.

Was wir schon lange sagen, wird jetzt sozusagen offiziell bestätigt.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch http://alles-schallundrauch.blogspot.com/#ixzz0v1WVNfbO

400 Millionen Dollar für Militär von Fateh

London.

Die britische Zeitung Independet hat gestern, am Dienstag, den 27.07.2010, einen Bericht veröffentlicht aus dem hervorgeht, dass Amerika  das Militär von Fateh, welche unter Führung von Mahmud Abbas steht, mit 400 Millionen Dollar gegen Hamasmitglieder in der Westbank  unterstützt und das seit 2007.

Aus dem Bericht erklärt ebenfalls, dass 45  Soldaten aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Großbritannien die Soldaten, welche Fath angehören, trainieren und ihnen zeigen, wie sie gegen Hamas anzukämpfen haben.

Im Bericht wurde krisiert, dass das amerikanische Außenministerium Fath seit Jahren mit Gelden beliefert ohne zu erklären, ob diese irgendwelche Erfolge ergaben haben oder nicht.

Der Independent gab an, dass die Vereinigten Staaten 4 Bataillonen von Fath in Jordanien  (und eine jordanische) ausbilden, welche 2500 Soldaten umfassen.

Erst vor wenigen Tagen, berichtete die hebräische Zeitung Haaretz, dass Israel Fateh 50 Kampfmaschinen russischer Herkunft zugesagt hat als Zeichen ihrer Zufriedenheit mit der Arbeit von Fateh, welche sich um Einiges verbessert hat.

http://paltimes.net/arabic/read.php?news_id=115969

Palästinenser dribbeln sich ins Guinness Buch

23.07.2010 13:20 Uhr

Rafah/Tel Aviv (AZ) – Mit sportlichen Höchstleistungen fällt der Gazastreifen eigentlich nie auf. Jetzt aber haben sich 7203 palästinensische Kinder mit Basketbällen ins Guinness Buch der Rekorde gedribbelt.

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Kinder aus Gaza stellen neuen Rekord auf

DPA

Der Rekord für das 15 Minuten lange gleichzeitige Aufschlagen der Bälle müsse allerdings noch offiziell anerkannt werden, sagte der Sprecher des UN-Hilfswerkes für Palästinaflüchtlinge Adnan Abu Hasna in Gaza. Die bisherige Höchstleistung stammt den Angaben zufolge aus dem Jahr 2007, als im US-Bundesstaat Indiana rund 3054 Sportsfreunde gleichzeitig mit ihren Basketbällen dribbelten.

Die palästinensischen Schulkinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren nehmen an einem Sommerlager der Vereinten Nationalen teil. Sie kommen alle aus überfüllten Flüchtlingslagern, wo es keinen Platz für große Sportereignisse gibt. Deshalb dribbelten sie am Donnerstagabend auf einer von Israel schwer beschädigten Landebahn des Flughafens von Gaza. Der Airport ist außer Betrieb. Nach dem Rekord durfte alle Kinder ihren Ball als Geschenk behalten.

Die Kinder wollten mit dem Rekordversuch zwei Botschaften in die Welt senden, sagt Abu Hasna: «Wenn sie nur die Chance bekämen, könnten sie weltweit die Ersten werden.» Außerdem solle das Sportereignis in den Ruinen des Flugplatzes von Gaza an die seit drei Jahren währende Blockade des Gazastreifens durch Israel erinnern.

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Aus-aller-Welt/Artikel,-Palaestinenser-dribbeln-sich-ins-Guinness-Buch-_arid,2202385_regid,2_puid,2_pageid,4293.html?et_cid=4&et_lid=5

Israel bereitet den Weg zum Töten per Computer

von Jonathan Cook

13.07.2010 — The National

Es wird “Spot and Shoot” ( Erkenne und schieße!) genannt. Der Operateur sitzt vor einem Fernseh-Monitor, von dem aus man die Aktion mit einem Playstation-artigem Joystick (Steuerstock) kontrollieren kann. Das Ziel ist: zu töten.

„Gespielt“ wird dies von jungen Frauen, die in der israelischen Armee dienen.

Spor and shoot, wie es von der israelischen Armee genannt wird, mag wie ein Videospiel aussehen, die Figuren auf dem Schirm sind aber wirkliche Menschen – Palästinenser im Gazastreifen – die mit dem Druck auf einen Knopf am Joystick getötet werden können.

Die Soldatinnen, die weit weg ( von diesen Menschen) in einem Operationsraum sitzen, sind verantwortlich fürs Zielen und Abschießen der aus der Ferne kontrollierten Maschinengewehre, die in einem der Beobachtungstürme alle paar hundert Meter entlang des Elektrozauns stehen, der den Gazastreifen umgibt.

Das System ist eines der letzten Geräte für „Entferntes Töten“, die von Israels Rafaels Rüstungskompanie entwickelt wurde, der früheren Waffenforschungsdivision der israelischen Armee. Jetzt ist es eine separate Regierungsfirma.

Nach Giora Katz, Rafaels Vizepräsident, ist die aus der Ferne kontrollierte militärische Hardware wie „Spot and Shoot“ die Waffe der Zukunft. Er erwartet, dass innerhalb eines Jahrzehnts wenigstens ein Drittel der Maschinen, die von der israelischen Armee benützt werden, um Land, Luft und Wasser zu kontrollieren, unbemannt ist.

Der Wunsch nach solchen Geräten ist zum einen durch eine geringere Rekrutierung von Soldaten angefacht worden und zum anderen dadurch , dass die Bevölkerung weniger bereit ist, im Kampf den Tod zu riskieren, gibt das Militär zu.

Oren Berebbi, Chef der Technologiebranche, sagte vor kurzem einer amerikanischen Zeitung: „Wir versuchen jetzt überall auf dem Schlachtfeld, mit unbemannten Fahrzeugen auszukommen … wir können immer mehr Aufträge erfüllen, ohne das Leben von Soldaten zu gefährden.“

Der schnelle Fortschritt mit dieser Technologie hat bei der UN Alarm ausgelöst. Philip Alston, ihr Sonderberichterstatter über außergerichtliche Tötungen warnte letzten Monat vor der Gefahr, dass eine „Play-Station-Mentalität zum Töten“ sich schnell entwickeln könnte.

Doch nach Analytikern ist es unwahrscheinlich, dass Israel sich von der Hardware abwendet, die sie gerade entwickelt – und dabei die besetzten palästinensischen Gebiete, besonders den Gazastreifen als Testlabor benützt.

Aus der Ferne kontrollierte Waffensysteme werden von unterdrückerischen Regimen und der expandierenden Sicherheitsindustrie rund um den Globus verlangt.

Diese Systeme sind noch im Anfangsstadium der Entwicklung, aber es gibt für sie einen großen und wachsenden Markt,“ sagt Shlomo Brom, ein General im Ruhestand und Verteidigungsanalytiker am Institut der nationalen Sicherheits-Studien an der Tel Aviver Universität.

Das Spot und Shoot-System – offiziell als Sentry-Tech – hat vor allem deshalb große Anziehungskraft, weil es von 19/20jährigen Soldatinnen bedient wird. Es wird so zum einzigen Waffensystem, das nur von Frauen operiert wird.

Soldatinnen werden bevorzugt, diese Geräte des entfernten Tötens zu bedienen, weil es in Israels Kampfeinheiten einen Mangel an Rekruten gibt. Junge Frauen können diese Aufgaben erfüllen, ohne dass das soziale Tabu, ihr Leben zu riskieren, gebrochen wird, sagt Herr Brom.

Die Frauen sollen jeden, der sich dem Zaun rund um Gaza verdächtig nähert, identifizieren und – wenn autorisiert von einem Offizier – ihn mit ihrem Joystick exekutieren.

Die israelische Armee, die diese Technologie entlang Israels anderen Konfrontationslinien einzuführen plant, weigert sich, zu sagen, wie viele Palästinenser im Gazastreifen schon durch diese ferngesteuerten Maschinengewehre getötet worden sind. Nach den israelischen Medien jedoch glaubt man, dass es mehrere Dutzend sind.

Das System wurde vor zwei Jahren allmählich zur Überwachung eingeführt, die Operateure sind aber erst seit kurzem in der Lage, damit zu schießen. Die Armee gab zu, im Dezember Sentry Tech angewendet zu haben und damit wenigstens zwei Palästinenser mehrere hundert Meter innerhalb des Zaunes getötet zu haben.

Haaretz, der selten Zugang zu einem Sentry Tech Kontrollraum gegeben wurde, zitierte einen Soldaten Bar Keren,20, der letzte Woche sagte: „Es ist sehr verführerisch, derjenige zu sein, der dies tut. Aber nicht jeder möchte diese Arbeit tun. Es ist keine einfache Sache, einen Joystick wie diesen von einer Sony Play-Station zu nehmen und zu töten. Aber letzten Endes ist es ja zur Verteidigung.“

Audio-Sensoren auf den Türmen bedeuten, dass die Frauen den Schuss hören, der das Ziel tötet. Keine Frau hat bis jetzt ihre Aufgabe des Schießens auf „belastete“ Palästinenser verfehlt. Das israelische Militär, das ein nicht gekennzeichnetes Niemandsland innerhalb des Zaunes festlegt und das ca. 300 Meter weit in die schmale Enklave hineinragt, ist von vielen Seiten kritisiert worden, da es auf Zivilisten in der militärisch „geschlossenen“ Zone das Feuer eröffnet.

Von der Fa. Rafael wird berichtet, dass sie eine Version des Sentry Tech entwickelt, das Raketen auf größere Entfernungen abfeuern kann.

Etwas anderes wurde kürzlich für die israelische Armee entwickelt: ein gepanzerter Roboterwagen, der ein Gebiet mit 80km/h kontrollieren, durch Städte fahren, Überfälle ausführen und auf Ziele schießen kann. Er patrouilliert jetzt die israelische Grenze mit Gaza und dem Libanon. Die israelischen Entwickler, G-nius, haben ihn den ersten „Robotersoldaten“ genannt.

