5.Tag des Gazakrieges (31.12.2008): Haniyas Büro wird beschossen, mind. 400 Tote

Am 5. Tag des Gazakrieges wurde auf das Gebäude des palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Haniya mit Raketen beschossen. Der Sitz des Innenministeriums wurde ebenfalls beschossen.

Die Schulen werden ab diesem Tag geschlossen. Es werden weiterhin auch Moscheen zerstört.

Die Anzahl der Toten stieg auf 400 und an diesem Tag gab es mind. 150 Verletzte.

Aus dem Gazastreifen werden Raketen nach Israel abgeschossen.

Gazakrieg: Bilderdokumentation

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2.Tag des Gazakrieges: 28.12.2008 – Was sagte Amerika dazu?

Am zweiten Tag des Gazakrieges stieg die Anzahl der palästinensischen Märtyrer auf 251 an, die Mehrheit davon Zivilisten, darunter 20 Kinder und 9 Frauen. 584 Personen wurden verletzt, darunter 130 Kinder und 28 Frauen.

Der Krieg wurde ausgebreitet. Es wurden Moscheen und Häuser von Zivilisten angegriffen.

Amerikas Führung verkündete ihre volle Unterstützung des Angriffs auf den Gazastreifens, als gerechtigter Krieg gegen Hamas, welche ihrerseits als radikal und terroristisch betrachtet wird.

http://war.alaqsavoice.ps/index.php?action=detail&nid=3

Einige Zitate aus dem Video auf deutsch:

Damaliger U.S. Präsiden George W. Bush: “ Manche scheinen zu glauben, dass wir mit den Terroristen und Radikalen verhandeln sollten als ob irgendein genialer Grund sie überzeugt hätte, sie hätten die ganze  Zeit falsch gelegen.Wir hörten diese dumme Illusion vorher.“

Damaliger Kandidat für die U.S. Präsidentschaft Barack Obama: “ Wir müssen Hamas isolieren, außer und solange bis sie den Terrorismus aufgeben und Israels Existensrecht akzeptieren [unverständliche Stelle]. Es gibt keinen Platz am Verhandlungstisch für terroristische Organisationen.“

1. Tag des Gazakrieges: 27. Dezember 2008

Am ersten Tag bombardierte die israelische Luftwaffe einen palästinensischen Polizeistützpunkt und seine Umgebung.

Es gab hunderte Tote und hunderte Verletzte.

 

Tunesischer Hilfskonvoi erreicht Gaza

Gaza, (PIC)

Ein tunesischer Hilfskonvoi mit medizinischen Hilfsmitteln erreichte heute nach 4 Tagen Verspätung den Gazastreifen . Der Hilfskonvoi beinhaltet 4 Tonnen Medizin und Geräte, welche in Krankenhäusern verteilt werden sollen. Die Aktivisten, welche herzlich begrüßt wurden, werden die Krankenhäuser und verschiedene Institutionen besuchen, um sich die Lage dort anzuschauen. Immer wieder wurde berichtet wie kritisch die medizinische Lage im Gazastreifen ist aufgrund von fehlender Medizin und ständigen Stromausfällen, welche stundenlang andauern, welche ihren Ursprung in der Blockade des Gazastreifen durch Israel haben.

 

Sinngemäße Wiedergabe von:

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7mB7XiXTwHf8zjfqBd%2bqtmm93gJd4%2b%2f95B1a5Qt9LZiDAurjY%2byJwGW1JxqKLFDzM%2fN0lPZzPsaa6sW9P6g9xq10wKnIdpKEUIEzIS3zYtMU%3d

 

Bürger demonstrieren: Israelisch ja, jüdisch nein

Religionszugehörigkeit

Israelisch ja, jüdisch nein

10.10.2011 2011-10-10T15:37:00+0200 ·  Mehrere Hundert Israelis haben beim Innenministerium beantragt, künftig als „Bürger ohne Religion“ registriert zu werden. Sie protestieren damit gegen die Macht der orthodoxen Rabbiner.

