19.Tag des „Kampfes der leeren Mägen“: Zahl der Streikenden erreicht mehr als 3000 Gefangene

19.Tag des „Kampfes der leeren Mägen“: Zahl der Streikenden erreicht mehr als 3000 Gefangene

Am 19. Tag des palästinensischen Aufstands in den israelischen Gefängnissen betont der kürzlich befreite Gefangene Maazin An-Nihaal, dass die palästinensischen Gefangenen nicht um pesönliche Dinge kämpfen, sondern um die Würde des Menschen.Ihrer Würde sowie auch der Würde all ihrer Verwandten, welche bei jedem Besuch -wenn dieser erlaubt wird- auf unwürdige Weise behandelt werden. Dabei werden die Besucher beispielsweise aufgefordert, ihre Kleidung auszuziehen.
Wenn sie dies nicht tun, wird ihnen der Besuch des Gefangenen verweigert.

Mittlerweile nehmen mehr als 3000 Gefangene der etwa 4600 palästinenischen und arabischen Gefangenen am „Hungerstreik der Würde“ teil. Die Zahl steigt von Tag zu Tag an. Dies trotz aller Versuche der Gefängnisleitung, diesen Hungerstreik zu stoppen. Dazu gehört die Geldstrafe von 170 Shekel pro streikenden Gefangenen und Trennung von sämtlichen Gefangenen, um ihre Kommunikation miteinander zu unterbrechen sowie auch andere psychische und physische Foltermethoden.

http://paltimes.net/details/news/14894/%D8%A7%D9%84%D9%8A%D9%88%D9%85-%D8%A7%D9%84%D9%8019%D8%A5%D8%B1%D8%A7%D8%AF%D8%A9-%D9%84%D9%84%D9%86%D8%B5%D8%B1-%D8%A3%D9%82%D8%B1%D8%A8.html

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Das Shalit-Gesetz für palästinensische Gefangene

Das Shalit-Gesetz

Das Shalit-Gesetz trat am 26.5.2010 nach fast einstimmiger Wahl im israelischen Knesset in Kraft. Es ist eine verzweifelte Reaktion der Besatzung auf ihr Scheitern den israelischen Soldaten Shalit, der nachdem er in einem seiner Militäreinsätze im Gazastreifen, jahrelang von der Regierung im Gazastreifen festgenommen wurde und im Austausch gegen 1026 palästinensische Gefangene vor etwa 6 Monaten wieder freigelassen wurde.

Er beinhaltet eine verstärkte Bekämpfung der palästinensischen Gefangenen, indem ihnen grundlegende Menschenrechte verwehrt werden. Darunter fallen:

1. das komplette Verbot der Familienbesuche
2. das Verbot der Fortführung ihrer Bildung
3. das Leseverbot von Zeitungen und Berichten
4. das Fernsehverbot
5. das Verbot von Zusammentreffen mit anderen Gefangenen
6. die Fortführung der zeitlich ungebrenzten Isolationshaft
7.  Die Einschränkung der Gefangenenbesuche durch das Rote Kreuz auf nur 1 Mal alle 3 Monate

Quellen:
http://www.aljazeera.net/humanrights/pages/387a7ca5-ce7e-4654-a10a-7de31d787160
http://www.alarabiya.net/articles/2010/05/26/109625.html