Israel ist am besten für seine Rolle bekannt, „unbemannte Flugapparate“ zu entwickeln – oder Drohnen, wie sie jetzt bekannt geworden sind. Ursprünglich waren sie fürs Spionieren gedacht und zuerst von Israel über dem Süden des Libanon in den frühen 80er-Jahren benützt worden. Heute werden sie zunehmend für außergerichtliches Töten aus großer Höhe (Tausende Fuß )verwendet.

Orginalartikel: Dieser Artikel ist NICHT auf http://www.zmag.org erschienen!
Übersetzt von: Ellen Rohlfs

Sheikh Raed Salah ab heute im Gefängnis

Sheikh Raed Salah

Sheikh Raed Salah

UM AL-FAHAM.

Ab heute muss Raed Salah eine Strafe von 5 Monaten im israelischen Ramla Gefängnis absitzen. Einem Versuch von seinen Anwälten vergangenen Freitag Einspruch gegen das Urteil einzulegen wurde widersprochen. Ihn begleiteten zig Autos seiner Islamischen Bewegung (Islamic Movement, Al-Haraka Al-Islamiya) in den 48er Gebieten auf seinem Weg zum Gefängnis. Mitglieder der Islamischen Bewegung betonten, dass das Gefangennehmen von Sheikh Raed Salah die Palästinenser nicht daran hindern wird, weiterhin die Al-Aqsa Moschee vor israelischen Angriffen zu schützen.

Das Urteil geht auf eine Auseinandersetzung von Sheikh Raed Salah sowie anderen Palästinensern mit der voll ausgerüsteten israelischen Armee 2007 zurück. Dabei versuchten die israelischen Soldaten die Al-Aqsa Moschee zu stürmen und Sheikh Raed Salah sowie andere Palästinenser verteidigten die Moschee. Sie wurden im nachhinein von den Soldaten eingekesselt. Hiernach erging ebenfalls das Urteil, dass sich Sheikh Raed Salah der Altstadt von Jerusalem nicht mehr als 150 m nähern darf und dass er sich nicht mit mehr als 6 Personen in der Öffentlichkeit befinden darf.

weiter Infos:

http://paltimes.net/arabic/read.php?news_id=115838 (arabisch)

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7uQxpxzoL1veScnEmlL%2bN4r2yunymW89OE8gdYXmMwLgp3YBVQWTh3EZcjSurOxqn2BUeBBAlG%2fxCMpFx60%2fRjxMkRvDeWHJTwJoKYbpuUJw%3d

IOA: security coordination with Abbas militias the best ever

NAZARETH, (PIC)– Commanders of the Israeli occupation troops have hailed the militias of Fatah leader Mahmoud Abbas in Ramallah for the security-coordination it make with the IOF troops, describing such coordination as „fruitful“.

Lt. Colonel Itzik Barr, the commander of the northern West Bank command in the IOF troops welcomed the security coordination with Abbas forces, saying that it was going through its best stages, fruitful, and reaping positive results.

But he said that although the security coordination was on a peak, it needs to be fortified and supported with the IOF troops to remain on the alert because security matters in the West Bank are „unstable“.

„We are indeed very much happy with the performance of Abbas’s militias in quelling terrorism“, he added referring to the Palestinian resistance factions that fight the Israeli occupation in the West Bank.

He also urged the IOF troops to control themselves „in certain conditions“ in order to enhance the position of Abbas’s forces among the Palestinian public“, pointing out that the Israeli soldiers now could enter to the depth of the West Bank without being fired at even with one bullets unlike before when the Palestinian resistance was still active in the area.

In the same context, the IOA agreed to allow 50 armored vehicles donated by Russia to the PA to go to the forces of Abbas in the West Bank as a gesture of „goodwill“ and in „appreciation“ to the performance of those forces in preserving the security of the Israelis.

But the IOA demanded that those armored vehicles shouldn’t be equipped with any attack weapons that might be used against the occupation in any extraordinary conditions in the future.

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7KYSPKxBbkUOvUFIzFKAlvGZzlnijY7ElAsqK6kmgMPQHL%2bWuNUk2O%2b3Nm7RFs5mNhc36cfCIDYfzPn%2bReUx6phiM%2fxoGC225GGGA5DC8n0M%3d

Abbas’s forces, for its part, agreed to the Israeli condition, saying the military vehicles will be used to ensure order on the streets of West Bank cities and towns, and to quell demonstrators in the West Bank.

Stromausfälle schaden Krankenhäusern in Gaza und bedrohen Patienten

Gaza.

Der tägliche Stromausfall in Gaza, welcher pro Tag 16 Stunden betragen kann, schadet, abgesehen von allen in Gaza lebenden Menschen, Krankenhäusern und somit Patienten in Behandlung in massiver Weise. Dieser wird durch die Blockade Gazas ausgelöst, so herrscht Knappheit an Elektrizität und es kommt jeden Tag zu Stromausfällen.

Bei einer Operation in einem Labor in einem Krankehaus ist ein Sicherheitsgenerator aufgrund von Stromausfall lahmgelegt worden und die Ärzte mussten eine Operation, in der sie sich gerade befanden, für 10 Minuten stoppen, was fatale Folgen für das Leben des Patienten haben kann.

Mehr Infos unter:

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7VTM%2bVCt2DiahfXT975mUnxJg2ki6GamS5CteS975plq3D08ElrVZCVl%2bsYsbf1EIvrmcKFmx%2fDqagOeWZrj1y1GhwAcUAsRnWrnZvAaR25s%3d

Stop Funding Israel: Boykott Nestle und AOL, Was haben Datteln mit Israel zu tun?

Hallo zusammen,

ich wollt euch nochmal an etwas erinnern und zwar an den Boykott von Kompanien, die Israel finanziell unterstützen.
Besonders will ich einige hier bei uns sehr bekannte Kompanien und Firmen betonen, die wir boykottieren sollten.
Wir haben auf dem Blog die Bilder verlinkt, das heißt, wenn ihr auf die Bilder klickt, gelangt ihr zu Seiten, die beweisen, dass diese KOmpanien WIRKLICH
Israel unterstützen, ihr habt es sozusagen schwarz auf weiß!
Ich bin vorhin auch noch auf eine neuere aktuelle Seite zum Boykott von diesen Kompanien gestoßen und möchte euch den Link davon empfehlen:

http://stopfundingisrael.com/companies.html

Da ich bemerkt habe, dass man manchmal vergisst oder auch nicht darauf achtet, was man so kauft, wollt ich nochmal betonen, dass man vor allem hier

NESTLE

boykottiert. Dazu gehört sowas wie KitKat, Lion,Quality Street, Smarties, Baci,  Baby Ruth, Butterfinger,  Aero, Polo, Frutips, Flake, Dairy Milk bars, Malteser, Nesquik, Maggi, Bübchen, Mövenpick und und und…
Auf Vittel Wasser sollte man auch verzichten. Es gehört auch zu Nestle dazu.

Wer unsicher ist, was alles zu Nestle gehört, kann auf deren Homepage gehen: http://www.nestle.de/Home/MarkenProdukte/UnsereProdukte/NestleWaters/Vittel/

Und was macht Nestle überhaupt?
Nestle gehört 50% des israelischen Essenshersteller Osem Investment. Auch hatten sie schon angesagt, dass sie ab 2000 Israel mit Millionenbeiträgen finanzieren wollen, wie z.B. das R&D Center in Israel. Dafür gabs von Israel auch einen Award!
Ein Beispiel: Wenn man ein KitKat ist, kommt 20 Cent davon nach Israel. Guten Appetit!

hier ein interessanter Anruf bei Nestle von StopFundingIsrael:


hier was über den Zusammenhang von Datteln, Ramadan und Israel:


Aus diesem Video geht hervor, wie Palästinenser auf die Dattelpalmen klettern müssen, was sehr in die Höhe geht. Dabei müssen sie mit einer Hand die Datteln pflücken und mit der andren Hand sich am Baum festhalten. Sobald etwas daneben geht, können sie fallen und sich die Knochen brechen. Abgesehen davon werden sie sehr schlecht bezahlt und es besteht keine Garantie, dass man bezahlt wird! mehr Info Text unter: http://www.inminds.com/boycott-israeli-dates.phphttp://www.inminds.com/boycott-israeli-dates.php

Wer

AOL

hat, sollte auch wechseln, denn diese investieren. Diese haben innerhalb von 10 Jahren (1988-1998) über eine HALBE BILLION DOLLAR in Israel investiert und zum Jubiläum gabs einen Award von Israel 1998.


Netanyahu verrät sein wahres Gesicht – Leider war die Kamera eingeschaltet!

Gerissener Bibi – sag uns die Wahrheit!

von Gideon Levy

07.07.2010 — Ha’aretz

Dieses Video sollte nicht für Minderjährige ausgestrahlt werden. Dieses Video sollte aber in jedem Haus in Israel gezeigt, dann nach Washington und Ramallah geschickt werden. Es sollte Kindern nicht gezeigt werden, damit sie nicht verdorben werden, aber im ganzen Land und in aller Welt verteilt werden, sodass jeder erkennen wird, wer die Regierung Israels anführt. Kanal 10 präsentierte: das wirkliche und betrügerische Gesicht von Benyamin Netanyahu. Es wurde ausgestrahlt am Freitagabend in „Diese Woche mit Miki Rosenthal,“. Es wurde 2001 heimlich bei einem Besuch des Bürgers Netanyahu aufgenommen, als er im Haus einer trauernden Familie in der Siedlung Ofra war – und erstaunlicherweise hat es keinen Aufruhr verursacht.

Die Szene ist mitleiderregend und zugleich ungeheuerlich. Der letzte von Netanyahus ergebenen Anhängern, der glaubt, er sei der Mann, der Frieden bringt, würde sofort seine Meinung geändert haben. Die Präsidenten Barack Obama und Shimon Peres, die weiter daran festhalten, dass Netanyahu Frieden bringen wird, werden anders reden, wenn sie diesen heimlich aufgenommen Videofilm gesehen haben. Sogar die Abneigung des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas, direkte Verhandlungen mit dem Mann aus dem Video zu führen, würde verständlich sein. Was sollte mit einem Straßenhändler diskutiert werden, der 2% gibt, um 100% zu verhindern (?),“ wie ihm sein Vater sagte, der den Großvater zitierte.

