17-jähriger Mahmoud S. berichtet über seine Festnahme

17-jähriger Mahmoud S. berichtet über seine Festnahme

Name: Mahmoud S.
Tag der Festnahme: 20 März 2012
Alter: 17
Vorwurf: Steinewerfen und Molotovcocktails werfen

Am 20 März 2012 wurde der 17-jährige Junge aus dem Dorf Azzun in der besetzten Westbank von israelischen Soldaten in der Nähe einer Straße, die Siedler benutzen, verhaftet.
Um etwa 19 Uhr, am 20 März, war der 17-jährige Mahmoud mit zwei Freunden von ihm in der Nähe einer Straße nahe ihres Dorfes unterwegs, welche nur von israelischen Siedlern benutzt wird. Zwei israelische Militärjeeps stoppten, es kamen Soldaten raus und sie begannen den Kindern hinterher zu laufen. Die Soldaten fingen Mahmoud ab, welcher berichtet, dass er geschlagen wurde.,, Ein Soldat packte mich und schlug mich zu Boden,“ sagt Mahmoud. ,, Dann, schlugen mich mindestens 12 Soldaten auf heftigste Weise während ich immer noch auf dem Boden war. Sie fuhren fort mich zu ohrfeigen und zu schlagen. Einer von ihnen schlug mich mit seinem Gewehr. Dann, holte mich einer mit Gewalt hoch, drehte meine Hände hinter meinen Rücken und verband sie mit drei Plastikfesseln […]die Fessel waren sehr dick.“ Sobald er gefesselt war, sagt Mahmoud, haben ihn die Soldaten weiter geschlagen bis sein Mund und seine Nase bluteten. Ihm wurden die Augen zugebunden und er wurde in einen Militärwagen gesteckt.

,, Dann hat mich einer von ihnen gewaltsam in den Jeep geschubst und ließ mich mich auf dem Metallboden liegen. Im Jeep waren Soldaten um mich herum .Sie führten fort, mich zu schlagen und mich zu beleidigen, indem sie obszöne Wörter benutzten, die ich nicht erwähnen möchte. Sie beleidigten meine Mutter und meine Schwester,“ erinnert sich Mahmoud, welcher zur Befragung zur Ari’iel Siedlung transferiert wurde.

Mahmoud schätzt, dass er um etwa 23 Uhr an der Siedlung angekommenwar. Dann wurde er in den Flur gesetzt, immer noch angebunden und mit verbundenen Augen, für ca. eine Stunde, in welcher, wie er berichtet, von den vorbeigehenden Menschen ins Gesicht geklatscht und geschlagen wurde. Um Mitternacht herum wurde Mahmoud zum Verhör in einen Raum gebracht. Obwohl es nach israelischem Zivilgesetz verboten ist, Kinder nachts zu verhören, ist diese Praxis nicht laut militärischem Gesetz verboten, welches auf die palästinensischen Kinder angewendet wird. Mahmoud wurden die Augen entbunden, aber er blieb gefesselt. Mahmoud sagt, dass der Verhörer ihn während der Verhörung anschrie und ihn quer durch das Gesicht schlug. Ihm wurde vorgeworfen Steine und Molotovcockteils geworfen zu haben. Die Verhörung hielt bis etwa 7 Uhr morgens an, als Mahmoud zugegeben hat, Steine geworfen zu haben.

Der Verhörung folgend, wurde Mahmoud zur Qarne Shomron Siedlung transportiert, wo er eine kurze medizinische Kontrolle erhielt. Mahmoud sagt, dass er dem Arzt erzählte, dass er geschlagen wurde, aber er wurde nicht medizinisch behandelt. Der Arzt fragte Mahmoud einfach eine Anzahl von Fragen von einer Liste, die er vor sich hielt. Mahmoud wurde dann zum Huwwara Verhörungszentrum nähe Nablus transportiert. Bei der Ankunft wollten die Soldaten, dass sich Mahmoud auszieht, was er ablehnte. Daraufhin wurde er geschlagen. Später an diesem Tag wurde er zum Megiddo-Gefängnis,innerhalb „Israels“, transportiert, was gegen die 4. Genfer Konvention verstößt,
welche Transport außerhalb des besetzten Gebietes verbietet.