Von Hans-Christian Rößler, Jerusalem

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A pro-Israel supporter waves behind an Israel flag during a rally against Honduras' support for the Palestinian cause outside Presidential house in Tegucigalpa © REUTERSSchon seit der Gründung Israels dauern die Diskussionen an, was den jüdischen Charakter des Staates ausmacht

Der israelische Schriftsteller Yoram Kaniuk hatte in der vergangenen Woche nur den Anfang gemacht. Am Sonntagabend reichten die Sitzplätze auf dem Dach des unbewohnten Gebäudes am Tel Aviver Rothschild-Boulevard nicht aus. Etwa 200 Israelis waren in das inoffizielle Hauptquartier der Protestbewegung gekommen, um dort Erklärungen zu unterschreiben, in denen sie verlangten, dass das Innenministerium auch sie künftig als Bürger „ohne Religion“ in seinen Registern führt.

„Die Kombination von Judentum und Demokratie funktioniert nicht“, sagte Kaniuk laut einem Bericht der Zeitung „Haaretz“. Die größten Feinde des Judentums seien das engstirnige Rabbinat und das religiöse Establishment, schimpfte der 81 Jahre alte Schriftsteller, der mit einer christlichen Frau verheiratet ist. Nach jüdischem Religionsrecht sind deshalb seine Kinder und Enkelkinder keine Juden wie er selbst; nur Kinder einer jüdischen Mutter oder Nicht-Juden, die vor ihren Rabbinern konvertierten, sind nach orthodoxem Verständnis Juden. Als die Behörden vor einiger Zeit auch seinen Enkelsohn als religionslos registrierten, hatte der Autor genug: Er zog bis vor das Tel Aviver Bezirksgericht, um durchzusetzen, dass das Innenministerium bei ihm die Religionszugehörigkeit streicht. Jetzt steht „jüdisch“ nur noch hinter seiner ethnischen Herkunft.

Kaniuk, der nach eigener Aussage nicht an Gott glaubt, ist nach dem Gerichtsbeschluss der vergangenen Woche der erste israelische Jude, der diese Änderung des bisher automatischen Eintrags durchsetzen konnte. Seitdem wird jedoch das Büro seiner Anwältin kaum noch mit den vielen Anfragen von Israelis fertig, die ebenfalls genug von der Dominanz der orthodoxen Rabbiner haben.

Ultra-Orthodox Jewish men check an etrog for blemishes at a market in Jerusalem's Mea Shearim neighbourhood © REUTERSOrthodoxe Rabbiner haben heute ein Monopol auf Eheschließungen, Scheidungen und Beerdigungen

Eine alte Debatte

Es seien zahlreiche ältere Israelis darunter, die sich schon lange mit dieser Frage beschäftigt hätten, sagt die Anwältin Yael Katz-Mastbaum. Nach ihrer Ansicht könnte die Entscheidung des Gerichts weitere Konsequenzen haben. Denn ein neues Gesetz erlaubt es religionslosen Israelis, eine Zivilehe zu schließen. Jüdische Israelis müssen sich in Israel von orthodoxen Rabbinern trauen lassen. Wenn säkulare Juden das nicht wollen, weichen sie oft ins Ausland aus. Heiratsurkunden aus Zypern oder anderen Staaten erkennen die israelischen Behörden an. In Israel sind bisher nur vier Prozent der Bürger als „religionslos“ registriert. Rund drei Viertel der knapp 7,8Millionen Israelis sind laut offiziellen Statistiken jüdisch.

Yoram Kaniuks Erfolg vor Gericht hat eine alte Debatte wiederbelebt. Das liegt nicht nur daran, dass Kaniuk, dessen Werke auch ins Deutsche übersetzt wurden und der im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte, ein bekannter Mann ist. Schon seit der Gründung Israels dauern die Diskussionen an, was den jüdischen Charakter des Staates ausmacht und welche Rolle dabei Religion und familiäre Herkunft spielen.

Immer stärker gewannen bei diesen Fragen orthodoxe Rabbiner an Einfluss, die heute ein Monopol auf Eheschließungen, Scheidungen und Beerdigungen haben. Dabei handelt es sich nicht nur um eine innerisraelische Diskussion. Ministerpräsident Netanjahu und seine Regierung verlangen von den Palästinensern, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen. Erst dann könne wirklich Frieden geschlossen werden. Zu diesem Schritt ist jedoch die palästinensische Führung nicht bereit. Sie weist dabei auch auf die vielen nicht-jüdischen Israelis hin.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/religionszugehoerigkeit-israelisch-ja-juedisch-nein-11488498.html

Gazakrieg: 3 Jahre ist es her & immer noch keine Verurteilung des Massakers!