Israel hatte viele politisch rechte Führer, seitdem Menachem Begin „viele Elon Morehs“ versprach; aber es gab niemals einen wie Netanyahu, der es mit Täuschungen machen wollte, um sich über Amerika lustig zu machen, um die Palästinenser auszutricksen und um uns alle in die Irre zu führen. Der Mann im Video verrät sich mit seinen eigenen Worten selbst als Schwindler. Und nun ist er noch einmal Ministerpräsident von Israel. Versuche nicht zu behaupten, dass er sich seitdem verändert hat. Solch eine krumme Art des Denkens ändert sich nicht in einigen Jahren.

Vergiss die Rede an der Bar Ilan-Universität, vergiss die praktischen Errungenschaften bei seinem letzten Besuch in den USA; dies hier ist der wirkliche Netanyahu. Keine Behauptungen mehr, dass die Palästinenser am Misslingen der Oslo-Abkommen Schuld seien. Netanyahu sagte seinen Gastgebern in Ofra die nackte Wahrheit. Er zerstörte die Oslo-Abkommen mit seinen eigenen Händen und Taten, und er ist sogar stolz darauf. Nach Jahren, in denen uns gesagt wurde, dass den Palästinensern die Schuld dafür gegeben werden muss, kam die Wahrheit aus erster Hand heraus.

Und wie hat er es getan? Er erinnerte sich, wie er seine Unterschrift unter das Hebron-Abkommen von 1997 mit amerikanischem Einverständnis an Bedingungen knüpfte , dass es keinen Rückzug aus „ speziellen militärischen Gegenden“ gibt und er bestand darauf, jene Gegend selbst auszuwählen, wie z.B. das ganze Jordantal. „Warum ist das wichtig? Weil ich von diesem Augenblick an die Oslo-Abkommen gestoppt habe,“ rühmte er sich. Der wirkliche Netanyahu prahlte auch mit seinen Kenntnissen über Amerika: „Ich weiß, was Amerika ist. Amerika ist etwas, das leicht bewegt werden kann.“ Das ist zur Information des Weißen Hauses.

Er nennt dann den US-Präsident Bill Clinton als „extrem pro-palästinensisch“ und sagt, die Palästinenser wollen uns ins Meer werfen. Mit solch rückständigen Überzeugungen kann keiner behaupten, er wünsche ein Abkommen.

Diese Bemerkungen sind sehr deprimierend. Sie bestätigen all unsere Befürchtungen und Verdächtigungen: dass die Regierung Israels von einem Mann geführt wird, der den Palästinensern nicht vertraut und nicht an die Chance eines Abkommens mit ihnen glaubt, der glaubt, die Amerikaner in seiner Tasche zu haben und dass er ihnen Sand in die Augen streuen könne. Es hat keinen Sinn über Netanyahus unmögliche extrem rechte Koalition als ein Hindernis zu irgendeinem Fortschritt zu reden . Von jetzt an sage man, Netanyahu wünscht ihn nicht.

Was, wenn Kadima die Regierung verlässt und Yisrael Beitanu alleine lässt. Nichts wird sich ändern. Was wenn Danny Danon zur Linken geht und Zipi Hotovely sich Peace now anschließt? Netanyahu wünscht es nicht.

Wenn er es so ehrlich gesagt hätte, wie er es tat, als er glaubte, die Kamera in Ofra sei abgeschaltet, dann hätte man ihm seine extremen Positionen vergeben können. Es ist sein Recht, so zu denken und dafür gewählt zu werden. Die Leute werden bekommen haben, was sie gewählt haben. Aber als Netanyahu seine wirklichen Positionen unter Tarnnetzen verbarg und sie in Netzen von Täuschungen verfing, verringerte er nicht nur die Chancen für ein Abkommen, er schädigte damit auch Israels politische Kultur. Viele Leute mögen sich einen rechten, nationalistischen Ministerpräsidenten wünschen, aber ein Ministerpräsident, der ein Schwindler ist? Erwarten wir zu viel von Netanyahu, dass er uns gegenüber genau so spricht wie in Ofra. Warum verdienen eine Handvoll Siedler, die Wahrheit zu wissen und wir nicht? Sag uns die Wahrheit, Netanyahu. Rede mit uns so, als wären die Kameras ausgeschaltet, genau so wie du 2001 in Ofra dachtest.

Internationale Atlethen auf Gaza Flotilla 2?

Paris.

Die europäische Kampagnie, die zum Brechen der Gaza-Blockade aufruft, hat angegeben, dass möglicherweise nach vermehrten Nachfragen von Atlethen möglicherweise Athleten aus aller Welt sich mit auf der nächsten Gaza Flotilla 2 befinden könnten. Hierfür wird es demnächst Telefonate mit einigen anerkannten Atlethen geben, berichtet Rami Abdo, einer der Aktivisten auf der Gaza Flotilla 2.

Auf dem Schiff werden sich über 35 Nachrichten Organisationen befinden, um Israels Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit attestieren zu können und der Welt weiterzugeben.

Das Schiff wird voraussichtlich erst Ende September nach Gaza aufbrechen, nachdem die Anfragen auf Mitfahrgelegenheit sehr hoch gewesen sind und das speziell aus Europa.

Mehr Infos unter:

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7myNnUm%2bpXcVuO9uQXN2i2akZbyx%2bPPsA1pSjiFviyf3eM4XtJBLuovCXB6LSt4n8XuEfwK1xLftTSgP3B63%2ftIU9nKowh3CEoFYMVrxkctA%3d

Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott – Teil 1 : Interview des New Left Project mit Norman Finkelstein

von Norman G. Finkelstein

18.07.2010 — NLP / ZCommunications

Norman Finkelstein gehört weltweit zu den wichtigsten öffentlichen Intellektuellen, die über den israelisch-palästinensischen Konflikt schreiben. Er hat etliche Bücher zum Thema verfasst. Eines davon trägt den Titel: ‚Beyond Chuzpah‘. Darin beschäftigt er sich ausführlich mit der israelischen Menschenrechtsbilanz. Sein neues Buch, das vom ‚New Left Project‘ (NLP) besprochen wurde (1), heißt: ‚This Time We Went Too Far‘ und analysiert das Gaza-Massaker und dessen Folgen. Ich traf mich mit Finkelstein in seinem Apartment in Brooklyn. Wir diskutierten – quasi als Gleichgesinnte – über das intellektuelle Klima in den Staaten seit dem Angriff auf die Gaza-Flotte, über die Vorteile bestimmter Anti-Besatzungs-Strategien und über Tony Blair.

NLP:

Was ist die Wurzel des Konflikts? Worum geht es?

Norman Finkelstein:

Der Grundkonflikt ist schon zu begreifen, wenn man ganz einfache (konventionelle) Begriffe verwendet: Es geht um ein Volk, das unter einer Besatzung leidet und versucht, dieser Widerstand zu leisten. Ich glaube nicht, dass man sehr viel tiefer schürfen muss, um zu begreifen, was die Palästinenser gegen die Situation haben, in der sie heute stecken. Ich denke auch, dass sich Israel wie die meisten Besatzer aufführt – vor allem sind Besatzer schwer wieder loszuwerden. Es war nicht leicht, die Franzosen zum Abzug aus Algerien zu bewegen oder die Russen zum Abzug aus Afghanistan. Es war nicht leicht, die Amerikaner dazu zu bewegen, aus Vietnam abzuziehen, und es ist eben keine leichte Sache, die Israelis aus den besetzten Palästinensergebieten heraus zu bekommen. Aber ich denke nicht, dass man allzu tief nach Gründen suchen muss. Natürlich gibt es noch andere Ebenen. Doch die grundlegende Tatsache ist, den Palästinensern werden nicht nur ihre fundamentalen Menschenrechte vorenthalten, sondern diese israelischen Wichtigtuer enteignen auch langsam und unerbittlich die Heimat der Palästinenser.

NLW:

Bei einer kürzlichen Diskussion zwischen Zeev Sternhell und Gabriel Piterberg (2) in der ‚New Left Review‘ ging es u.a. darum, ob das Modell ‚Siedler/Kolonialismus‘ auch auf den israelisch-palästinensischen Konflikt übertragbar ist. Halten Sie etwas davon?

Norman Finkelstein:

Ich denke, diese Modelle sind auf einer so hohen Abstraktionsebene angesiedelt, dass sie in jeden Schuh passen – falls man es will. Sind sie Siedler? Ja. Kolonialisieren sie? Ja. Diese beide Tatsachen werden von den Israelis gar nicht bestritten. Während der (britischen) Mandatszeit bezeichneten sie sich selbst als ‚Jewish Colonialization Association‘. Sie streiten nicht ab, dass sie kolonialisieren, und sie streiten auch nicht ab, dass sie Siedler sind. Auf dieser Abstraktionsebene würde kaum ein ehrlicher Israeli widersprechen. Ich denke, der entscheidende Punkt – und der sollte etwas ausführlicher behandelt werden -, ist, dass der Zionismus aus zwei Komponenten besteht. Zunächst einmal ist er eine Ausgeburt des Imperialismusrojekts des ausgehenden 19. Jahrhunderts, und daher Teil des europäischen Imperialismus. Andererseits war der Zionismus aber auch Ausdruck des osteuropäischen Nationalismus. Einige Komponenten des Zionismus leiten sich folglich von einem konventionellen Imperialismus ab, andere wiederum von einem konventionellen Nationalismus. Ich glaube, wenn Sie nicht beides begreifen, werden Sie den Zionismus nie wirklich begreifen können.

NLP:

Ein romantischer Nationalismus also?

Norman Finkelstein:

Ja, eine konventionelle Form des romantischen Nationalismus. Wenn man sich mit den Arbeiten von Hans Kohn beschäftigt – er war in den 40gern und 50ger Jahren der wichtigste Historiker auf dem Gebiet des Nationalismus -, wird einem schnell klar, dass der Zionismus eine ziemlich typische Form des romantischen Nationalismus ist – des Blut-und-Boden-Nationalismus.

NLP:

Welche anderen nützlichen historischen Analogien fallen Ihnen noch ein?