Ungefähre Übersetzung von:
http://www.dci-palestine.org/documents/voices-occupation-mahmoud-s-detention

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17.April: „Tag der palästinensischen Gefangenen“ mit Berichten zu Misshandlungen von Gefangenen

WESTBANK, (PIC)

6000 Palästinenser in israelischen Gefängnissen gingen gestern am “Tag der palästinensischen Gefangenen“, den 17.April, in den Hungerstreik, um  den palästinensischen Tag der Gefangenen,  zu markieren. Etwa 245 von diesen Gefangenen sind Kinder.

Der Streik ist ein Anfang für einen offen gelassenen Hungerstreik, welcher erst stoppen soll, wenn die Forderungen der Gefangenen nach ausreichend medizinischer Versorgung sowie einem Ende der israelischen Politik von Isolationsgefängnissen beendet wird.

Nach einem Bericht, der am Tag der palästinensischen Gefangenen von Abdul Nasser Farwana veröffentlicht wurde, gibt es in etwa jedem einzelnen palästinensischen Haushalt ein Familienmitglied, welches gefangen genommen wurde, wenn nicht sogar die ganze Familie, wie es schon einige Male vorgekommen ist. Der Bericht zeigt in Details, dass seit dem Krieg 1967  sowie der  Besatzung  der Westbank und des Gazastreifens etwa 750, 000 Palästinenser von Israelis gefangen genommen wurde, welches 12, 000 Frauen und Zehntausende Kinder beinhaltet.

Der Bericht sagt aus, dass die meisten Festnahmen nichts mit der Besatzungssicherheit zu tun hatten wie die israelischen Sicherheitsbehörden behaupten. So haben Festnahmen stattgefunden, die gegen die internationalen ind menschlichen Gesetzen sind wie zum Beispiel die Umstände in denen die palästinensischen Gefangenen leben sowie die Folterungen, welche benutzt werden, um an Geständnisse zu erzwingen .Ebenfalls wurde keine Rücksicht auf bestimmte Bedürfnisse von Frauen, Kindern und Kranken genommen.

Statistiken zeigen, dass 820 der aktuell gefangen genommen Palästinenser zu lebenslänglicher Strafe verurteilt wurden, was 5 Frauen beinhaltet.

Die Tadhamon Organisation für Rechte der Gefangenen hat hierzu einen anderen Bericht an diesem Tag, den 17. April, veröffentlicht, welcher Informationen beinhaltet, welche beweisen, dass eine massive Anzahl von palästinensischen Kindern in den Gefängnissen gefoltert werden oder auf brutale Weise mit ihnen umgegangen wird durch israelische Besatzungssoldaten.  Viele dieser Kinder wurden in Krankenhäusern behandelt aufgrund der Folter, der sie in gewaltsamen Verhören ausgesetzt wurden, wie der Bericht aussagt. Dabei wurde auf entwürdigende Behandlungen, sexuelle Misshandlungen und wiederholten Bedrohungen hingewiesen.

http://www.palestine-info.co.uk/en/default.aspx?xyz=U6Qq7k%2bcOd87MDI46m9rUxJEpMO%2bi1s7cwBq%2b4qSP9fZUCL8KKHdActZv1k2sqpQuQffXuOiYYhq94eZhJpK68hR%2fI8thSuGLMxax1WS6ZH%2faSGx4fzLebPdAjr%2fW8%2bfffY2iwOnGfw%3d

Facebook Skandal: Israelische Soldatin erniedrigt palästinensische Gefangene

Facebook.

Eine israelische Soldatin hat Fotos, in welchen sie palästinensische Gefangene erniedrigt in Facebook reingesetzt. Dabei zeigen die 2 Fotos wie sie einmal vor 3 gefangenen Palästinensern posiert und in die Kamera lächelt und das andre Foto zeigt sie einen Palästinenser anlächelnd, der anscheinend durch einen Schlag mit den Gesicht gegen die Wans im Gesicht stark verletzt ist. Die israelische Armee hat in einem öffentlichen Kommentar, diese Handlung verurteilt und behauptet, es wäre nicht von der Moral der israelischen Armee so mit Gefangenen umzugehen.

Hier die Fotos:

Mein Kommentar dazu weiter unten.

»Nicht eine der Resolutionen wurde umgesetzt«

Heute wird in Palästina der »Tag des Bodens« begangen – als Erinnerung an ein Massaker im Jahr 1976. Ein Gespräch mit Jamal Jumaa

Interview: Sophia Deeg
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Jamal Jumaa ist Koordinator der palästinensischen Graswurzel-Kampagne gegen die Apartheidsmauer in Palästina

Am heutigen Dienstag erinnern sich Palästinenser überall auf der Welt an den 30. März 1976, als bei Protesten in Israel sechs von ihnen, israelische Staatsbürger, getötet und über 100 verletzt wurden. Sie hatten sich gegen die fortgesetzte Landnahme durch die israelische Regierung gewandt. Wie wird heute der »Tag des Bodens« begangen?