Norman Finkelstein:

Durch meine Arbeit ist mir klargeworden, dass der Vergleich mit der Enteignung der Ureinwohner Amerikas, in Nordamerika, eine sehr gute Parallele darstellt. Vor einigen Jahren habe ich mich hingesetzt und Einiges über das Schicksal der Cherokees in den Vereinigten Staaten gelesen. Wenn man die einzelnen Schritte nachvollzieht, die zu deren Enteignung führten und diese Schritte dann mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt vergleicht, erkennt man eine eindrucksvolle Korrelation; vieles ist ähnlich.

NLW:

Wie nützlich ist der Vergleich mit der Apartheid – um die Realität der israelischen Besatzungspolitik  zu verdeutlichen?

Norman Finkelstein:

Ich sehe keinen Grund zu zögern, wenn es um diese Punkte geht. Selbst Mainstream-Israelis stellen heute solche Vergleiche an sowie viele Südafrikaner des Mainstream: der ehemalige israelische Generalstaatsanwalt Michael Ben-Yair tat es, der ehemalige israelische Erziehungsminister Yossi Sarid, die ehemalige israelische Erziehungsministerin Shulamit Aloni oder John Dugard oder Desmond Tutu. Auch in verschiedenen Leitkommentaren der ‚Ha’aretz‘ kam es vor oder bei (der israelischen Menschenrechtsorganisation) B’Tselem oder der ‚Association for Civil Rights‘ in Israel. Das alles sind respektierte, bekannte Quellen. Vor allem sind es Quellen, die entweder sehr darauf achten, was sie sagen oder (im Falle der genannten Südafrikaner), sehr darauf bedacht sind, dass ihre südafrikanische Erfahrung nicht trivialisiert wird – nur das nicht. Wenn eine derart überwältigende Anzahl ernsthafter, respektabler Intellektuellen und Aktivisten diesen Vergleich nicht scheut, sehe ich keinen Grund zu widersprechen. Andererseits gibt es Unterschiede. Der wichtigste ist folgender: Theoretisch war es das Ziel der Apartheid, eine komplette Rassentrennung zu erreichen; in der Praxis war ihnen jedoch klar, dass sie nie auf die schwarzen Arbeitskraft würden verzichten können. Israel legt keinen Wert darauf, sich seine arabischen oder palästinensischen Arbeitskräfte zu erhalten. Israel will tatsächlich einen homogenen Staat – vom Mittelmeer bis Jordanien. Sie wollen die Homogenität nicht nur theoretisch sondern auch in der Praxis. Eine Ausnahme sind die Gastarbeiter. Ihre Rolle – Arbeiter, denen ihre Rechte vorenthalten werden -, erinnert an die Rolle der türkischen „Gastarbeiter“ in weiten Teilen Europas.

NLW:

Häufig ist zu hören: „Israel hat dieses oder jenes getan“, aber warum will ‚Israel,‘ Ihrer Meinung nach, die Okkupation überhaupt aufrechterhalten? Der israelische Analyst Shir Hiver vom ‚Alternative Information Center‘ (3) in Jerusalem lehnt Begründungen ab, die sich allein auf das traditionelle ‚Wem-nützt-es?‘ – also auf ökonomische Analysen – stützen. Ist der Grund für die Besatzung, Ihrer Meinung nach, eher materieller oder eher ideologischer Natur – oder beides?

Norman Finkelstein:

Zunächst einmal: Dinge dieser Art lassen sich nie beweisen. Zweitens, könnte es einen Konsens der Eliten geben, was das Ziel angeht aber keinen, was die Motive angeht. Folglich könnte es einen Konsens geben, die Okkupation aufrechtzuerhalten – aber einen aus unterschiedlichen Motiven, je nachdem, mit wem man spricht. Da sind die einen, für die die Besatzung, einfach eine religiöse Sache ist. In Israel gibt es rechtsgerichtete religiöse Fanatiker – im Grunde Wenige – aber für manche hat das Ganze doch eine religiöse Komponente. Für andere hingegen zählt offensichtlich die wirtschaftliche Komponente: (Sie wollen) das wertvollste Land und die Wasserressourcen nicht hergeben. Ich neige immer mehr dazu, zu glauben, dass es Einigen um so eine Art Politik geht: Die Israelis werden niemals aufgeben, solange sie nicht dazu gezwungen werden.

Nehmen wir zum Beispiel den Südlibanon. Israel hielt den Süden des Libanon besetzt. Es gab alle möglichen Theorien, warum sie nicht abgezogen sind. Sie dürfen nicht vergessen, dass Israel sehr, sehr lange dort war – von 1978 bis 2000. Wir reden hier von 22 Jahren. Das ist eine wirklich lange Zeit. Warum sind sie geblieben? Einige brachten dieselben Argumente vor, wie man sie auch bezüglich des Westjordanlandes hört, zum Beispiel, „sie wollten die Wasserressourcen“ oder „sie wollten den Litani-Fluss“ usw.. Ich glaube, im Grunde wollten sie nicht gehen, weil sie nun einmal dort waren. Sie wollten erst abziehen, wenn sie bereit dazu waren. Niemand sollte ihnen vorschreiben, wann sie bleiben oder wann sie gehen – denn sie interpretieren jeden verordneten Abzug als Schwäche. Ich glaube, das ist auch heute so. Sie gehen einfach nicht, weil alle genau das wollen: Sie sollen gehen. Doch sie wollen zeigen, dass sie jedem Druck standhalten. Sollten sie irgendwann abziehen, dann nur, weil sie dazu gezwungen wurden. Für sie wäre das ein Zeichen von Schwäche.

NLW:

Glauben Sie, dass sie (die Israelis) die Westbank wegen echter Sicherheitsbedenken kontrollieren wolllen, dass das, ín erster Linie, ihr Motiv ist?

Norman Finkelstein:

Nein. Ich möchte nicht leichtfertig erscheinen, aber es gibt keine Beweise für diese Sicherheitsbedenken. Alle sind sich einig, dass es lächerlich ist, zu glauben, das Jordantal hätte irgendeine Bedeutung für die Sicherheit Israels. Sie (die Israelis) geben das sogar zu. Sie können es bei Shlomo Ben-Ami (ehemaliger israelischer Sicherheitsminister) und anderen nachlesen, die sagen, es sei ein Mythos, dass das Jordantal ihnen in irgendeiner Weise Sicherheit bieten könne. Um Himmels willen – wir reden heute darüber, dass Missiles, Raketen und Nuklearwaffen die größte Bedrohung darstellen. Wie könnte die Westbank irgendeine Sicherheitsbarriere für solche Waffen sein? Es ist einfach nur lächerlich. Früher hieß es: „Wir müssen die Westbank nicht wegen Jordanien halten, sondern weil der Irak in Jordanien einmarschieren könnte“. Der Irak spielt heute keine Rolle mehr. Der Irak wird in nächster Zeit keine Truppen nach Jordanien entsenden, um Israel anzugreifen. Planungen dieser Art gibt es nicht. Um was geht es also? Es gibt kein überzeugendes Argument für Behauptungen, die in diese Richtung gehen. Selbst die Hamas besitzt heute Raketen – und behauptet, sie besitze sogar welche mit einer längeren Reichweite. Warum sollte das Behalten eines Gebietes also ein Schutz sein?

NLW:

Gibt es innerhalb Israels eine Opposition der Eliten gegen die Besatzung?

Norman Finkelstein:

Manche spekulieren, dass es  innerhalb der Eliten eine Opposition gibt, zum Beispiel unter den israelischen Industriebossen. Wahrscheinlich sind sie das Pendant zu unseren Hightech-Geschäftsleuten aus dem Silicon Valley, die die Besatzung wahrscheinlich für komplett verrückt halten, weil sie nichts anderes im Kopf haben als Geldmachen, und der schnellste und sicherste Weg, Geld zu machen, ist eben, mit allen in Frieden zu leben. Daher gehe ich davon aus, dass es in der israelischen Wirtschaft Akteure gibt, die gegen die Okkupation sind. Es gibt auch Aussagen von ihnen, dass sie es gerne sehen würden, wenn die Okkupation beendet würde. Dennoch gibt es einen ziemlich harten Konsens – der besagt, dass sich Israel keinen Bedingungen unterwerfen wird, die eine wirkliche Selbstbestimmung der Palästinenser zulassen würden. Und das ist nicht nur Konsens innerhalb der Eliten sondern auch Konsens in Israel.

NLW:

Noch eine Frage zu demselben Thema: Wenn man sich so die Trends in der (israelischen) Bevölkerung ansieht, sind sie nicht gerade positiv.

Norman Finkelstein:

Nein, sie sind jenseits von gut und böse. Es ist wie Südafrika in den 70ger Jahren. Sie verschärfen den Druck solange, bis die Besatzung ihnen selbst Schmerzen zufügt. Aber im Moment spüren sie nichts. Alle reden von der israelischen Wirtschaft, wie rasant sie sich doch entwickle. Noch nie habe man dort (in Israel) besser gelebt. Das Einzige, was sie natürlich nicht so gut finden, ist, dass sie ausgegrenzt werden.

NLW:

Was die Trends in der öffentlichen Meinung betrifft, so habe ich von zwei taktischen Schlussfolgerungen gehört. Die erste hört man häufig von liberalen Zionisten. Angesichts der realen öffentlichen Meinung in Israel, so folgern sie, sollte es uns vor allem darum gehen, die israelische Öffentlichkeit nicht weiter zu entfremden. Wir sollten sie auf unsere Seite bringen. Aus diesem Grund sollten wir keine harte Haltung an den Tag legen, denn sonst fühlen sie sich „belagert“ usw.. Andere wiederum sind der Meinung (wie Sie vorhin ja auch schon gesagt haben), dass man die Israelis den Preis der Besatzung stärker spüren lassen müsste – durch Boykott, Divestment und Sanktionen, siehe die BDS-Kampagne oder vergleichbare Kampagnen. Was sagen Sie zu der ersten Schlussfolgerung?

Norman Finkelstein:

Ich denke, beides ist richtig. Es ist nicht sinnvoll, Leute zu isolieren, so dass sie sich in eine Ecke zurückziehen und das Gefühl haben, dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als um sich zu schlagen. Man muss ihnen zeigen, dass man vernünftige Argumente besitzt, dass man eine vernünftige Lösung des Konflikts vorschlagen kann – die im Einklang steht mit dem internationalen Recht – eine Lösung, die die Rechte und die Würde aller Beteiligter schützt. Andererseits musst du ihnen aber auch zeigen, dass es nicht so weitergehen kann – denn im Moment denken sie genau das. Selbst auf militärischer Ebene glaubt man in Israel nicht, dass es im Nahen/Mittleren Osten zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse gekommen ist oder gerade kommt. Ihre Haltung ist folgende: „Wir haben Fehler gemacht, wir haben uns militärische Irrtümer geleistet. Alles, was wir tun müssen, ist die Fehler und die Irrtümer zu korrigieren, dann sind wir wieder da, wo wir nach dem Juni 1967 (Selbsttagekrieg) waren. Und wenn die Araber nicht spuren, tun wir eben das Gleiche wie 1967 – als wir ihnen ein paar harte Schläge verpasst haben und sie besiegt haben.“ Noch auf keiner Ebene haben sie (die Israelis) begriffen, dass es nicht so weitergehen kann. Deshalb muss man ihnen auf die harte Tour beibringen, dass sie nicht weitermachen können. Allerdings müssen wir immer eine Rettungsleine bereithalten.. Es geht nicht darum, Israel zu zerstören oder irgendjemanden ins Meer zu treiben. Es geht darum, die Rechte und die Menschenwürde aller zu gewährleisten.

NLW:

Wie gehen die BürgerInnen der USA und Großbritanniens damit um? Wie versuchen sie, dieses Ziel auf taktische Weise zu erreichen? Was halten Sie zum Beispiel von der BDS-Bewegung?

Norman Finkelstein:

Zunächst einmal: Die Leute betreiben zu viel Kult um dieses BDS (Boykott, Divestment, Sanktionen). Wenn eine Bewegung anfängt, Insider-Kürzel (wie ‚BDS‘) zu benutzen, isoliert sie sich. Zu meiner Zeit sprach man von ‚DOP‘ (Dictatorship Of the Proletariat). Knappe Abkürzungen sollen verdeutlichen, dass man zum ‚inneren Zirkel‘ gehört, dass man cool ist und weiß, was Sache ist. Wir sollten wirklich wegkommen davon – denn hier geht es nicht um unser Ego (das manchmal etwas zu groß ist). Es geht darum, ein wichtiges, humanes Ziel zu erreichen.

Zur Zeit gibt es, meiner Ansicht nach, drei Hauptstränge des Widerstandes gegen die israelische Handlungsweise. Erstens, der rechtliche Ansatz, der bedeutet, Israel – im Sinne des internationalen Rechts – zur Verantwortung zu ziehen. Das hervorragendste Beispiel ist der ‚Goldstone-Report‘ (über den Angriff auf Gaza); daneben gibt es etliche weitere Initiativen. In Großbritannien, zum Beispiel, droht man offiziellen Besuchern aus Israel und deren Personal – anhand des internationalen Rechts – Gerichtsverfahren an, sollten sie das Land betreten. In meinen Augen ist das ein ausgesprochen wertvolles Mittel, um Menschen zu organisieren: Man übt Druck auf das Gesetz aus, indem man sagt: „Was wir fordern, fordert doch auch das Gesetz“. Was die Umsetzung angeht, stellen sich diese Maßnahmen allerdings als sehr elitär heraus, da nur eine kleine Gruppe von Juristen in der Lage ist, das Recht in vollem Maße zur Geltung zu bringen.

Ein weiterer Ansatz ist der gewaltfreie, zivile Widerstand. Was an Orten wie Bil’in (einem Palästinenserdorf an der Mauer) vor sich geht, was die Internationalisten leisten – auch die Flotte (für Gaza) gehört in diese Kategorie. Das alles ist Teil der Komponente ‚gewaltfreier, ziviler Widerstand‘. Ich will an dieser Stelle nicht von “Strategie‘ sprechen, da ich glaube, dass all diese verschiedenen Ansätze des Widerstands gegen die Besatzung sich nicht in die Quere kommen.

Die dritte Komponente heißt ‚Boykott, Divestment, Sanktionen‘ (BDS (4)). Sie besteht, meiner Ansicht nach, aus zwei Aspekten: Der erste greift Israel GLOBAL an. Alles, so heißt es, was mit ‚Israel‘ zu tun hat, sollte boykottiert werden. Der andere Aspekt geht nicht ganz so weit: Wir sollten uns auf die Dinge konzentrieren, bei denen Israel  illegaler Weise gegen internationales Recht verstößt. Ein Beispiel hierzu ist eine kürzliche Aktion der Methodist Church in Großbritannien. Diese Kirche wies eine Resolution zurück, in der gefordert wurde, alle Produkte aus Israel zu boykottieren – obwohl eine Reihe von Leuten dies unbedingt wollten. Stattdessen wurde eine Resolution angenommen, in der es heißt, dass nur jene Produkte boykottiert werden sollen, die aus den (israelischen) Siedlungen kommen, denn diese seien, gemäß internationalem Recht, illegal. Es gibt auch andere Initiativen – zum Beispiel eine von Amnesty International, die ein umfassendes Waffenembargo gegen Israel fordert, denn der Transfer von Waffen an Länder, die ständig gegen die Menschenrechte verstoßen, ist, gemäß internationalem Recht, illegal. Dann wäre da noch eine Initiative gegen (den amerikanischen Baumaschinenhersteller) Caterpillar, weil Caterpillar am Abriss (palästinensischer) Wohnhäusern beteiligt ist, was gemäß internationalem Recht illegal ist usw..

Wir haben es innerhalb der BDS-Kampagne also mit einer Untergruppe zu tun, der es nicht in erster Linie darum geht, Israel GLOBAL anzugreifen, sondern die sich auf die, gemäß internationalem Recht, illegalen ASPEKTE der israelischen Politik konzentriert. Eine andere Untergruppe jedoch vertritt die Ansicht, dass alles, was mit Israel zu tun hat, boykottiert werden sollte: akademische Institutionen, sämtliche Produkte usw.. Ich persönlich bin der Meinung, dass der erste Ansatz – vor allem der Angriff auf alle Elemente der israelischen Politik, die gemäß internationalem Recht illegal sind -, wesentlich erfolgversprechender ist, da den Menschen klar ist, was internationales Recht heißt. Greift man hingegen alles an, was mit Israel zu tun hat, kommen rasch Fragen nach den Motiven auf: „Okay – gegen was sind wir hier eigentlich? Sind wir gegen die Okkupation oder sind wir gegen ganz Israel?“ Der globale Ansatz ist, so sehe ich es, bewusst verwirrend, was dieses Thema angeht.

NLW:

Wie würden Sie auf das Argument reagieren, dass so etwas wie beispielsweise ein ‚Kulturboykott‘ („‚globales‘ BDS“, in Ihrer Terminologie) funktioniert, indem es Israel „den Preis der Okkupation spüren lässt“?

Norman Finkelstein:

Das ist richtig. Ich bin auch nicht dogmatisch. Die Zeiten sind längst vorbei, als ich noch eine Parteilinie verteidigen musste. Ich denke, es ist richtig. Ich denke auch, dass dies Erfolge sind, und ich freue mich, wenn Leute sagen, sie machen bei einem Boykott mit. Aber ehrlich gesagt, traue ich vielen nicht, die sich daran beteiligen. Ich halte sie nicht für ehrlich. Sie benutzen sehr vage Formulierungen – so dass du nicht genau weißt, gegen was sie eigentlich sind. Uri Avnery (an manchen Tagen mag ich ihn, an manchen nicht) hat meiner Ansicht nach recht, wenn er sagt, dass man sich keine klare Meinung über diese Leute bilden kann – gegen was sind sie genau?

NLW:

Ich nehme an, sie würden antworten, dass sie eine möglichst breite Bewegung aufbauen wollen und dass sie aus diesem Grund – soweit wie möglich – mit ihren Präferenzen hinsichtlich einer wünschenswerten endgültigen Lösung hinter dem Berg halten, so dass Leute, die anderer Meinung sind, trotzdem mitmachen können, solange es um kurzfristigere Ziele geht.

Norman Finkelstein.

Stimmt, aber es schreckt auch viele ab – die klare Antworten wollen, bevor sie bereit sind, sich auf etwas einzulassen. Wissen Sie, die sagen, sie seien gegen „Zionisten“.

http://zmag.de/artikel/hilf-dir-selbst-dann-hilft-dir-gott-teil-1

Refuting Palazzi’s lies

By Khalid Amayreh

He easily forgets that most Israeli Jews are actually Russians, poles, and other East Europeans of Khazari origin, brought by Zionism to Palestine to live on land that belongs to another people. Besides, since when did God promise these racist thugs the land of Palestine?“

(Massimo) Abdul Hadi Palazzi calls himself a „Muslim Zionist,“ an oxymoron that really raises the eyebrows of many people, especially in the Muslim world. He is notorious for his excessively pro-Israeli articles and statements in which he claims that Islam’s holy scripture, the Quran, supports the creation of the Zionist state of Israel. He completely ignores the Nazi-like characters of his beloved state, suggesting that Almighty God would favor evil.

His complete infatuation with Israel and blindness to the manner in which the evil entity came into being caricatures a confused man with little moral credentials, if any, who seems to be  convinced that whatever is determined or allowed to happen  by God, e.g. the creation of Israel in Palestine in 1948,  must also  be favored by God.

His Israel-makes-no-mistake ideology suggests that he  might be  a pseudo-Muslim who is being  scandalously utilized by the Zionist movement in order to malign the Islamic faith and discredit  dignified  Muslims who are firmly opposed to Zionism or  Israeli Nazism. Moreover, Palazzi may well be a Zionist „mole“ whose job is to provide a „Muslim“ cover for terrorist Israel.

His  claim that the fact that Israel was victorious in three wars against Arabs (thanks to excessive American backing)  indicated that God was on Israel’s side underscores intellectual bankruptcy at the very best.

Indeed, if so, then  people have the right to believe that God was on the side of the Nazi Germans at least  in the three first years of the Second World War before switching sides to the Allies!!