In diesem Jahr finden besonders viele Demonstrationen und Veranstaltungen statt. Wir sind sehr frustriert über die israelische Politik der Mißachtung von Vereinbarungen. Gerade am »Land Day« wissen sich alle Palästinenser verbunden. Immer ging es um Landnahme und Vertreibung sowie den Kampf dagegen.Vor über 30 Jahren rief die UN-Generalversammlung zu Sanktionen gegen das südafrikanische Apartheidsregime auf und verurteilte jede Kooperation mit diesem »rassistischen Regime«. Könnten sich die UN auch gegenüber Israel zu dieser Haltung durchringen?

Seit 1967/68 wurde in über 100 UN-Resolutionen versucht, in Bezug auf Palästina internationales Recht durchzusetzen. Nicht eine wurde umgesetzt. Ist das nicht eine alle Menschen berührende Mißachtung der UN und des Völkerrechts?

In Oslo wurde den Palästinensern für 1999 ein unabhängiger Staat zugesichert. Doch 2010 leben wir immer noch wie ins Südafrika in Bantustans ohne Bewegungsfreiheit. Ungezählte Verhandlungsinitiativen blieben ohne Ergebnis, weil sich Israel grundsätzlich nicht an Vereinbarungen hält. Zu ernsthaften Verhandlungen wird Israel wohl nur bereit sein, wenn es empfindliche Sanktionen hinnehmen muß. Im Fall Südafrika ging das ja auch.Sie meinen, daß sich eine Kampagne entwickeln könnte, wie sie gegen das Apartheidsregime in Südafrika möglich war?

Es gibt Parallelen. Auch in Bezug auf Südafrika machte die Zivilgesellschaft den Anfang, und schließlich folgten die Regierungen. Seit wir vor fünf Jahren unsere Kampagne begonnen haben, gab es eine große Zahl erfolgreicher Initiativen gegen Firmen überall auf der Welt, die irgendwie von der Besatzung profitieren. Die zionistische Lobby und die israelische Regierung reagieren inzwischen alarmiert. Sie sprechen von uns als »Delegitimierern« Israels. In der Tat delegitimieren wir Rassismus, Siedlungsbau auf besetztem Land, die völkerrechtswidrige Belagerung Gazas.Wie schaffen es die Dorfbewohner angesichts der massiven Repressionen, den Widerstand entlang der Mauer aufrecht zu erhalten?

Unser Widerstand dauert jetzt 60 Jahre – Israel wird ihn nicht brechen können. Das hat sich auch gezeigt, als im vergangenen Juni eine Repressionswelle begann, die heute noch anhält. Seit einigen Monaten kommt es fast täglich zu Überfällen auf die Dörfer, zu Tötungen und Verletzungen unbewaffneter Demonstranten, zu Verhaftungen und Verschleppungen, zur Verwüstung von Wohnungen.Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die internationale Solidarität mit den Palästinensern?

Eine große! Ohne die Unterstützung aus aller Welt säße ich übrigens jetzt nicht hier. Wie es tausendfach geschieht, wurde auch ich im Dezember 2009 verhaftet, ohne daß etwas gegen mich vorlag. Man verwies auf eine »geheime Akte« über mich. Auf dieser Grundlage wird man normalerweise zu sechs Monaten »Administrativhaft« verurteilt, die immer wieder verlängert werden kann. Das ist mir erspart geblieben – u. a. dank Tausender E-Mails aus aller Welt an das israelische Außenministerium und dank der diplomatischen Proteste der EU-Staaten.

Kurz zu Deutschland: Ihr Land kooperiert militärisch besonders eng mit Israel, es liefert z. B. U-Boote der Dolphin-Klasse, die Atomraketen tragen können. Deutschland läßt auch seine Soldaten für den Afghanistan-Einsatz an israelischen Drohnen ausbilden. Das alles sollte die deutsche Friedensbewegung anprangern – auch im eigenen Interesse.

Druck von unten könnte auch dazu beitragen, daß endlich das EU-Assoziationsabkommen mit Israel eingefroren wird. Es räumt den Partnern nur dann bevorzugte Handelsbeziehungen ein, wenn sie sich an die Menschenrechte halten.