Besides, if Jews were truly  the Almighty’s  favored or favorite people as these theological idiots keep claiming , then un-chosen people like myself  have the right to ask why then the Almighty didn’t intervene to save the six million from Hitler’s infernal ovens? And how about the numerous other pogroms and inquisitions that we are told plagued Jews in Europe for centuries?  Indeed, such inconsistent behaviors can’t be ascribed to the Almighty.

People like Palazzi and Pat Robertson, to mention a few examples,  are not the first people to try to deduce faulty theological conclusions from contemporary political realities. In the late 1930s and early 1940s, many Christian theologians saw German military advances as a good omen. Herman Goering, for example, believed that   “God gave the savoir to the German people, we have faith, deep and unshakable faith, that Hitler was sent to us by God to save German .” Others viewed the rise of the Nazis as representing the second advent of Jesus Christ.

Stupid Lies

Abdul Hadi Palazzi, who’s knowledge of Arabic is pathetic, claims in a recent article published in an Islamophobic publication and republished by the notoriously anti-Islamic Israeli newspaper, the Jerusalem Post this week, that the growth and prosperity of Islam depends to the extent to which Muslims come to terms with Israeli Nazism, namely the physical annihilation of the Palestinian people and arrogation of occupied Palestine by evil Jewish settlers.

Well, I believe that any call urging people, any people, to support evil, e.g. ethnic cleansing and land theft, must be coming from the devil not from God. God doesn’t do evil nor asks people to do evil.

In his defense of Jewish Nazism as practiced by Jewish settlers, Palazzi proceeds from a falsehood, namely his belief that the Jews of today are descendants of the ancient children of Israel.

In fact, there is no credible evidence that the white Ashkenazis of today are descendents from the ancient Israelites. Indeed, the vast bulk of today’s Jews, especially European Jews, have no biological or even religious connections with the ancient children of Israel.

They may be Jews in a certain outer manner, but definitely they are not Israelites. Some Zionist circles have repeatedly sought to concoct genetic tests to prove by hook or by crook that Russian immigrants have the same genes as Iraqi and other Mizrahi or Middle Eastern immigrants, but the whole deception was eventually exposed as a fraud. Other Zionist circles disseminated standardized lies, such as claiming that Jewish women in Russia and Eastern Europe were exposed to waves of mass rape by Russian males, got pregnant and consequently gave birth to white children. But big lies are big lies, and one is bound to recognize a big lie upon hearing one.

The Holy Quran speaks elaborately about the Children of Israel and about Jews. But it never lumps them in one category because there are always good Jews and bad Jews. Moses is viewed as a Muslim Prophet and his true followers are therefore viewed as Muslims.

This is why true Muslims are the true inheritors of Moses and the Children of Israel, not the distorters of the Torah and the Ten Commandments who have created a sort of boarding over God.

Indeed, how can these thuggish Zionists who advocate and practice every conceivable form of immorality and vice from sodomy to mass murder  be the true  inheritors of Moses and Aaron  and Jacob and the Prophets?

Don’t these evil idiots, including Palazzi,  know the difference  between a religion and a tribe?

Palazzi claims, mendaciously of course, that the Palestinian-Arab-Islamic struggle against the Israeli occupation of Palestine and oppression of the Palestinians has its roots in wahhabism. This is a big lie that could only come from an ignoramus. In fact, what he calls Wahhabism, Islamic Puritanism, has showed only fleeting interest in Palestine. For example, most Wahhabi Ulema or doctors of religion have been more interested in the Iranian Shiite subjects than in the conflict in Palestine.

What is true though is that a growing number of Muslims have been shocked by the extent of Israeli criminality in Palestine, including the recent Nazi-like onslaught against the Gaza Strip. There Israel rained White Phosphorous on the helpless and defenseless civilians, killing and maiming thousands. To be sure, not only Muslims were upset by the extent of Israeli Nazism. All true human beings reacted similarly.

So, one is prompted to ask the so-called Sheikh Palazzi if he thought that Muslims were supposed to look the other way and pretend that Israel was showering Gaza with flowers, not bombs and shells of death. Is this the way Muslims should maintain a moderate Islam? By supporting genocide and condoning nefarious acts of criminality and mass murder?

Palazzi believes that Israel should exert sovereignty over the whole land of Palestine, including the West Bank. However, he knows that Israel won’t do that for fear of appearing as a full fledged apartheid state. Israel doesn’t want to give non-Jews equal rights since the „holy tribe’s purity“ is compromised by the „impure goyem.“

The pseudo Sheikh doesn’t even dare discuss this matter. Instead, he argues foolishly that the Israeli Jewish majority has the right to legislate anti-Arab laws, and if the Arab minority doesn’t like these laws, then the Arabs can leave Israel for good.

Well, this argument could only come from a Nazi advocate because true democracy doesn’t give the majority an automatic right to legislate laws that would seriously discriminate against citizens who belong to a minority group or adhere to a minority religion. Imagine how American Jews,  who  constitutes a tiny minority of the American people,  would react if Congress were to pass laws that would prevent Jews from holding public office!!!

Palazzi indulges in a number of corrupt analogies to make Palestinians appear as if they are recent immigrants to Palestine, not the native and indigenous people they are.

He says „in the northern part of Italy we have a minority, the South Tyrolians. They speak a German dialect and keep up their culture, yet are granted full Italian citizenship and share the same rights and duties as anyone else in the country. If they don’t agree with Italian legislation, they are free to leave and go anywhere they like.“

This analogy doesn’t apply to the Palestinian situation.  After all, the Palestinians  are the native inhabitants of the land.  And it was the Jews who were brought from the far reaches of Europe to steal the land from its real proprietors. Hence, the „South Tyrolians“ in Palestine are the Ashkenazi Jewish squatters, not the indigenous Palestinians.

Palazzi makes several Quranic Quotations, thinking that these quotations makes the Israeli occupation of Palestine and oppression meted out to the Palestinians legal and legitimate.

However, he shamelessly lumps Moses and Aaron and the Prophets on the one hand, and modern certified war criminals such as Menachem Begin, Ariel Sharon, Moshe Ya’alon, Gabi Ashkenazi,  Ehud Barak, and others, on the other.  So one is compelled to ask what do these thugs, who came from the distant edges of Europe to steal a land that doesn’t belong to them, have to do with those prophets?

True, the Almighty granted the Children of Israel the right to live in the Land of Palestine, but He didn’t grant Jews the same right because the two are not interchangeable.

In the final analysis, the Children of Israel and Jews are not the same thing as 90% of the descendents of the Children of Israel today happen to be Muslim by religion.

In the Quran, a people’s claim to a certain land is conditional upon leading a righteous life, such as obedience to God,  inviting people to virtue, prohibition of vice, and doing justice and avoiding oppression of others. Needless to say, if we were to apply these standards to today’s Zionist Jews, they would lose every conceivable right they claim to settle in this land.

Palazzi seems to be in deep love with the child-killers in Palestine…

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7gZIDNXi3dGUuuDNeU0Vt2MtQg2sKA2fDXgyt6d02gjeeX527IFPo4TbMaaC96iK2VcMNMDtJ1LiyZ0OiC5xOIOtjco0guKGDmzQx2mG5CUM%3d

Anschlag auf Hassan Bek Moschee in Jaffa

Jaffa.

Zionisten haben einen Anschlag auf die Hassan Bek Moschee verübt. Dabei haben sie den West-Eingang versucht in Brand zu stecken, indem sie einen Plastikabdeckung des Eingangs in Brand steckten. Durch Einschreiten von Palästinensern, konnte das  Feuer gelöscht und ein größerer Brand verhindert werden.

Mehr Infos unter:

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7ivNDI3BwAbGklgs%2fXQwi5YNFAp5%2fJP9smUSx8tfFM8fJPRdI1Z1NnnlM6VlaDkhBsq1yrq66cRO15q8eLLVRXuIj4hdUPQA4fgK2ucd3jsw%3d

Jewish extremists raid Aqsa Mosque and prevent entry of worshipers

OCCUPIED JERUSALEM, (PIC)– Tensions ran high in occupied Jerusalem after a group of Jewish extremists raided the Aqsa Mosque Tuesday morning.

Head of the Aqsa Mosque’s manuscripts department Najeh Bukirat said in a press statement that three groups including dozens of Jewish extremists raided the Aqsa Mosque from the Maghareba Gate under heavy protection by Israeli police.

„The extremists are now roaming the mosque’s courtyards to mark the anniversary of what they call ‘the destruction of the temple’, in preparation for a bigger gathering tomorrow to mark this anniversary in practice of their religious ceremonies,” Bukirat said.

He noted that Israeli authorities have since morning closed Aqsa’s doors and allowed entry to only Jewish extremists, pointing out that a state of tension prevails outside the walls of the mosque.

He added that some Jerusalemites have been assembling, but there have been no confrontations up until now.

In similar developments, the Islamic Jihad Movement in Palestine condemned Israel’s decision to seize properties of missing Jerusalemites, stressing that it is a racist move aimed at Judaizing the city and tightening control over it.

The Jihad movement said in a press statement that Israel’s decision “aims at tightening full control over occupied Jerusalem though confiscation of large tracts of land, real estate, and old buildings in favor of new settlement projects.”

The Israeli government announced its commitment to the so-called “absentee property law”, which allows for Israeli authorities to seize properties left by Palestinian owners who fled the country during the 1948 war.

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7n4nPfuCCHvjE7prd6L8iS0LIDA3WolVkfM%2bFT1cX0FuafGSfF4g6anNUsvTNGCD%2b2gs%2fC7R7PvH6XbJWBgOYaTdS0y3tjXtMz4JNZ3ER9No%3d

Die Blockade von Berlin versus die von Gaza

Mit diesem Artikel will ich die heuchlerische Politik der deutsche Regierung darstellen, und des Westens allgemein, was die Blockade von Gaza betrifft. Was damals mit Berlin geschah, passiert heute mit Gaza, die totale Blockade. Nur was damals als völkerrechtswidriger Akt weltweit verurteilt wurde, wird heute kritiklos geduldet, ja sogar verteidigt. Das zeigt, es kommt immer darauf an wer ein Verbrechen begeht. Diese Doppelmoral ist unmenschlich und ein Skandal.

Gehen wir zurück ins Jahr 1948 und erinnern wir uns an die Berlin-Blockade und an die Rosinenbomber. Dieses historische Ereignis wird doch so gerne als heroisches Durchhalten der Berliner Bevölkerung, der grosszügigen Hilfeleitung der Alliierten und böse Tat der Sowjets dargestellt.

Vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949, also für fast ein Jahr, wurde West-Berlin, das mitten in der Sowjetischen Besatzungszone lag, komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Versorgung der Stadt von Westdeutschland aus, über die Transitstrecke, Eisenbahn und Binnenschifffahrt, war nicht mehr möglich. 2,2 Millionen Menschen waren davon betroffen.

Die Sowjetunion wollte mit dieser Blockade einen Rückzug der Westalliierten aus Gross-Berlin erzwingen und ihren Anspruch auf das gesamte Berlin demonstrieren. Eine kriminelle Erpressung und verbotene Kollektivstrafe.

Als Blockade-Brecher wurden dann Flugzeuge der drei Westmächte eingesetzt, die berühmte Luftbrücke, welche die Stadt mit lebensnotwendigen Gütern versorgte. Neben Nahrungsmitteln wie Getreide, Trockenmilch, Trockenkartoffeln und Mehl wurde hauptsächlich Kohle als Brennstoff und zur Stromproduktion, Benzin, Medikamente und alle anderen in Berlin benötigten Dinge eingeflogen.

Genau wie in Gaza lag Berlin durch die Bombardierung in Trümmern und wartete auf Hilfe:

Es wurden bis zu 1.398 Flüge innerhalb von 24 Stunden durchgeführt und insgesamt 2,34 Millionen Tonnen Fracht transportiert. Dadurch konnten die Menschen in West-Berlin einigermassen überleben. Bei dieser Hilfsaktion kamen 83 Menschen, darunter 13 Deutsche, durch Abstürze oder Unfälle ums Leben. Ich möchte aber betonen, die Sowjets haben nie eines dieser Hilfstransporte angegriffen oder abgeschossen.

Die Flugzeugbesatzungen und Helfer riskierten ihr Leben und wurden als Helden gefeiert, weil sie die Blockade durch die Sowjets brachen. Es wurden Gedenksteine errichtet und an das Ereignis wird jedes Jahr erinnert, völlig zu recht!

Jetzt schauen wir uns die Situation in Gaza an.

Der Gazastreifen ist das Küstengebiet am östlichen Mittelmeer das fast gänzlich von Israel umgeben ist, mit einem kurzen Grenzabschnitt zu Ägypten. Es leben dort 1,5 Millionen Palästinenser. Das Gebiet gehört, wie das Westjordanland, zu den Palästinensischen Autonomiegebieten und steht im Inneren formal unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde. Israel nimmt die Kontrolle der gesamten Aussengrenzen auf der Landseite und der Seeseite sowie die indirekte Kontrolle des Personenverkehrs über Videoüberwachung der ägyptischen Seite wahr.

Der Gazastreifen ist durch eine undurchdringliche Mauer oder einem Stacheldrahtzaun umschlossen. Niemand darf rein oder raus, auch der Warenverkehr ist auf ein Minimum eingeschränkt. Kein Bewohner von Gaza darf sich dieser Mauer auf 300 Meter nähern, sonst wird er von israelischen Soldaten erschossen. Bauern dürfen ihr Land nicht bestellen. Auch das Meer darf nicht mit Schiffen befahren werden. Fischerboote aus Gaza werden durch die Israelische Marine entweder zurück an die Küste gedrängt oder die Boote geentert und die Mannschaften nach Israel verschleppt.

Im Jahre 2006 erlaubte die israelische Regierung die Durchführung einer Wahl, um das selbst behauptete Image „die einzige Demokratie im Nahen Osten“ zu sein aufzupolieren. Sie erwartete, dass die von ihr unterwanderte und gesteuerte Partei der Fatah gewinnen würde. Zu ihrer Überraschung und auch die der westlichen Mächte, gewann aber die Partei der Hamas die Parlamentswahlen mit 76 von 132 Sitzen und damit die absolute Mehrheit. Die Bevölkerung von Gaza durchschaute den Trick und entschied sich nicht so wie erwartet, bzw. wie von ihr verlangt.

Diese demokratische Entscheidung wurde aber nicht von Israel und vom Westen akzeptiert. Demokratie ist nur dann gut, wenn so gewählt wird wie von oben befohlen.

Die israelische Regierung konterte mit einer kollektiven Bestrafung der Bevölkerung, verhängte eine totale Blockade, um die Menschen in Gaza mit Hunger und Not zu erpressen, die legitime Regierung der Hamas zu stürzen und klein bei zu geben. Seit dem wird nur ein Minimum an Güter reingelassen, gerade genug damit die Menschen nicht sterben. Die Bevölkerung hat nur sporadisch Strom und Wasser, die sanitären Verhältnisse sind menschenunwürdig und die medizinische Versorgung katastrophal. Tatsächlich handelt es sich um das grösste Freiluftgefängnis der Welt.

Israel wendet die gleiche Erpressungsmethode gegen Gaza an, wie damals die Sowjets gegen West-Berlin.

Mit der Zeit wurde die Not der Bevölkerung so schlimm, dass die Hamas nur noch einen Ausweg sah, um Israel an den Verhandlungstisch zu zwingen, um die Umklammerung zu lockern. Sie fingen an selbst gebastelte Raketen auf Israel abzufeuern, die aber praktisch keinen Schaden anrichteten. Diese Notwehr wurde von Israel propagandistisch völlig aufgeblasen und dazu benutzt, um sich als armes Opfer darzustellen, die Hamas als Terrororganisation zu brandmarken, eine Bezeichnung welche die USA, die EU und alle Medien übernahmen, und sie begannen Gaza regelmässig anzugreifen. Auch die Treibstofflieferungen wurde für das einzige Kraftwerk eingestellt. Es gab keinen Strom mehr.

Im Juni 2008 wurde ein Waffenstillstand zwischen den Parteien vereinbart, den die Hamas bis November einhielt. Erst als Israel sechs Hamas-Aktivisten in der Nacht vom 4. auf den 5. November 2008 bei einer Kommando-Aktion ermordete, fing der Raketenbeschuss als Reaktion wieder an. Das hat dann Israel als Vorwand benutzt, um einen Bombenkrieg gegen Gaza ab 27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009 zu starten. Dabei wurden 1.417 Zivilisten ermordet, davon 313 Kinder und 116 Frauen, sowie 5’500 Menschen verletzt, 4’000 Häuser total zerstört, darunter Moscheen, Schulen und Krankenhäuser, und 21’000 Gebäude schwer beschädigt.

Die Blockade wurde dann noch mehr verschärft und auf die Liste der sogenannten sicherheitsrelevanten Güter, die nicht eingeführt werden dürfen, kamen Sachen wie, Schokolade, Kekse, Papier, Konfitüre, Fleisch, Essig, Samen, Margarine, Gips, Bauholz, Zement, Eisen, Glas, Metallbehälter, Plastikplanen, Stoffe, Ersatzteile, Musikinstrumente, Zeitungen, Spielzeug, Heizkörper, Nutztiere und Angelruten.

Diese Waren sollen die Sicherheit Israels gefährden und sind deshalb verboten.

Das heisst, die Menschen in Gaza können gar nicht ihre zerstörten Häuser wieder aufbauen oder reparieren, ja nicht mal die zerplatzen Glasscheiben der Fenster ersetzen und sie leben unter den primitivsten Verhältnisse in ausgebombten Ruinen, völlig von der Aussenwelt abgeschnitten.

Die Bewohner von Gaza leben im Zelten neben ihren zerstörten Häusern:

Um diese unsägliche Not zu lindern, haben verschiedene Hilfsorganisation versucht mit Lastwagen über Land und mit Schiffen übers Meer, die dringend benötigte Güter den Bedürftigen nach Gaza zu liefern. Immer wieder wurden Boote mit Gütern gerammt und die Besatzung verhaftet, die Lastwagen an der Grenzüberquerung gehindert. Der neueste Lieferungsversuch war der Hilfskonvoi der sechs Schiffe vom 31. Mai 2010, der wie bekannt von israelischen Soldaten in internationalen Gewässern überfallen wurde. Bei diesem Piratenakt sind mindestens 19 Teilnehmer der Hilfsaktion ermordet und 50 verletzt worden.

Die Passagiere sind von der israelischen Regierung als Terroristen verleumdet und der Überfall als legitime Notwehr bezeichnet worden, eine völlige Verdrehung der Tatsachen. Mit gefälschten Beweisen und grosser Medienaktion hat man die Blockade-Brecher als Bösewichte hingestellt, dabei wollten sie nur den Menschen in Gaza helfen.

Was Israel mit den Schiffen getan hat, wäre genau so wie wenn die Sowjets damals die Rosinenbomber auf dem Flug nach Berlin abgeschossen hätten. Und wenn die Westberliner sich gegen die Blockade gewehrt hätten, weil sie um ihr Überleben kämpften, die Sowjets zur Bestrafung mit Bomben, Granaten und Panzern angegriffen und Tausende Berliner dabei getötet hätten.

Wir sehen, im Falle von Berlin waren die Blockade-Brecher gefeierte Helden, die Lieferung von Hilfsgütern war richtig und von der ganzen Welt begrüsst. Die Sowjets waren mit ihrer Erpressung die Bösen. Jetzt ist alles verdreht und pervertiert. Die welche die Blockade machen, 1,5 Millionen Menschen einsperren, einer Kollektivstrafe unterziehen und leiden lassen, Passagiere ermorden und die Hilfslieferungen verhindern, sind die guten. Die Helfer sind die bösen, ja sogar Terroristen. Die westlichen Regierungen goutieren die kriminelle Handlung Israels.

Woher kommen die Bewohner von Gaza? Die meisten sind Flüchtlinge, bzw. ihre Vorfahren, die aus dem heutigen Gebiet das Israel heisst durch ethnische Säuberung und Gewalt vertrieben wurden. Die marodierenden Vandalen des Zionismus ermordeten unschuldige Menschen, zerstörten Tausende Häuser, planierten Hunderte Dörfer und vertrieben einen Grossteil der Palästinenser von ihrem angestammten Heimatland. Die Palästinenser nennen diese Vertreibung die Nakba, oder die grosse Katastrophe.

Was haben die Bewohner von Gaza getan, dass sie diese unmenschliche und illegale Behandlung erleben müssen? Wieso dürfen sie die lebensnotwendigen und für uns völlig alltäglichen Waren nicht bekommen? Haben die Palästinenser keine Menschenrechte wie wir? Wieso war es richtig die Blockade von Berlin zu brechen, aber die von Gaza jetzt nicht? Wir wissen warum. Weil Israel sich alles erlauben kann und seine Nachbarn wie Dreck behandeln darf.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat die israelische Blockade des Gaza-Streifens eine Verletzung der Genfer Konvention genannt und rief die israelische Regierung dazu auf, sie aufzuheben. In einer Verlautbarung vom vergangenen Montag beschrieb die Organisation die Blockade als „Kollektivstrafe„, was ein Verbrechen unter internationalen Gesetzen darstellt. Sie beschrieb Gaza als ein Territorium welches durch ständige Stromausfälle, ruinierter Wirtschaft und zusammengebrochenem Gesundheitssystem geplagt ist.

Die auferlegte Schliessung des Gaza-Streifen geht ins vierte Jahr und erdrosselt alle echten Möglichkeiten einer Wirtschaftsentwicklung,“ sagte das IKRK. „Die Bewohner von Gaza leiden unter Arbeitslosigkeit, Armut und Krieg und der Zustand des Gesundheitssystems ist auf einem Tiefpunkt.“ B’Tselem, eine israelische Menschenrechtsorganisation, hat am Montag ihren eigenen Bericht veröffentlicht. Darin steht, 95 Prozent der Fabriken in Gaza sind geschlossen, 98 Prozent der Bewohner leiden unter Stromausfällen und 93 Prozent des Trinkwassers ist verseucht.

Das Verhalten der deutschen Regierung, diese Doppelmoral, speziell mit dieser Vergangenheit, ist ein Skandal. Wie kann man die Blockade weiter unterstützen? Wie kann man zuschauen wie 1,5 Millionen Menschen verrecken? Wer die kriminelle Vorgehensweise Israels akzeptiert, ja sogar schönredet und verteidigt, ist ein gewissenloses Subjekt, ein Feind der Menschheit, ein Mittäter und Mörder.

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/06/die-blockade-von-berlin-versus-die-von.html

Hilfe wird kriminalisiert – De Maizieres makabere Politik – IHH Verbo

13.07.2010 | 10:48

Hilfe wird kriminalisiert – De Maizieres makabere Politik – IHH Verbot

Der Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat heute den in Frankfurt ansässigen Verein IHH verboten. Die IHH (Internationale Humanitäre Hilfsorganisation e.V.) ist ein Verein, welcher es sich zu seiner Aufgabe gemacht hat, in Gebieten mit hoher Armut und einem schlechten Sozialsystem, soziale Institutionen mit aufzubauen.
Der IHH hat somit in verschiedensten Gebieten der Welt Hilfe geleistet, unter anderem auch in Gaza, dieses Engagement in Gaza ist es aber was das fragwürdige Verbot rechtfertigen soll.

Unterstützung der Hamas

Als Grundlage für das Verbot wird die angebliche Unterstützung der Hamas genannt, wenn man die Begründung allerdings genauer anschaut, erkennt man wie Absurd das Verbot ist. Durch die Unterstützung sozialer Vereine in Gaza, müsste die Hamas weniger Geld in diese investieren, woraus der Bundesinnenminister ableitet, dass die Hamas dann mehr Geld für Waffenverkäufe hätte.
Nach dieser Logik unterstützten auch Deutschland und die EU die Hamas, denn beide unterstützen soziale Projekte in Gaza oder Projekte die menschenwürdige Bedingungen schaffen sollen.
Dem Verbot fehlt somit jegliche Logik, dies bestätigt auch Wolfang Gehrcke von der Linken.

„Diese Begründung ist absurd. Jedes Medikament, dass in den Gazastreifen geliefert wird, jedes Lebensmittel würde in dieser Logik die Hamas entlasten und ihr Geld für Waffenkäufe belassen. So gesehen müsste man die Bevölkerung sterben oder verhungern lassen, um die Hamas nicht zu unterstützen. Das ist menschenunwürdig. Dadurch kann auch die falsche Politik der Hamas nicht überwunden werden. Organisationen, die humanitäre und soziale Hilfe für die Palästinenserinnen und Palästinenser leisten, bedürfen der Unterstützung der Regierung nicht ihres Verbots.“

„Mit der Begründung des Bundesinnenministers müsste wohl auch die UNO oder das Rote Kreuz mit einem Verbot belegt werden. Denn was hier abgestraft wird, ist die Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Gaza-Streifen“ so äußerte sich der Vorsitzende der IHH e.V., Mustafa Yolda, weiterhin beschrieb er wie sich de Maziere mit seinem Verbot an dem Leiden der Kinder in Gaza schuldig mache „Nun soll offensichtlich jegliche humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Gaza-Streifen abgeschnitten werden. Es ist makaber, dass der Bundesinnenminister diejenigen, die Waisenkinder versorgen, bestraft, statt diejenigen zu kritisieren, die Kinder zu Waisen machen“.

Konsequenz für alle Hilfsorganisationen

Statt nun humanitäre Arbeit zu unterstützen werden Vereine die dies tun auch noch verboten. Wenn auf Grundlage solcher Argumente Vereine verboten werden könnten, so könnte es bald sehr viele Vereine treffen die sich in irgendeinerweise in Gaza engagieren. Als Folge daraus würde die Bevölkerung nur noch durch die Hamas unterstützt, was sie noch enger in deren Arme treiben würden, als es durch die Blockade ohnehin schon geschieht.
Der Bundesinnenminister erreicht somit genau das Gegenteil von dem Ergebniss das er erzielen möchte.

  http://diefreiheitsliebe.blogspot.com/2010/07/hilfe-wird-kriminalisiert-de-maizieres.html 

Miserable Geburtsbedingungen unter militärischer Besetzung

Miserable Geburtsbedingungen unter militärischer Besetzung zurück Beitrag  ausdrucken Beitrag  weiterempfehlen
Ein aktueller vorab online veröffentlichter Abstract liefert erschütternde Berichte von Frauen, die während des israelischen Angriffs auf den Gaza-Streifen zwischen Dezember 2008 und Januar 2009 entbunden hatten. Der Abstract stammt von Sahar Hassan und Laura Wick von der Birzeit University in der besetzten Westbank.

Frauen, die zwischen dem 27. Dezember 2008 und dem 18. Januar 2009 entbunden hatten, sowie ihnen dabei assistierende Hebammen wurden identifiziert und eine kleine Gruppe unter ihnen befragt. Mit Ausnahme einer Frau, die ablehnte, waren alle erleichtert, ihre Erfahrungen wiedergeben zu können.

Sieben von 11 Frauen brachten ihre Kinder in Krankenhäusern zur Welt, eine in einer Klinik, und drei zuhause. Sieben waren Vaginalgeburten, drei erfolgten per Kaiserschnitt, und eine Frau erlitt eine Fehlgeburt. Einige der Komplikationen umfassten Sepsis, erhebliche Schmerzen in Rücken und Nacken durch die Narkose, Unterkühlung des Neugeborenen und eklamptische Krämpfe. Die befragten Frauen und fünf Hebammen beschrieben die Geburten während der Bombenangriffe mit Toten und verletzten Menschen um sie herum, und wie sie Gewalt, Angst und Unsicherheit verkraften mussten. Dazu kamen Einsamkeit und Schmerzen beim Warten auf den eigentlichen Beginn der Geburt, auf das Baby, auf das Wiedersehen mit den Angehörigen.

Eine Frau beschrieb die Nächte als Ghuls (Dämonen) und bemerkte: „Ich dachte nicht wie andere Menschen an den Tod oder den Beschuss, ich dachte nur an meine Situation. Was würde geschehen, wenn die Wehenschmerzen in der Nacht einsetzen? Wie würde ich damit zurechtkommen? Sie beschossen sogar Krankenwagen! Die Nächte waren wie Alpträume. Jeden Morgen konnte ich mit einem Stoßseufzer aufatmen, dass es wieder Tag war.“ Eine andere Mutter berichtet: „Ich kann nicht glauben, dass ich noch am Leben bin. Tatsächlich denke ich, dass ich ins Leben zurückgesandt wurde. Nun versuche ich, nicht mehr an diese Zeit zu denken.“

Die Autoren stellen fest: „Die Frauen fühlten sich angesichts des Bombardements auf sie selbst oder ihre Familien zuhause oder in den Straßen und Krankenhäusern in Todesangst gefangen – zumal wenn zur Entbindung weder Geburtshelfer verfügbar noch Nothilfe erreichbar waren. Die Hebammen gaben ihren Ängsten Ausdruck, wenn sie unter Nötigung Geburtshilfe leisten mussten; und auch ihrer fehlenden Vorbereitung hinsichtlich Material und Psychologie, um außerhalb der Krankenhäuser zu assistieren. Die Frauen arrangierten sich mit dem was sie erlebten, indem sie sich, wie von Veena vorgeschlagen, auf das Alltagsleben konzentrierten und um das Überleben ihrer Familie kümmerten. Dies schien wesentliche Bedeutung für die Rekonstruktion ihrer zersplitterten Existenzen zu haben.“

Die Folgerung der Autoren lautet: „Die Frauen drückten ihre erlittenen schweren Traumata aus, aber auch ihren heldenhaften Kampf, zu entbinden, dabei zu helfen, und mit ihren Familien zu überleben. Diese Frauen lebten einen Prozess der Heilung, umgeben von Zerstörung, und ohne einen Ort der Zuflucht haben sie den Wiederaufbau ihres Lebens begonnen.“

Quelle: Quelle: Sahar Hassan, Laura Wick. Women in labour and midwives during Israeli assault on Gaza Strip: between bullets and labour pains. Lancet

Benefiz-Essen für Gaza am 18.07.2010 auf dem Campus der HHU Düsseldorf‏

In der Uni Düsseldorf wird es ein Benefizessen geben zugunsten der Bedürftigen in Gaza.

ALLE sind herzlich eingeladen!

Video: